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- Mühselig und beladen?
In Predigten wird immer wieder mal der Gemeinde gesagt, wenn ihr mühselig und beladen seid, dann kommt zu Jesus. Math 11/28 Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. Geschichtlich gesehen ruft Jesus dies den Ungläubigen zu, einer Stadt, die von Sünde durchsetzt ist, denn der Titel des Textabschnitts lautet: Weheruf über unbußfertige Städte –Jesus als Retter der Unmündigen und Bedrückten. Hier haben wir es mit Leuten zu tun, die Gott noch gar nicht kennen, die ihren eigenen Zielen und Begierden folgen, in Sünden leben, ohne jemals vom Heil des Lebens, vom Evangelium gehört zu haben. Eine rettende Botschaft, die wir Christen unseren Nachbarn und Familien zukommen lassen sollten. Wenn man einmal vom geschichtlichen Zusammenhang damaliger Zeit in Israel absieht, würde es auch heute bedeuten, dass eine Gemeinde vom Unglauben durchsetzt ist und die Brüder und Schwestern sich aufmachen müssen, bei Jesus erst einmal anzukommen, ihr Leben wirklich in die Hände Jesu zu geben und mit der Nachfolge zu beginnen. Seitens solcher Predigt bleibt der HERR Jesus ein Lebenshelfer, ein Berater, ein Therapeut, der dazu da ist, die Mitglieder einer Gemeinde auf ihren eignen Wegen und selbst gewählten Lebenszielen die nötige Unterstützung zukommen zu lassen. Geht man aber davon aus, dass der Heilige Geist selbst in mir Wohnung gemacht hat, bräuchte ich nicht erst zu Jesus zu kommen, ER wäre ja schon längst in mir aktiv. Was bedeutet es dann, wenn ich mich mühselig und beladen fühle? Weckruf an die Gemeinde Matth 16/24 Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach! 25 Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. An Seine Nachfolger richtet der HERR ein ganz anderes Wort. Hier geht es nicht mehr darum, Jesu kennenzulernen, die Befreiung von Krankheit und Sünde zu erfahren, sondern der Erwählung durch den HERRN Taten folgen zu lassen. Bekehrte Christen laufen demnach nicht immer wieder zu Jesus hin, wenn sie "mühselig und beladen" sind. Wer entschieden hat Jesu nachzufolgen, ist IHM ja schon auf den Versen, mit IHM unterwegs. Alles, was Erlöste in diesem Leben hier auf der Erde begegnet, ist unter dem Aspekt der Gnade zu betrachten. Fragen zur Nachfolge Daher ist es erst einmal von entscheidender Bedeutung zu fragen, warum man mühselig und beladen ist oder warum ein Bruder oder eine Schwester Leid erfährt. Diese Frage kann vor allem im Gebet, aber auch in der Befragung der Betroffenen geklärt werden. Hier ein paar möglich Antworten: Ich habe mich noch gar nicht richtig für Jesus entschieden und bewege mich in einer Art Niemandsland zwischen Sünde und Erlösung. Ich habe mich zu Jesus bekehrt und mich taufen lassen, ohne für mein bisheriges Leben wirklich Buße und Umkehr getan zu haben. Ich halte an alten Gewohnheiten, Süchten und Lebenszielen fest und bin nicht bereit, Jesus in alle Bereiche meines Lebens hineinleuchten zu lassen. Ich bin nicht (immer) durch Buße und Umkehr bereit, mich von Jesus reinigen zu lassen, Vergebung zu empfangen und Vergebung auszusprechen. Wer in diesem Leben als Christ unterwegs ist, verunreinigt sich "im Staub der Straße" und braucht immer wieder Reinigung. Joh 13,8 Ich erfahre, dass Gott an einer bestimmten Stelle mit mir weitergehen will, aber Trägheit (des Fleisches) oder mangelndes Vertrauen in Gottes Beistand hindern mich. Es fehlt mir an Mut, mit meiner Mühsal und meiner Last zu Geschwistern zu gehen und um Rat und Gebet zu bitten. Ich selbst übersehe die Hilfsbedürftigkeit anderer und versäume das Gebot der Nächstenliebe. Gott will mich auf Sünde in meinem Leben aufmerksam machen und mich zur Umkehr leiten. Ich leide an Lasten, die andere auf mich legen und somit ihr Sklave werde. Ich leide an Lasten, die ich mir selbst auferlegt habe, um vor Gott einen guten Eindruck zu machen. (Werkgerechtigkeit) Wahre Nachfolge Wahre Nachfolge bezieht das Leiden um Christi willen mit ein. Hierbei scheint es besonders wichtig zu sein, dass die Last, die ich auf diesem Weg empfinde, aus der Liebe Gottes kommt. Nicht, was andere mir gerne an Verpflichtungen