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  • 1. Nov. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Nach dem 1. Buch der Könige ab 16/28 stammt Elija aus Tischbe im Ostjordanland, das zum Nordreich Israel gehörte. Er wird daher als Tischbiter bezeichnet, das heißt, er gehört zu den Israeliten ohne Grundbesitz.

Elia lebte zur Zeit von König Ahab im 9. Jahrhundert v.Chr. Abab war einer der schlimmsten Könige Israels, in dessen Regierungszeit der Götzendienst einen Höhepunkt erreichte. Die Tempelprostitution gehörte dazu, vor allem aber wurde Baal (Herr), der Gott der Kanaaniter verehrt. Insofern war das Volk zwischen der Überlieferung von JHWA, Jachwe, dem Gott ihrer Väter Abraham, Isaak und Jakobs und dem Aberglauben der Heiden um sie herum aufgespalten. Der Aberglaube an die Götterwelt Baals beinhaltet zahlreich Parallelen zum Dreieinen Gott Israels, so wie auch die Bezeichnung für Gott den wahren Gott aber auch den Götzen meinen kann. Erst durch ein genaues Betrachten des einen und des anderen Erscheinungsbildes ergibt sich der Unterschied zwischen Satan und dem wahren Gott. Elia swarf seinem Volk am Berg Karmel vor," auf beiden Beinen zu hinken." Ahab wollte den unbequemen Elia beseitigen, was ihm nicht gelang, weil Gott seinen Propheten in einen mächtigen Dienst berufen hatte. Acht Wundertaten sollte Eli vollbringen, so konnte er es für dreieinhalb Jahre nicht regnen lassen oder aber Feuer (Blitze) vom Himmel herabsenden. In der Regel bezogen sich die Zeichen und Wunder des Elias auf Eigenschaften des Götzen Baal, der aber seine von Menschen zugesprochene Macht gegen Elia nicht beweisen konnte. Auch heute erkennen viele aus den Naturreligionen, dass ihre Götter, ähnlich wie zur Zeit der Baalspriester, gar keine wirklichen Götter sind und keine Macht haben. Elia war es, der Macht vom Gott Israels erhielt. Wir erahren im Buch der Könige, dass neben Elia weitere Propheten, die nicht an Baal glaubten von einem bediensteten gottesfürchtigen Mann am Hof Ahabs versteckt wurden. Elia war also nicht der Einzige, wie er fälschlicherweise behauptete, der an dem einzig wahren Gott festhielt. Diese Sünde eines sonst treuen Gefolgsmann-Gottes wurde später im NT erwähnt. Die Geschichte Elias wurde von Samuel aufgeschrieben und enthält zahlreiche Bezugspunkte zur gesamten Heilsgeschichte über die Jahrtausende. Elia war also unangreifbar und dies erinnert an die zwei Zeugen in der Offenbarung, die ebenfalls dreieinhalb Jahre in der Großen Drangsal in Jerusalem erscheinen und ebenfalls große Wundertaten vollbringen werden.


Am Berg Karmel kam es dann zur entscheidenden Machtprobe zwischen Elia und dem König Ahab. Elia schlug vor, vor der Volksversammlung jeweils einen Opferaltar aufzubauen ohne ihn anzuzünden. Es sollten die Priester Baals durch Anruf ihres Gottes Feuer vom Himmel herbeirufen, um das Brandopfer anzuzünden. Nachdem die Baalspriester vom Morgen bis zum Abend über 9 Stunden zu ihrem Gott geschrien hatten, immer und immer wieder versuchten ihren Gott mit Wiederholungen zu zwingen, sich die Haut ritzten und sich schlugen passierte nichts. Baal war auch der Gott der Naturgewalten und des Berges und doch hatte dieser keine Macht. Daraufhin ließ Elia noch zusätzlich Wasser über sein Opfer gießen und sprach dann ganz unaufgeregt ein kurzes Gebet, ohne sich groß zu wiederholen. Danach sandte Gott einen Blitz vom Himmel, der alles zusammen "aufleckte". Nach diesem eindeutigen Gottesbeweis pries das Volk den wahren Gott Jahwe und hielt die falschen Propheten fest, die fliehen wollten. Am nahen Bach schlachtete Elia dann die 450 Baalspriester. In Richtung Mittelmeer über die Ebene Harmagedon blickend, sah er nun dicke Regenwolken herbeikommen, worauf nach dreieinhalb Jahren es begann zu regnen. Seine Pferde antreibend, wollte Ahab sich im Ort Jesreel vor dem Regen in Sicherheit bringen, doch Gott gab Elia übermenschliche Kraft, der zu Fuß vor seinem König herlief.


