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Das Reichstagsgebäude zu Berlin, Sitz der Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland
Das Reichstagsgebäude zu Berlin, Sitz der Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland

Wer sich keinem Gott gegenüber verantwortlich sieht, ist letztendlich frei zu tun und zu lassen, was ihm oder ihr gefällt. Es gibt keine Instanz, die das persönliche Denken und Handeln am Ende des Lebens richten wird, so meint man. Angesichts einer 2000-jährigen christlichen Geschichte mit Millionen Gläubigen und zahllosen Zeugnissen bekennender Christen samt wissenschaftlichen Belegen für die Glaubwürdigkeit der Bibel mag das so aussehen, als ob man sich auf ein Bahngleis stellt, um an die Tatsache eines anrollenden Zuges einfach nicht zu glauben. Tatsächlich geht das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland davon aus, dass auch Verantwortungsträger in der Politik sich vor Gott verantworten müssen.


Aus der Präambel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland:

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen,

In Anbetracht dessen, dass es am  8. Mai 1949, dem Datum der Verabschiedung des Grundgesetzes, nur einen Gott gab, an den man dachte, nämlich Jesus Christus, ist es schwer, diesen Gottesbegriff auch heute umzudeuten. Der Autor erinnert sich, dass in den frühen Jahren der Bundesrepublik alle anderen Glaubensrichtungen dem Heidentum zugerechnet wurden, also als abergläubisch oder heidnisch galten. Es gab nur eine Religion. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes kannten von ihrer Taufe her nur den einzig wahren Gott, der sich in Seinem Sohn Jesus Christus zu Beginn unserer Zeitrechnung offenbart hatte. Humanismus und der einsetzende Atheismus opponierten zwar schon im 18. Jahrhundert gegen den personifizierten Gott des Christentums. Aber die Handschrift des Grundgesetzes lässt keinen Zweifel daran: Hier wurde von der Bibel her gedacht. Obendrein an eine göttliche Instanz zu appellieren, die irgendwie beliebig ausinterpretierbar war, spiegelte sicherlich nicht den Geist einer Neuordnung nach dem „Zusammenbruch“ nach 1945 wider. Hier mussten Wahrheiten her, die den Begründern des Grundgesetzes aus der eigenen Schule bewusst waren und an die man sich nach den grauenvollen Ereignissen des Holocaust erinnerte. Wahrheiten, die nach der Reformation im 16. Jahrhundert in die Hände der „Aufklärung“ gefallen waren und durch liberale Theologie weiter verunstaltet wurden. Zwei Weltkriege und zahlreiche Revolutionen in Asien und Amerika ließen ahnen, dass man gefährlichen Ideologien aufgesessen war.


Wir können auch davon ausgehen, dass für einige Väter und Mütter des Grundgesetzes das Bibelwort „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ zur Hilfe geworden ist, die ihnen in Zeiten der Ausgrenzung und Verfolgung im Hitlerreich das Überleben gesichert hatte. Siehe am Beispiel des ersten Bundeskanzlers der BRD Konrad Adenauer, der sich während der Nazi-Zeit in einem Kloster verborgen hielt. Angesichts zweier Weltkriege war klar, dass jede Regierung, die sich nicht in ihrer Verantwortung vor Gott messen ließ, in eine Katastrophe führte. Auch wenn die Lippenbekenntnisse seitens Kaiser Wilhelms II. oder einer staatshörigen Kirche im Dritten Reich sich auf Gott beriefen, spricht der Geist des Grundgesetzes eine ganz andere Sprache. Hier schimmern die Zehn Gebote der Bibel durch, die der generationsübergreifenden Orientierung des Volkes dienen sollen.


 Menschen, die sich nur selbst oder einer wandelbaren Ideologie verantwortlich sehen, sind eine Gefahr für jede Demokratie und enden in Diktatur.

Insofern scheint die politische und gesellschaftliche Situation heutiger Tage nachvollziehbar zu sein. Wo der Religionsunterricht der Jugend im Sinne des Grundgesetzes nicht mehr verpflichtend auf dem Lehrplan steht, wird auch Demokratie nicht mehr richtig verstanden. Diese begründet sich auf der Gleichheit aller Menschen vor Gott. Die Religionen der Welt kennen das Wort der Bibel nicht und den Gedanken der Gleichheit aller Menschen vor Gott. Für sie haben der Wert des Lebens und Wahrheit oftmals eine andere Bedeutung als für die christlich geprägten Verfassungen europäischer und amerikanischer Länder.