auferlegen, nicht, was ich mir selbst im Eifer für Familie, Beruf, Freizeit und Gemeinde auferlege ist entscheidend, sondern was die gnädige Hand Gott mir auferlegt. Das sanfte Joch, die Last, die Gott auferlegt, wird uns nicht überfordern. Dennoch kann sie jemand an seine Grenzen führen, warum? Damit ich spüre, wie sehr ich Gottes Beistand brauche und mich nicht auf meine eigenen Fähigkeiten verlassen kann. Dann erst hat der HERR versprochen, uns zu erquicken, uns zu trösten und uns in Nöten beizustehen. Eine schmale Gratwanderung für viele, die in Beruf und Familie, durch Krankheit und andere Nöte schon ohnehin herausgefordert sind, die ihre Kräfte am Anschlag sehen und kaum mehr Hoffnung auf Veränderung erleben. Ihnen gilt vor allem die Aufmerksamkeit einer Gemeinde, die sich in praktischer Hilfe, in Gebet und Ermahnung dem Einzelnen zuwendet. Leider werden solche Bedürftigkeit immer wieder schamvoll versteckt, aber auch von Brüdern und Schwestern nicht wirklich wahrgenommen. Glücklich, wenn die Schwachen wahrgenommen werden und Gemeinde sich an Luthers Wort orientiert: Wir bestehen aus Menschen, die tragen, und die getragen werden. Alles zur Ehre Gottes. Und was ist mit den vielen Ungläubiger um uns herum? Jenen am Arbeitsplatz, im Familienumfeld auf den Straßen und in der Nachbarschaft? Jenen, die neugierig ihren Kopf in den Gottesdienst stecken oder auf eine Missionsverantstaltung erste Fragen beantwortet bekommen? Auf dem Weg zu Jesus geht es für sie erst einmal darum, sich von der Sündenlast des bisherigen Lebens befreien zu lassen. Allein hierin liegt eine ungeheure Erquickung, die oftmals im Jubelschrei bei der Taufe zu spüren ist. alles was Gott tut, das tut ER für die Ewigkeit. Sanft-Mut Matth 11/29 Nehmt auf euch mein Joch, und lernt von mir! Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und »ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen «; 30 denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Wie schon angedeutet reicht es nicht, gelegentlich zu Jesus zu laufen, wenn die Last des Lebens mich niederdrückt. Hier sehen wir, wie wichtig es ist, dem HERRN zu folgen, ihn zu beobachten und von Ihm zu lernen, Ihm auf den Versen zu bleiben. Jesus beschreibt sein Wesen als sanftmütig. Leider hat die Auslegung dieser Verszeile immer wieder dazu geführt, dass ganze Generationen von Männern in den Gemeinden lammfromm wurden und jeden Anschein von Kampfesmut vermieden. Obendrein trug der Zeitgeist und die damit verbundene Stellung der Frau weiter dazu bei, dass der "Mut" der Männer weiter in den Hintergrund trat. Vom Fehlen vieler Väter in der Erziehung junger Männer ganz zu schweigen. Eine tragische Entwicklung, unter der auch Frauen leiden. Im Sog dieser Entwicklung übernahmen Frauen immer mehr Kirchenämter bis hin zur Ordination von Bischöfinnen und Pastorinnen. Gemeinde wurde somit für Männer immer unattraktiver, in wie vielen Kirchengemeinden blieben am Ende nur noch Frauen unter sich? Was aber bedeutet Sanftmut im biblischen Sinne? Das Wortpaar Sanft und Mut weist auf zwei entgegengesetzte Eigenschaften hin, die sich vorbildlich in Jesus vereint haben. Stellen wir uns ein Wildpferd vor, einen störrischen Hengst, voller Schönheit, Kraft und Freiheitsliebe, der von einem "Cowboy" eingefangen und gezähmt wird. Das Tier verliert durch seine "Zähmung" kaum an Kraft, aber lernt, seine Fähigkeit einem Herrn unterzuordnen. Er wird sanft-mütig, in dem es lernt, gehorsam zu sein. So lernt etwa ein Schlachtross seine angeborene Schreckhaftigkeit abzulegen, ja es empfindet sogar Freude am Schlachtgetümmel und strebt dem Kampf entgegen. Was für ein herrliches Bild für den geistigen Kampf, auf den uns der Apostel Paulus mit der Waffenrüstung des Heiligen Geistes zurüsten will. Im Hinblick auf den HERRN Jesus erleben wir den Herrscher der Heerscharen, den mächtigsten König des Universums, der mit Seinem Hauch ganze Armeen zu Boden wirft und dem Fürsten der Welt, Satan, überwindet. An Kraft und Autorität kommt Ihm nur der Vater gleich. Gleichzeitig erleben wir in Jesus aber auch das Lamm Gottes, dass sich hingebungsvoll dem Willen des Vaters unterordnete, wie der Apostel Paulus in Philipper 2 auffordert: Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus ⟨war⟩, 6 der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. 