Demokratie ist die gesellschaftliche Form des Evangeliums von Jesus Christus.

Wo der Glaube an den Gott der Bibel verloren geht, verkommt Demokratie zu einem Spielball willkürlicher Vorstellungen und unterschiedlicher Parteinahmen, die vor allem eines eint: die Auflehnung gegen Gott und Seine Schöpfungsordnung. (Wie beispielsweise im Psalm 2 beschrieben.) So leben wir in einer Zeit, in der man das Grundgesetz nach Gutdünken auslegt, ignoriert und verändert, in der Regel zum eigenen Machterhalt nutzt und nicht zum Wohl der Allgemeinheit. Warum sollte dies anders sein, wenn es doch keine ordnende und richtende Instanz über den Volksvertretern braucht, der man letztendlich gegenüber verantwortlich ist?


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„Humanität ohne Divinität wird zur Bestialität“ 

Selbst der liberale Theologe Friedrich Schleiermacher (+1834) musste anerkennen, dass Menschlichkeit ohne Gott automatisch in Diktatur und Untergang führt. Zwei Weltkriege, die von Europa ausgingen, sollten das bestätigen. Die letzten großen Anführer, die dieses verkörperten und die Abkehr vom Christentum markierten, waren Stalin, Hitler und Mao. Sie waren von einem „eigenverantwortlichen“ Menschenbild beseelt, das Gott verleugnete und gleichzeitig sich Gott gleichstellte. Die Verantwortung solcher Staatslenker gegenüber nachfolgenden Generationen wurde an eherne und steinerne Denkmäler delegiert. Sie sollte die Jugend an Ideologien erinnern, die zwangsläufig zum Scheitern verurteilt waren. Nach der Erfahrung des Zweiten Weltkrieges mit 60 Millionen Toten kam es kurzfristig zu einer Besinnung in Deutschland und einer Verfassung, wie sie hier umrissen wird.


Der Bundesrepublik Deutschland sollte nach 1945 durch Religionsunterricht und eine funktionierende Rechtsstaatlichkeit das zarte Pflänzchen der Demokratie eingepflanzt werden. So war es die Vorstellung der Siegermächte, allen voran der USA. Durch die Entsendung von Missionaren und Gemeindegründern sollte das deutsche Volk aus der Barbarei herausgeführt werden, gesellschaftlich durch Meinungs- und Pressefreiheit. Ein Wohlstand unerahnten Ausmaßes entwickelte sich aus dieser Kehrtwende, die das Vergangene möglichst schnell hinter sich lassen sollte. Von der Bibel her gesehen eine Gnade, die noch einmal die Umkehr zu den Werten der Reformation und einer vom Staat unabhängigen Kirche ermöglichte. Es sollte nur wenige Jahrzehnte andauern, bis ein gesättigtes und von zahlreichen Unterhaltungsangeboten berauschtes Volk bald schon wieder Kirchen zu einer Art Kultstätte degradierte und Glauben mit Konfessionszugehörigkeit verwechselte.


Heute, am Ende jeder christlichen Orientierung, erlebt das Land einen sittlichen und moralischen Verfall, bei einer um sich greifenden Verzweiflung in den Herzen vieler Bürger, jedoch und trotzdem bei gleichzeitigem Trotz gegen Gott und Seine Gebote. Das alles erinnert Bibelkundige an Zustände im alten Judentum, bevor die große Vertreibung ab dem Jahr 70 n.Chr., und die weltweite Verfolgung einsetzten. Mit einem Unterschied. Damals vor 2000 Jahren begann durch das Auftreten Jesu als wahrer Mensch und wahrer Gott eine Heilsgeschichte, eine Zeit der Gnade, die heute als Endzeit tatsächlich ihrem Ende zugeht. Wenn heute Medien und Politik von Fortschritt und Aufklärung sprechen, können Bibelkundige nur müde lächeln. Solche „Befreiungen“ hat es schon oft in den letzten 4000 Jahren Menschheitsgeschichte gegeben, sie alle endeten in Kriegen, Bürgerkriegen und anderen Katastrophen.


Die Verantwortung gegenüber einem Schöpfergott, wie es das Grundgesetz noch voraussetzt, ist allenfalls zu einem Lippenbekenntnis einer christlich angehauchten Partei und den großen Kirchen geworden. Der Abfall, wie die Bibel ihn in ihren Prophetien ankündigt, ist in vollem Gange. Die Folgen liegen nicht im Vagen und Spekulativen, sondern sind für jeden sichtbar. Selbst für abtrünnige Kriegs­gänger, Ungläubige und bekennende Atheisten sind die Zeichen klar erkennbar. Jeder kann spüren, dass etwas mit dieser Welt nicht stimmt und alles sich auf ein Finale zubewegt. Aber dennoch ist kaum jemand bereit, die Warnungen der Bibel ernstzunehmen. Ganz im Gegensatz zu früheren Generationen, bei denen das Thema Seelenheil noch irgendwo Ausdruck fand, sei es druch ein Kreuz auf dem Grab. Die Frage stellt sich, wissen wir heute mehr oder zu wenig über dieses Thema?


Die Selbstherrlichkeit des Menschen ist in Regierungen und im persönlichen Leben der Bürger angekommen und hat auch bibeltreue Gemeinden erreicht. Auch hier wird immer mehr der Mensch in den Mittelpunkt gerückt und beklatscht, und nicht Gott der HERR die gebührende Ehre gegeben. Anstelle der Verantwortung vor Gott ist die sogenannte „Selbstverantwortung“ getreten, die uns in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens begegnet. Tun und Handeln sind der eigenen Verantwortlichkeit anvertraut. Eine Einladung zur Selbstüberschätzung nach dem Motto: „Ich entscheide, was für mich und andere gut ist.“ In der Konsequenz führt diese Einstellung zur Zerstörung des sozialen Umfeldes, aber auch allzu oft in Drogenkonsum und in die Abhängigkeit von okkulten Mächten.


Die mangelnde Verantwortung gegenüber dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bereitet auf vielerlei Art und Weise einen erneuten Zusammenbruch vor. Trost und Hoffnung, die gläubige Christen angesichts kommender Katastrophen finden können, verbirgt sich in der Offenbarung. Der Gott der Bibel hat letztendlich alles vorgesagt, verbunden mit einem guten Ende für die, die an den Sohn Gottes glauben. Bis dahin gilt es, die persönliche Verantwortung vor Gott und den Menschen ernst zu nehmen, auch wenn sich kaum noch jemand Sorgen macht. So war es im Judentum, so wiederholt es sich auch heute. Dennoch ist Gottes Wille darauf gerichtet, seine Getreuen im Glauben hindurchzuführen, damit sie durchhalten, wie es der Apostel Paulus in seinem Brief an die junge Gemeinde in Rom um das Jahr 55 n.Chr. schreib:


Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen[6], weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten,

39 weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt.


Foito: Maheshkumar Painam


  • 24. Juni 2025
  • 7 Min. Lesezeit


Beten ist eine verbindende Gemeinschaft in Gemeinden und Kirchen. Doch das Gebet richtet sich an Gott den HERRN, wir treten gemeinsam vor IHN und versuchen nicht, uns gegenseitig mit klugem Wort zu beeindrucken. Gebete zielen in der Regel auf eine Reaktion oder Antwort Gottes. Im schlimmsten Fall versuchen wir, Gott mit Lösungsvorschlägen zu versorgen: "Mach Tante Elli gesund". Wie wir mit ein wenig Gebetserfahrung einsehen müssen, geht es nicht darum, nach eigenem Wunschdenken zu beten sondern den souveränen Willen Gottes, seinen geheimen Ratschluss, einzubeziehen. Im besten Fall beten und bitten wir Gott um Gerechtigkeit, Weisheit, Gnade und Barmherzigkeit, machen uns mit leidenden Brüdern und Schwestern eins, auch mit jenen, die um ihrer eigenen Sünde willen leiden. Nicht um ihre Sünde zu rechtfertigen, sondern um uns mit ihnen als Mitleidende und Gnaden bedürftige zu solidarisieren. Wir erkennen die Gerechtigkeit Gottes an und sind bereit, Sünde zu bekennen und aufzudecken. Aber dennoch solidarisieren wir uns mit leidenden Brüdern (Schwestern sind auch Brüder im HERRN), weil wir ein Leib sind oder einer Glaubensgemeinschaft angehören.