7 Aber er entäußerte sich und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden, 8 erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, zum Tod am Kreuz. Beides erleben wir in einer Person, Mut und Herrschaft, Demut und Dienst, beides zu seiner Zeit. IHM gilt es im rechten Bewusstsein nachzueifern. Die Erlösten werden einmal mit Jesu zusammen herrschen und Armeen besiegen, bis dahin gilt es die Gnadenzeit zu nutzen und möglichst viele Menschen zu Jesus zu bringen. Durch sanftmütiges Dienen, aber auch durch mutiges Kämpfen gegen die verborgenen Mächte der Finsternis. Eph 6/12 Abschließend noch eine Erinnerung an Joh 14,27: Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch;... Hier ist die Rede vom Frieden, der Ruhe im Sturm, dem Trost, den der HERR seinen Kindern zukommen lässt. Als Erstes spricht Jesus vom Frieden mit Gott, den Seine Jünger durch die Erlösung von Sünde, Hölle, Tod und Teufel erworben haben. Das unruhige Leben auf der Suche nach Sinn, Trost und Hoffnung haben bekehrte Christen hinter sich gelassen. Diesen Frieden lässt Jesus seinen Nachfolgern, auch wenn ER nicht persönlich sichtbar anwesend ist und zum Vater im Himmel zurückkehrt. Aber Jesus verspricht auch, "meinen" Frieden gebe ich euch. Das ist der Frieden, den der HERR inmitten einer verdrehten Welt hatte. Wenn das Volk ihn bedrängte und IHN zum Brotkönig machen wollte, wenn die Juden, die Führer des Volkes Ihm Fallen stellten und umbringen wollten, wenn ER unter falscher Anklage stand und schuldlos verurteilt wurde. Ja, selbst wenn er sah, dass die Schar seiner Jünger und Jüngerinnen ihn verließ und nur ein kleines Häuflein blieb, Jesus war sich stets der Liebe Seines Vaters gewiss, ER war nicht von Menschen abhängig, die Ihn irgendwann enttäuschten, ablehnten und verließen. Dieses Vorbild soll uns ermutigen, das eigene Kreuz auf sich zu nehmen im Vertrauen darauf, von angenommen und geliebt zu sein, egal, was uns zustößt. Für die notwendige Wegzehrung wird ER schon sorgen, das hat ER versprochen. Selbst wenn uns dieser Friede Jesu immer wieder abhandenkommt, im Alltag, in einer von Gottlosigkeit und Sünde beherrscht Welt, dann brauchen wir mehr denn je Gemeinde und christliche Gemeinschaft und sollten nicht auf einen Jesus zulaufen, der schon längst in uns gegenwärtig ist, wenn es in dem Lied heißt: Kämpft und siegt in uns! Foto: Ron Hansen
- 16. August - Ein Gott und Vater (unser) aller, der da ist über euch alle...
..ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen. Eph 4/6 Es gibt nur eine Kirche, wo immer sie sich in der Welt auch befindet. So hat sie kein anderes Evangelium und keine andere Heilige Schrift, keine andere Taufe oder Abendmahl, keinen anderen Glauben und Geist, keinen anderen Christum und Gott, keine andere Hoffnung und ewiges Leben, als wir hier in unserer Kirche haben. Daher sind ihre *Bischöfe unsere Bischöfe oder Gemeindeleiter und Prediger. Keiner ist des anderen Herr oder Untergebener. Alle sind gleich gesinnt und ein Herz, und alle, die zur Kirche gehören, sind gleich. Außer dass ein Prediger, genauso wie jeder andere Christ, stärkeren Glauben haben kann oder obendrein mehr Gaben hat als ein anderer. Einer kann besser die Schrift auslegen, ein anderer besser Entscheidungen treffen, ein anderer besser predigen, ein anderer besser die *Geister unterscheiden, ein anderer besser trösten, ein anderer sich besser in Fremdsprachen auskennen und so weiter. Aber solche Gaben erzeugen keine Ungleichheit noch Hierarchie in der Kirche, ja machen noch keinen Christen aus einem Menschen, sondern jemand muss zuvor ein Christ sein. *Bischöfe: Älteste, Gemeindeaufseher, die geistlichen Hüter und Schützer einer Gemeinde. *Geister unterscheiden: Erkennen, ob etwas von Gott kommt oder nicht. Geistlichen Einfluss zuordnen können, gut und böse unterscheiden, Irrlehren erkennen. Foto: Clay Banks
- 15. August - Unsere Missetat drückt uns hart; du wollest unsere Sünde vergeben.