Ein besonders heikler Punkt in der heutigen Gebetspraxis ist das Reden Gottes, die Antwort auf Gebet verstehen zu können und zu wollen. In der Regel wird Gebet heute als eine Art Kummerkasten verstanden, den Gott zu gewissen Zeiten öffnet und Wünsche in Erfüllung gehen lässt oder nicht. Man rechnet mit Wundern, die vom Himmel fallen, ohne zu bedenken, dass alles was Gott tut auf die Ewigkeit ausgerichtet ist, nämlich das Ziel verfolgt, dass Menschen in der Ewigkeit ankommen. Wie schon erwähnt, sollte Gebet nicht darauf ausgerichtet sein, dass Gott Wunder vom Himmel schickt, was sicherlich hier und dort tatsächlich geschehen kann. Der Beter oder derjenige für den gebetet wird sollte sich stets als Partner Gottes verstehen, bereit sein zur Veränderung im eigenen Leben und zum Dienst am anderen, soweit es Gottes Plan ist.


Beten und eine konkrete Antwort Gottes erwarten, ist die rechte Gebetshaltung. 

Dabei sollte unsere Erwartung offen sein, dass auch Gebetserhörung nicht so ausfällt, wie es nach dem Verstand zu erwarten wäre. Gebet kann auch eine subjektive Verschlechterung eines Zustandes zur Folge haben, denn Gott mutet es uns zu, durch Krisen ans Ziel zu kommen. Sei es, dass jemand im Angesicht des Todes sich noch rechtzeitig bekehrt oder als Christ Buße tut. Erst mit dem Tode kommen alle Gebete zu spät. Daher:


  • Beten, wie Jesus beten würde, beispielsweise mit einem Bibelvers auf den Lippen.

  • Beten in Wahrheit, vor dem Beten Sünden bekennen und Buße tun.

  • Beten ohne konkrete Ergebnisse von Gott zu erwarten

  • Beten mit der Erwartung, Gottes Willen und Handeln zu erkennen.

  • Beten mit dem Herzen eines vertrauenden Kindes: Unser Vater im Himmel.....





24 Denn Gott ist Geist; deshalb müssen die, die ihn anbeten wollen, ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.« .


Das Gebet ist die Grundlage der Kommunikation zwischen Mensch und Gott. Der Apostel Johannes verweist darauf, dass die Gläubigen nicht aus ihrer eigenen Weisheit drauflosplappern sollen sondern so, wie der Geist Gottes es eingibt. Ferner sollen Christen in Wahrheit anbeten, was bedeutet, dass wir unser Leben vor Gott "wahrhaftig" halten müssen. Wenn wir nicht bereit sind Gottes Willen zu tun, Sünden bekennen und Vergebung empfangen, im eigenen Leben bereit sein aufzuräumen und für Veränderung im Heiligen Geist bereit zu sein , so können wir auch nicht um etwas bitten.




Teil2 (teils Wiederholungt)


Gebet ist keine Arbeit sondern Beziehungpflege.
Am Beispiel von Abraham sehen wir, dass es darum geht zu wissen, wann es um Beten geht und wann wir kämpfen müssen.

Sieben Voraussetzungen, damit Gebet erfolgreich sein kann.


  1.  In Jesus bleiben Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch zuteilwerden. (Joh 15/7) Wiedergeboren sein und somit Geistestaufe empfangen zu haben bedeutet, in Seinem Namen beten zu können. Ein Gebet in Jesu Namen abzuschließen ohne den Willen Jesu zu kennen ist falsch.

  2. Nach seinem Willen bitten. Dies bedeutet Sein Wort zu studieren u n d durch Gutes tun die Menschen zu beeinflussen. Aber nicht "gleichförmig" der Welt sein, nicht nach ihren Werten leben. Besonders von der Sünde Abstand nehmen, damit wir Gottes Willen überhaupt erkennen können. nicht "gleichförmig" der Welt sein, nicht nach ihren Werten leben.

  3. Betet im Namen Jesu. Ich sage euch die Wahrheit: Wenn ihr den Vater in meinem Namen um etwas bittet, wird er es euch geben. 24 Bisher habt ihr euch nicht auf mich berufen, wenn ihr etwas von Gott erbeten habt. Bittet ihn, und er wird es euch geben. Dann wird eure Freude vollkommen sein.« Joh 16/23 (Gewisse Vollmacht, wie sie die Apostel hatten stehen uns heute nicht mehr so ohne weiteres zur Verfügung, wie sofortige Krankenheilung und Totenerweckung. Wenn dies heute dennoch geschieht handelt es sich um Gnade Gottes. Er ist souverän und kann jeder Zeit alles tun). Aber dennoch gilt: Ich bitte, weil ich weiss, was Jesus vom Vater erbitten würde. Daher muss ich ständig in der Bibel studieren, damit ich weiss, was ich beten soll.

  4. Betet mit Motivation.  Und wenn ihr ihn bittet, wird er euch doch nichts geben. Denn ihr verfolgt üble Absichten: Es geht euch nur darum, eure selbstsüchtigen Wünsche zu erfüllen. 4 Ihr Treulosen! Ist euch denn nicht klar, dass Freundschaft mit der Welt zugleich Feindschaft gegen Gott bedeutet? Jak 4/3. Hat dein Gebet egoistische Motive um dir vielleicht Arbeit und Sorgen zu ersparen? Z.B. bei Krankenheilung müssen wir auch davon ausgehen, dass Gott andere Pläne hat als schnell gesund zu machen.

  5. Beharrlich beten.  ..und siehe, eine kanaanäische Frau, die aus jenem Gebiet herkam, schrie und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! Meine Tochter ist schlimm besessen. 23 Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten hinzu und baten ihn und sprachen: Entlass sie! Denn sie schreit hinter uns her. 24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 25 Sie aber kam und warf sich vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! 26 Er antwortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hunden[4] hinzuwerfen. 27 Sie aber sprach: Ja, Herr; doch es essen ja auch die Hunde[5] von den Krumen, die von dem Tisch ihrer Herren fallen. 28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an. (Matth 15/22-28) Mit Ausdauer beten bedeutet, solange beten bis Erhörung eintritt.

  6. Demütig beten. Wir fordern nicht, wir flehen. Dazu aus Jesaja: Gönnt euch keine Ruhe und gönnt auch Ihm keine Ruhe, bevor das Reich Gottes nicht gebaut wird. (Jes 62) Aus dem Dominikanerorden: "Bete so, als wenn alles in der Welt von deinem Gebet abhängt und arbeite so, als wenn alles in der Welt von deiner Arbeit abhängt." Gebet steht demnach in einer Wechselbeziehung zu deinem Handeln.

  7. Bußfertig beten.  Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz, um zu retten, und sein Ohr nicht zu schwer, um zu hören; sondern eure Vergehen sind es, die eine Scheidung gemacht haben zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden haben sein Angesicht vor euch verhüllt, dass er nicht hört. (Jes 59/1) Hier hört Gott nicht, weil die Menschen nicht in der Heiligung stehen, also mit ungeklärter Sünde behaftet sind.

  8. Gehaltserhöhung erwarten und sich darüber austauschen. Gebetserhörung kann auch bedeuten, dass Gott dich beauftrag Seinen Willen zu verkündigen. Es ist dann an den Betroffenen, dies im Geist zu prüfen.



Ich mache mir also bewusst, dass ich mit Gott unterwegs sein muss und es nicht allein an meiner inneren Überzeugung liegt gerettet zu sein. Weiterhin braucht es die Bereitschaft mich mit Sünde auseinanderzusetzen und mich von Gott führen und reinigen zu lassen. Es geht nicht darum sich zu fragen, wo noch Sünde in meinem Leben ist. Gott ist sehr gnädig und macht mich auf Sünde aufmerksam, wenn es an der Zeit ist sich damit auseinanderzusetzen. Denn ER will mit mir fortschreiten und dazu gehört im Leben aufzuräumen und sich von Hindernissen durch Buße und Umkehr zu trennen. Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, aber darin bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ist's aber, der mich richtet. 1. Kor 4/4 Sieben Bedingungen der Heiligung (Reinigung von Sünden) als eine Voraussetzung für Gebetserhörung.