Ps 65/4 Sag nicht: Ich bin jetzt nicht aufgelegt zum Beten; ich will noch eine Weile warten und was anderes tun, bis ich besser bereitet bin. So kommst du immer weiter davon ab, von einer Stunde zur anderen, ja von einem Tag zum anderen. Bis du dich mit Gewalt zwingen musst im Beten fortzufahren, dann wenn du dich am aller ungeschicktesten fühlst. Denn es heißt doch, was du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen. Durch Verschieben wird keiner besser. Wenn du die Gelegenheit nicht nutzt und lernst beten, wenn du dich unsicher fühlst und deine Last spürst, dann lernst du es niemals. Denn wenn erst die süße Andacht kommt und du dich in Stimmung fühlst: Ahh, nun bin ich bereit, nun will ich richtig beten, - da kann wohl der Teufel dahinterstecken und dein Gebet zu *Sünde und Schande machen. Darum ist das die richtige Art Beten zu lernen, wenn du dich unfähig fühlst und Gott das sagst. So wirst du bald sicherer werden und dich leichter und motivierter fühlen. Und nur immer durch den Widerstand hindurch gedrungen und fortgefahren, dass du dich nicht durch die Sünde ablenken und abhalten lässt. Und immer daran denkst, nicht in Sünden bleiben zu wollen. *Sünde: Trennung von Gott, Auflehnung gegen seine Gebote. Foto: Samuel Martins
- 14. August - Wir haben diesen Mann gefunden schädlich...
Wir haben erkannt, dass dieser Mann schädlich ist und dass er Aufruhr erregt unter *allen Juden auf dem ganzen Erdkreis... Apo 24/5 Jedermann verurteilt das Christentum und verkündet, dass die Bibel Unterdrückung, Krieg und Fundamentalismus in die Welt gebracht hat. Seit es sich verbreitet hat, wäre alles schlimmer geworden. Zuvor ginge es noch friedlich zu ohne Verfolgung und die Leute lebten als gute Freunde und Nachbarn zusammen. Solch unnützen Mäulern ist zu antworten: Es kann und soll nicht hübsch brav und ruhig zugehen. Denn wie sollte es friedlich zugehen, wenn der Teufel das Sagen hat und das Evangelium sein Todfeind ist? - Darum hoffe auf keinen Frieden und ein ruhiges Leben, solange Christus mit seinem Evangelium in das Reich des Teufels eindringt. Und wehe dem trügerischen Frieden in Wohlstand und Komfort. Wenn er noch vorher da war und jetzt sehnlichst wieder herbei gewünscht wird, ist es ein sicheres Zeichen, dass der Teufel regiert und kein Christus da ist. So befürchte ich leider, dass die Deutschen das Evangelium allzu schnell wieder aus dem Blick verlieren, - wofür die Schreihälse jetzt kämpfen. *allen Juden: Die Juden hatten sich schon im ersten Jahrhundert, vor ihrer Vertreibung aus Jerusalem (70 n.Chr.), im Mittelmeerraum verbreitet. Auf seinen Reisen ist Paulus zu allererst zu den Juden in die Synagogen gegangen um die Nachricht von Jesus Christus zu verbreiten. Foto: Adi Goldstein
- 13. August - Es glaubten viele an ihn um des Weibes Rede willen...
Es glaubten aber an ihn viele der Samariter aus dieser Stadt um des Wortes der Frau willen, ... Und noch viel mehr glaubten um seines Wortes willen. Joh 4/39 + 41 Ach, wenn doch Gott wollte, dass meine und die Auslegung aller anderen Lehrer überflüssig wären und jeder Christ direkt die Schrift und das reine Wort Gottes in die Hand nehmen würde. Du siehst ja auch aus meinem Geschwätz, wie unvergleichlich Gottes Worte gegenüber aller Menschen Worte sind. Wie wenig irgendein Mensch ein Gotteswort hinreichend begreifen und erklären kann, mit all seinem Wortschatz. Es ist ein unendliches Wort, was mit ruhigem Verstand erfasst und betrachtet werden will. Wie Psalm 83 sagt: Ich will hören, was Gott selbst in mir redet. Auf keine andere Art und Weise kann dies verstanden werden als durch einen stillen und hörenden Geist. Wer dahin ohne Anmerkung und Auslegung kommen würde, der würde die Kommentare und Erklärungen aller Menschen gar nicht brauchen, ja sie wären nur hinderlich. Darum hinein, hinein liebe Christen und lasst meine und die Auslegung aller anderen Lehrer nur ein Gerüst zum rechten Bau sein. Damit wir das reine, unverfälschte Wort Gottes selbst erfassen, schmecken und dran bleiben. Darin alleine wohnt Gott in seinem Volk. Foto: Raul Petri
- Warum Christen leiden.