  1. Falscher Umgang mit unserer Zunge. Wer sich gerne mitteilt ist auch in größerer Gefahr sich zu versündigen. In langen Reden ist auch schnell Verfehlung. Wenn jemand meint, er diene Gott, und zügelt nicht seine Zunge, sondern betrügt sein Herz, dessen Gottesdienst ist vergeblich. (Jak 1/26) Sanftmut, Güte und Selbstkontrolle sind Geistesfrüchte, die den behutsamen Umgang mit dem Wort einschließen.

  2. Der falsche Gebrauch unseres Geldes. Das Vermögen gehört dem HERRN. Die Frage ist, was können wir mit unserem Geld Gutes bewirken.

  3. Der falsche Umgang mit Sexualität. Ihr Männer ebenso, wohnt verständnisvoll ⟨mit ihnen⟩ zusammen als dem schwächeren, dem weiblichen Gefäß, und gebt ⟨ihnen⟩ Ehre als ⟨solchen⟩, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden! ( 1.Pet 3/7 ) Wir Männer sollen unsere Ehefrauen ehren als Miterben mit beidseitigem Verständnis.

  4. Unser Verhältnis zu unseren Geschwistern. Freuen wir uns auf die Gemeindeversammlung, kommen wir gerne mit den Gemeindemitgliedern zusammen, wie reden wir mit und über die anderen? Ist unser Herz rein von ungeklärten Vorwürfen und Verletzungen?

  5. Unser Verhältnis zu den Ungläubigen Nachbarn und Verwandten. Werden wir nur mit Heiligenschein gesehen, die nichts mit Ungläubigen zu tun haben wollen? Oder haben sie eine gute Meinung von uns?

  6. Unser Verhältnis zum Okkultismus. Ein weitverzweigtes Gebiet, das hier nur angerissen werden kann. Es geht um indirekte Einflüsse, hinter denen letztendlich Satan steckt und von denen wir uns radikal fernhalten müssen. (Spiritismus wie Karten legen oder Handlesen, Gesundheitsübungen wie Yoga, Musik mit dämonischen Inhalten, alternative Medizin wie Pendeln, Homöopathie oder andere Heilungsangebote aus dem fernöstlichen oder schamanischen Bereich. "Lieber krank sein als auf eine okkulte Art und Weise geheilt werden und geistlich belastet sein. (Martin Vedder).

  7. Unser Verhältnis zur Buße und Umkehr.  Als ich schwieg, zerfielen meine Gebeine durch mein Schreien den ganzen Tag. Denn Tag und Nacht lastete auf mir deine Hand; verwandelt wurde mein Saft in Sommergluten. Ich tat dir kund meine Sünde und deckte meine Schuld nicht zu. Ich sagte: Ich will dem HERRN meine Übertretungen bekennen; und du, du hast vergeben die Schuld meiner Sünde. Deshalb soll jeder Getreue zu dir beten, zur Zeit, da du zu finden bist; gewiss, bei großer Wasserflut – ihn werden sie nicht erreichen. Ps 32/3. David wollte erst sein Verhältnis zu Batseba vertuschen aber dann erlitt er unter seiner Sünde Höllenqualen.

Fazit: Gott erhört Gebete aber er will uns führen um seines Namens willen.





Der Austausch im HK-Arbeitskreis und im Hauskreis in Frohnau war sehr fruchtbar und hat einige konzeptionelle Überlegungen ergeben. Vor allem scheint mir wichtig zu sein, dass die Einbindung von Mitgliedern, aber auch von potenziellen Gemeindemitgliedern in einem Hauskreis stattfinden sollte. Wie schon in der Headline angedeutet, geht es um drei zentrale Bereiche der Gemeinde und ihre praktische Umsetzung.