In vielen Gemeinden im Wohlstandseuropa bildet das Thema Leiden eine Art Ausnahmezustand, den es gilt schnell zu überwinden. Oftmals wird darauf verwiesen, die Jünger und Apostel hätten Vollmacht bekommen Kranke zu heilen, Tote aufzuerwecken und Dämonen auszutreiben. Doch die Wunder der ersten Christenheit sind nicht so ohne Weiteres übertragbar auf die Gemeinde. Damals ging es darum, das Evangelium durch Wunder und mächtige Zeichen unter Beweis zu stellen, den Durchbruch in Europa zu verschaffen. Bestimmte Gaben und Fähigkeiten der ersten Christenheit verschwanden in den folgenden Jahrhunderten. (Zum Beispiel notierte Augustinus, dass das Zungenreden (Fremdsprachenkenntnis ohne sie gelernt zu haben, im zweiten Jahrhundert verschwand) Heute, wenn wir von körperlichen Wunderheilungen hören, gilt es genau zu unterscheiden: Wer heilte, was heilte, wie wurde geheilt und wie lange dauerte der Prozess der Heilung. Auch Satan kann heilen. Biblische Heilung erfolgte stets sofort oder kurz darauf: Stehe auf und nimm dein Bett....Besonders lohnt es sich bei Heilungsgottesdiensten charismatischer Bewegungen genau hinzuschauen. So kann man beispielsweise davon ausgehen, wenn Menschen in Trance versetzt werden und auf der Bühne nach hinten wegkippen, dass wir es mit dämonischen Einflüssen zu tun haben. "Gibt es jedoch Hinweise in Gottes Wort für das Fallen auf den Rücken? Die Bibelstellen, die davon berichten, deuten an, dass bei solchen Ereignissen ein Gericht Gottes vorliegt. Als der Hohepriester Eli die Nachricht erfährt, dass die Bundeslade von den Philistern geraubt worden ist, fällt er rücklings vom Stuhl und erschlägt sich (1. Sam. 4,18). Gott hatte dies vorher als Gericht angekündigt (1. Sam. 2,34 und 3,11). " (Bibleonly.org) Grundsätzlich gilt für das Christentum: Das Aushalten von Leid ist eine der typischen Begleiterscheinungen der Kinder Gottes. War es doch der HERR selbst, der durch Leiden zum Sieg über Sünde, Hölle, Tod und Teufel gedrungen ist. Nicht für sich selbst, sondern für uns, damit wir Frieden haben, zu seiner Gemeinde gehören können und in Ewigkeit mit IHM leben dürfen. Der Tod hat keine Macht mehr über uns. Angesichts dieser ungeheuren Liebestat, den Jesus für uns am Kreuz errungen hat, sollte es eigentlich nicht schwerfallen, sein eigenes Kreuz um Jesu Willen zu tragen. Allein schon deshalb, um für eine kurze Zeit ein wenig nachvollziehen zu können, was der Sohn Gottes für uns gelitten hat. Und welche Hoffnung er den Seinen in Ewigkeit schenkt. Wenn wir von Leiden sprechen, dann sind damit alle Bereiche des Lebens gemeint, die einem Gläubigen auf dieser Welt begegnen. Ob Krankheit oder Folter, gesellschaftliche Ächtung oder Konflikte in Familie, im Freundeskreis oder im Beruf, ja allein die Wahrnehmung einer verirrten und gottlosen Welt können bei Christen Leidenszustände bewirken. Die Gemeinde ist das himmlische Volk Gottes, gegenüber dem jüdischen Volk, das das irdische Volk Gottes ist. Da wir, die Gemeinde hier auf der Erde, keine wahre Heimstatt haben, sondern unser Zuhause im Himmel ist, bleibt unser Ziel stets auf den Himmel gerichtet, auf die Vereinigung mit unserem Herrn Jesus Christus. Wie Paulus können wir sagen, ob wir leben oder sterben, wir gehören dem Herrn. So schwer es auch in Krankheit und in Not fallen mag, Leid hat für gläubige Christen eine andere Bedeutung als für Ungläubige. (Siehe unten) Jesus aber auch Paulus haben stets Ungläubige geheilt, als Zeichen der Vollmacht und als Anreiz sich zu bekehren. Gläubige brauchten diese Zeichen und Wunder nicht. Auch die Totenerweckung des Lazarus war ein Zeichen vor Ungläubigen. Gläubige, wie Lazarus, können demnach zweimal sterben, Ungläubige nur ein mal, dann kommt für sie das Gericht. Müssen wir uns deshalb nach Leidensmöglichkeiten umsehen, um dem HERRN folgen zu können und IHM zu gefallen? Wohl kaum, denn es heißt in der Schrift, wen der HERR liebt, den züchtigt er. Wir brauchen uns also kaum nach Leid auszustrecken, wenn wir des Heils gewiss