Warum Seelsorge und Hauskreis?
Die Aufgabe eines Hirten ist es nicht zu warten, bis ein Schaf auf ihn zukommt und um Hilfe bitte oder ein anderer ihm ein hilfsbedürftiges Schaf bringt oder auf ein verirrtes Schaf hindeutet. Ein guter Hirte beobachtet seine Schafe, erkennt wenn eines lahmt oder in der Herde fehlt und geht ihm aktiv nach. Viele Schafe irren heute umher, wie die, die keinen Hirten haben. Vielerorts hört man ihr Rufen, wie jene, die mal hier und dann wieder dort Gebetsaufrufe senden, ohne dass der Hirte (ein ganz persönlicher Hirte) zu ihnen finden und sich ihrer annehmen könnte. Was helfen da Gebetsaufrufe, wenn die Stimme des guten Hirten nicht gehört wird? Was helfen Gebetsaufrufe, wenn Gebetserhörung nicht konkret erkannt und durch Ermutigung und Ermahnung umgesetzt wird? „ Jesu kämpft und siegt in Euch!" Insofern ist die Annahme, dass ein Gebet Wunder bewirkt und sich Probleme plötzlich in Luft auflösen, eher dem Aberglauben zuzuordnen.


Das Hirtenamt

Im Hinblick auf die Gemeinde stellt sich die Frage, wo und wie das Hirtenamt am besten stattfinden kann. Wo werden Brüder und Schwestern so wahrgenommen, dass man im Gebet, aber auch im persönlichen Austausch die seelsorgerische Aufgabe erkennt und im vertraulichen Zweiergespräch weiter verfolgen kann? Ist es nicht ein Hauskreis, der hierfür die besten Voraussetzungen bietet? Ist es nicht der Hauskreisleiter, der Verantwortung übernimmt, weil ihm die Anliegen und Nöte seine „Herde“ bekannt werden, wie keinem anderen? Ist nicht auch der HK-Leiter derjenige, der am besten die Situation an der Gemeindebasis beurteilen und als Kontaktperson zur Gemeindeleitung außerordentlich wichtig ist? Ferner brauchen Hauskreisleiter einen Ansprechpartner in der Gemeindeleitung, um HK-Konflikte und persönliche Anliegen zu klären. Ganz abgesehen davon, dass die Gemeindeleitung darauf angewiesen ist zu erfahren, was an der Basis los ist.


Schließlich noch eine Anregung zum Thema Bibelstudium und Predigt, das im Hauskreis immer wieder von Bedeutung ist und durchaus seelsorgerische Aspekte aufweisen kann. Wenn jemand im vertrauten Kreis berichtet, wie schwer ihm das Bibellesen und das Verstehen der Predigt fällt (es sind nicht wenige in der TRCK) dann mag dies allein schon eine Aufgabe der Seelsorge sein.  Ich kann nicht im Wort Gottes gut wachsen, wenn ich nicht in der Lage bin, den Willen Gottes in meinem Leben umzusetzen. Der Hauskreis kann helfen, dies zu erkennen, der HK-Leiter kann hier weitere Hilfestellung leisten. Hierfür ist eine Schulung der HK-Leiter erforderlich.


Das Umherirren der Schafe im Wort Gottes

Die Gemeinde braucht einen Bibelkreis, in dem gemeinsam und kontinuierlich ein Bibelbuch durchgegangen wird. Einige Berliner Gemeinden schließen sich jedes Frühjahr zu einem „Bibelprojekt“ zusammen, wo gemeinsam und zeitgleich in Hauskreisen und neu gegründeten Bibel-Projekt-Gruppen Abschnitt für Abschnitt eines Bibeltextes durchgegangen wird. Im Hinblick auf die TRCK könnte man über ein Jahresthema nachdenken, beispielsweise das Matthäus-Evangelium, das man jede Woche in einem Bibelkreis Stück für Stück in der Gemeinde liest und in dem man sich online dazuschalten kann.  Es liegt es auf der Hand, dass von einem solchen gemeinsamen Bibelstudium einiges an Integration und Orientierung für den Einzelnen ausgehen kann.


Hauskreise als tragende Basis einer Gemeinde (Thesen)

  • Hauskreise bilden die tragende Basis der Gemeinde, wo christliche Nächstenliebe, Austausch und Bibelstudium stattfindet.