sein wollen. Das Kasteien des Körpers, wie es aus Klöstern bekannt wurde, ist nicht der richtige Weg, denn hier erzeugt der Mensch "künstlich“ Leiden, die an Gottes Geist und Absichten vorbeigehen. Wenn wir Leid unter Geschwistern erleben, sollte man nicht einfach drauflos beten, um das Leiden zu beenden. In der Regel verfolgt der HERR mit jedem von uns seinen bestimmten Plan und der kann auch von Leid begleitet sein. So empfiehlt es nachzuforschen, ob Gott nicht einen Eindruck schenkt, warum der Bruder oder die Schwester eine Krankheit oder eine andere Krise durchmachen muss. Dies kann auch durch eine Befragung des Betroffenen geschehen, denn gelegentlich schenkt Gott dem Leidenden selbst einen Vers, ein Bild oder einen Eindruck, was Hinweise auf den Grund des Leidens geben kann. Sich auf Ursachensuche von Leid bei einem Bruder oder einer Schwester zu begeben, sollte stets von aufrichtiger Anteilnahme und Trost begleitet sein. Aber auch frei sein von Vorwürfen, es läge am fehlenden Glauben, dass jemand nicht gesund wird. Hierbei handelt es sich um Irrlehre. Auch sollten wir es vermeiden, aus Mitleid jemandem zuzureden, um erst gar nicht das heiße Eisen der Ursachenbetrachtung anzupacken. Hier nun einige der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale, wie sie die Bibel anbietet: Leiden zu Ehre Gottes An der Geschichte Hiobs, des Blindgeborenen oder der Schwester von Lazarus Maria und Martha sehen wir, das Leidensbereitschaft ein Zeugnis für den festen Glauben an Gottes Gerechtigkeit sein kann. Leiden zur Erziehung Gott ist mit mir unterwegs und will mich formen, IHM immer ähnlicher zu werden. (Hebräer 12 4-11) Leiden zur Prävention Der Apostel Paulus berichtet von „einem Pfahl in seinem Fleisch“ den Gott ihn spüren lässt, damit er nicht überheblich wird. Die Fülle an Weisheit und Erkenntnis, die Gott ihm hat zukommen lassen, verleitet Menschen zum Hochmut. Leiden zur Warnung Beispielsweise durch Altersgebrechen, dass der Mensch daran erinnert wird sterben zu müssen, damit er klug werde. Hiob 33/19-28 Leiden als Strafe Die Bibel berichtet, dass Geschwister durch falsches Verhalten krank werden oder gar umkommen. Beispielsweise, wenn man am Abendmahl unwürdig (d.h. Schuldbeladen) teilnimmt. (1.Korinther 11/30-31) Was nicht bedeutet, dass die Bestraften zwangsläufig verloren gehen müssen. Es kann sich auch nur um ein Zeichen für die Gemeinde handeln. Leiden zur Erlösung In 1. Petrus 2/24 beschreibt der Apostel das Leiden Christi uns zur Rettung und Erlösung. Angesichts der unterschiedlichen Gründe für Leiden sind Christen aufgefordert, füreinander zu beten. Zum Beispiel Jakobus 5/14: Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand guten Mutes, der singe Psalmen. 14 Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn. 15 Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden. 16 Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Hier wird klar, dass es vor allem darum geht im Leiden durch Gebet geistlich gestärkt zu werden. Das Salben stellt dabei eine körperliche Wohltat dar und ist ein Bild für den Heiligen Geist, ein Bild wohlgemerkt, keine Medizin zur sofortigen Heilung. Sünde als Ursache für Leiden lässt sich an dieser Stelle kaum wegdiskutieren. Insofern folgt in diesem Vers auch gleich der Hinweis, seine Sünden zu bekennen. Sündenbekenntnis ist nicht nur eine Voraussetzung für die Taufe, um sich überhaupt richtig zu bekehren, sondern auch eine fortwährende Handlung, um sich in diesem Leben von Jesus immer und immer wieder von tagtäglichen Sünden reinigen zu lassen. Matth. 3/2: Tut Buße! Denn das Reich der Himmel ist nahegekommen. I. Thes 5/16: Freut euch allezeit! Betet ohne Unterlass! Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch. ... ja, sogar für Krankheit. Von all dem abgesehen ist Gott aber der Souverän und kann heilen, wann, wie, wo und wen ER immer mag, auch heute und jetzt. Foto: Frantisek Canik
- 12. August - Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefäßen.