  • Alle Gemeindemitglieder nehmen hier Anteil am Gemeindeleben, wenn sie nicht schon in einer Arbeitsgruppe engagiert sind.

  • Hauskreise bilden eine vertrauliche Gemeinschaft, die sich am Wort Gottes orientiert und die im Gebet, aber auch in ganz praktischen Dingen füreinander da ist.

  • Gästeabende können dazu dienen, neue Leute kennenzulernen, um sie ggf. aufzunehmen.

  • Probezeiten im HK von bis zu einem halben Jahr können dazu anspornen persönliche Ziel umzusetzen, wie beispielsweise sich taufen zu lassen oder Gemeindemitglied zu werden.

  • Der Hauskreisleiter hat die Gemeinschaft wie das einzelne Hauskreismitglied im Blick, gestaltet und koordiniert Themen und Interessen anhand der Gemeindestatuten und vertritt den Hauskreis gegenüber der Gemeindeleitung, zum HK-Koordinator, Advisor)

  • Die Hauskreisleiter nehmen mindestens dreimal jährlich an einem Hauskreisleitertreffen teil, um sich über gesellschaftliche Trends und Gemeindethemen auszutauschen und um sich konkreten Aufgaben und Herausforderungen in Form einer Schulung zu stellen.

  • Die Hauskreisleiter wählen mehrheitlich einen Hauskreiskoordinator (Advisor)  -in die- oder -in der – Gemeindeleitung, der für alle Belange ihres Dienstes mit Gebet und brüderlichem Rat zur Verfügung steht.

  • Hauskreise stellen sich zur Auferbauung der Gemeinschaft einmal im Jahr während des Gottesdienstes vor.

  • Um Menschen für die Gemeindemitgliedschaft zu gewinnen und um ihnen eine Orientierungshilfe zu geben,  geht der Advisor auf neue Gottesdienstbesucher zu. Ebenso ist jedes Gemeindemitglied aufgerufen, bei Fragen zur Gemeinde und in persönlichen Notlagen auf den Advisor zu verweisen.

  • Bibel&Pasta und das Gemeindecafé sind ideale Auffangbecken für Suchende einer orientierungslosen Welt. Wir dürfen als Brüder und Schwestern der TRCK verständnisvolle Zuhörer sein und praktische Hilfe anbieten.  Müssen uns aber darüber hinaus bewusst sein, inwieweit wir Verantwortung für jemanden übernehmen wollen und können? Liebevoller Umgang könnte hier bedeuten, keine Alleingänge mit dem Schicksal einzelner Gemeindebesucher zu veranstalten, sondern zur rechten Zeit den Kontakt zum Advisor herzustellen. (Viele Köche verderben den Brei.)


Der Hauskreiskoordinator oder Advisor sollte jeden Sonntag präsent sein und müsste somit einen Vertreter oder eine Vertreterin haben.


Mir persönlich wird immer etwas unwohl, wenn die Dinge im Reich Gottes durch Zeitmangel verzögert werden. Wenn Gott dann so mit meinen Anliegen verfährt, wie ich Seine Dinge liegen lasse und verschleppe, was wird dann aus mir werden?


Ab 2.Petrus 1/ 5 Eben deshalb wendet aber auch allen Fleiß auf und reicht in eurem Glauben die Tugend dar, in der Tugend aber die Erkenntnis,

6 in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit, in der Enthaltsamkeit aber das Ausharren, in dem Ausharren aber die Gottesfurcht,

7 in der Gottesfurcht aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die Liebe!

8 Denn wenn diese ⟨Dinge⟩ bei euch vorhanden sind und zunehmen, lassen sie ⟨euch⟩ im Hinblick auf die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus nicht träge und nicht fruchtlos sein.

9 Denn bei wem diese ⟨Dinge⟩ nicht vorhanden sind, der ist blind, kurzsichtig und hat die Reinigung von seinen früheren Sünden vergessen.

10 Darum, Brüder, befleißigt euch umso mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen! Denn wenn ihr diese ⟨Dinge⟩ tut, werdet ihr niemals straucheln.

11 Denn so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich[6] unseres Herrn und Retters Jesus Christus.




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