2 Korinther 4/7 Aus diesem Grund scheut der böse Geist keine Mühe und schlägt unermüdlich nach diesen *Töpfen und will sie zertrümmern. Denn sie stehen ihm so sehr vor der Nase, dass er's nicht leiden kann. Unser Herr Gott schaut eine Weile zu und steckt uns in dieses Spannungsfeld. Damit wir aus Erfahrung lernen, wie das scheinbar veraltete, belanglose und einfältige Wort der Bibel stärker ist als alle Teufel und die *höllischen Pforten. Die Welt kann dagegen ruhig anstürmen, sie soll aber etwas vorfinden, was ihr den Schweiß aus den Poren treibt und dennoch nichts gewinnen. Denn das Wort Gottes ist ein Fels, wie es Christus nennt, der nicht eingenommen werden kann. Daher lasst uns erleiden, was auf uns zukommt. So können wir erfahren, dass Gott uns beistehen, beschützen und behüten will, gegen diesen Feind und seinen Anhang. *Töpfen: Hier auf der Erde ist der Mensch noch unvollkommen und von Schwachheit gezeichnet. Wie ein zerbrechliches Gefäß, in das er das Wort Gottes (im Glauben) aufnimmt. *höllische Pforten: Der Weg in die Verdammnis, die Versuchung vom Glauben abzufallen. Foto: Vitolda Klein
- 11. August - So ist nun nichts Verdammliches in denen, die in Christo Jesus sind.
Römer 8/1 Die *Heiligen müssen sich zwar mit dem Teufel herumschlagen und mit dem Tod prügeln, aber zum Sieg in diesem Kampf ist es das beste, das Lied der Heiligen zu lernen und zu singen. Nämlich sich selbst verleugnen und an die rechte Hand Gottes hängen. So erlebt der Teufel sein blaues Wunder, wenn er *leeres Stroh zum Dreschen findet, nämlich wenn du sagst: Ich will nichts sein, all mein Vermögen soll der Herr sein. Wenn ich das tue, so bin ich ganz rein und ausgeleert von mir selbst und alledem, was mein ist. Und ich kann sagen: Was greifst du mich an, Teufel? Versuchst du gute Werke und meine Selbstgerechtigkeit vor Gott zu kritisieren, obwohl ich doch gar nichts mehr davon habe? Oder versuchst du meine Sünde anzuprangern, obwohl ich auch keine Sünde habe? Hier ist die Macht des Herrn, die magst du verklagen, bis du müde bist. Ich weiß weder von Sünde noch von selbst gemachter Heiligkeit. Nichts, nichts weiß ich, als von Gottes Kraft in mir. Was will der Teufel machen, wo er eine solch leer gefegte Seele findet, die weder auf Sünde noch auf Heiligkeit reagiert. Fällst du aber von diesem Bekenntnis ab, dass er dich in deinen Sünden oder ach so tollen Werken packt und du ihm zusehen und zuhören willst, so soll er dich fertig machen, wie er’s gerne haben will. So sehr, dass du Gott mit seiner rettenden Hand und alles vergisst und verlierst. *Heiligen: Alle wahren Gläubigen. *leeres Stroh: Wenn die Frucht schon geerntet ist und die Halme nichts mehr hergeben. Foto: Callie Morgan
- 10. August - Er gab ihnen Macht über die unsauberen Geister.
Matth. 10/1 Es ist wahr, der Teufel lässt sich jetzt auf diese und dann wieder auf eine ganz andere Art sehen und hören. Aber rufe Gott an und bete; lass Satan danach ruhig herumschleichen oder Lärm machen, so lange er will; du sollst wohl sicher vor ihm sein. Sage es ihm nur getrost ins Gesicht und sprich: Du bist der Teufel und bleibst der Teufel. Ich aber bin ein Christ und habe einen stärkeren Herrn als du bist; darum lass mich zufrieden. Mir ist es oft passiert, dass er nachts laute Geräusche im Haus gemacht hat und mich erschrecken wollte. Aber ich habe mich an meine Berufung gehalten und gesagt: Ich weiß, dass Gott mich in dieses Haus gesetzt hat, damit ich darin der Herr bin. Hast du nun eine stärke Berufung als ich und bist darin Herr, so bleibe hier. Aber ich weiß sehr gut, dass du hier nicht Herr bist; du gehörst an einen anderen Ort, in den Abgrund der Hölle. So bin ich also wieder eingeschlafen und habe ihn böse sein lassen und wusste, dass er mir nichts anhaben konnte. Foto: Stefano Pollio
- 9. August - Durch Christum habt ihr auch gehört das Wort der Wahrheit...
In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung ... Eph. 1/13 Weißt du, diese göttliche Zusicherung seiner *Gnade und die Vergebung der Sünde heißt eigentlich Evangelium. Und ich sage es noch und noch einmal, verstehe Evangelium bloß nicht anderes als die göttliche Zusage seiner Gnade und Vergebung der Sünde. Bisher wurden die Texte des heiligen Paulus nicht richtig verstanden und sie sind auch unmöglich zu verstehen, weil man nicht weiß, was eigentlich Gesetz und was Evangelium heißt. Denn man hält Christum für einen Gesetzesmacher und das Evangelium für die anspruchsvolle Lehre neuer Gesetze. Dies bedeutet aber nichts anderes, als das Evangelium zuzuschließen und alles zu verstecken. Aber das Wort Evangelium ist griechisch und heißt auf Deutsch eine fröhliche Botschaft. Weil darin die heilsame Botschaft des Lebens angeboten wird, durch göttliche Zusage der Gnade und Vergebung der Sünden. Darum gehören zum Evangelio nicht gute Werke (Taten), denn es ist kein Gesetz, sondern braucht allein Glaube. Geht es doch um reine, herrliche Versprechen, das Angebot göttlicher Gnade. Wer nun daran glaubt, der empfängt die Gnade und den Heilgen Geist. Davon wird das Herz dann fröhlich und vergnügt in Gott und hält die Gebote und das Gesetz freiwillig und umsonst. Ohne Furcht vor Strafe und ohne Erwartung von Lohn, denn es hat an der Gnade Gottes satt und genug. Wodurch dem Gesetz Genüge getan ist. *Gnade: Zuwendung und Freispruch ganz unverdient erhalten, ohne die Möglichkeit etwas dafür zu tun oder zu bezahlen. Foto: Zac Durant
- 8. August - Das Zeugnis des Herrn ist gewiss…
Das Zeugnis des HERRN ist gewiss und macht die Unverständigen weise. Ps 19/8 Die Heilige Schrift ist nicht aus der Vernunft des Menschen und seiner Weisheit heraus geschrieben. Die Begabung der Juristen und Dichter kommen aus der Vernunft und kann nur mit der Vernunft verstanden und begriffen werden. Aber die Lehre von Mose und den Propheten kommt nicht aus Vernunft und Weisheit des Menschen. Daher, wer sich anmaßt, Mose und die Propheten mit der Vernunft begreifen und die Schrift beurteilen und überprüfen zu wollen, der verliert das Wort Gottes völlig. Denn wenn die Schrift nicht durch den Heiligen Geist geglaubt und verstanden wird, dann werden Theologen zu Dummköpfen und kluge Leute blind. Oder man nimmt gar Anstoß am Wort Gottes, ärgert sich darüber und bekämpft es. Darum soll es nicht anders sein: Wer die Bibel verstehen und begreifen will, der muss ein Narr werden. Wer aber klug sein und mit seiner Vernunft urteilen will, wie sich alles erklärt und zusammenpasst, der ist verloren. Der bleibt wohl ein ungeeigneter Schüler. Foto: Ben White
- 7. August - Von dem Baum der Erkenntnis..sollst du nicht essen.
aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. Mos 2/17 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben, Joh 6/54 Vom *grünen Holz kam Sünde und Tod, vom *dürren Holz Gerechtigkeit und Leben. Darum lass dir gesagt sein: Iss nicht dort vom grünen Baum, sonst stirbst du. Hier aber vom dürren (Baumstamm) iss oder du bleibst tot. Du willst ja gerne von einem Baum essen und naschen und ich will dir einen vollen zeigen, den du niemals abernten kannst. Aber wie schwer es auch dort im Paradies war, sich von jenem grünen Baum fernzuhalten, so schwer ist es hier und heute, den dürren zu genießen oder von ihm zu essen. Denn dort war der Anblick des Lebens, Lust und Gutes; hier und heute aber haben wir es mit der Gestalt von Tod, Leiden und Trübsal zu tun. Weil der eine Baum grünt und der andere trocken und abstoßend ist, deshalb bleibt es noch tief im Herzen verankert: Der Mensch sucht das Leben, wo der sichere Tod ist und flieht dort vor dem Tod, wo das rettende Leben ist. *grünes Holz: Der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, dessen Frucht den ersten Menschen, Adam und Eva, verboten war zu essen. *dürren Holz: Das Kreuz von Golgatha, an dem Jesus hingerichtet wurde und für alle Menschen das ewige Leben erwarb. Foto: Brienne Hong