In der Folge erfahren wir, wie mächtig die heidnische Frau von Ahab Ilsbel war, die über den Tod ihrer Baalsprieser so wütend war, dass sie jetzt ihrerseits Elia umbringen lassen wollte. Der Prophet war darüber so erschüttert, dass er zum Berg Horeb floh, um sich dort zu verstecken und auszuruhen. Gott begegnete ihm dort auf verschiedenen Art und Weise und versorgte Elia mit Brot und Kuchen. Schließlich wurde Elia in einem feurigen Wagen in den Himmel entrückt, ohne zu sterben. Nicht ohne seinen Nachfolger Elisa zu berufen, der sich doppelt so viele Wundergaben, wie sein Vorgänger, von Gott erbat, und sie auch bekam. Elia ist der einzige Prophet, der nicht umgebracht wurde und nicht eines natürlichen Todes starb. In der Folge gilt "Elia" unter anderem als Wegbereiter des erwarteten Messias. Elia und Mose waren es dann auch, die mit Jesus auf dem Berg der Verklärung zusammentrafen. Bis heute halten orthodoxe Juden traditionell an einem Festtag nach Elia Ausschau, ohne dass er bisher wieder bei ihnen in Erscheinung getreten ist.


Grafik von Schnorr v. Carolsfeld: Elia besteigt den feurigen Wagen, um in den Himmel entrückt zu werden. Elisa beobachtet es.



















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Liebe Verwandte und Beteiligte an der Aufarbeitung der Familiengeschichte,


ich melde mich heute als Ehemann von Christine aus der zweiten Reihe, wenn man von der Erbengemeinschaft der Riegelmann-Kinder mal ausgeht. Gerne nehme ich Anteil an Euren Bemühungen, Licht in eine dunkle Zeit zu bringen, die bis heute Nachwirkungen zeigt. In diesem Zusammenhang finde ich Euer Engagement beispielhaft. Dies im Hinblick auf die Nachfahren der jüdischen Teilhaber und auch für Euch selbst und unsere Kinder. Insbesondere im Hinblick auf das Ohlerich-Erbe, von dem auch wir als Familie profitiert haben. Die folgenden Stichpunkte erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit, noch stehen sie für eine wissenschaftliche Aufarbeitung, die hieb- und stichfest sein soll. Insofern bin ich für Ergänzungen dankbar und stehe für einen Dialog zur Verfügung.


Die Stolpersteinverlegung in Schwerin ist nun einige Zeit her und wir haben wohl alle gespürt, dass hier ein Unrecht der besonderen Art geschehen ist. Nicht genug, dass Einzelpersonen und jüdische Familien durch die Nazis und später durch die Sozialisten der DDR, schwer beschädigt und zugrunde gerichtet wurden, nein es geht um weit mehr. Die Geschehnisse zwischen 1933 und 1989 haben eine Bedeutung auch für unser heutiges Leben, die kaum zu überschätzen ist, auch im Hinblick auf die Geschichte der Juden und Israel. Hier geht es nicht nur um Einzelschicksale sondern um ethische und moralische Fragen, die ganze Völker betreffen und bis heute in Bewegung halten. Vom wachsenden Judenhass auf europäischen Straßen bis zum Nahen Osten, wo Israel immer wieder zum Brennpunkt für die ganze Welt wird. Bis heute holt uns die eigene Vergangenheit auf verwirrende Art und Weise ein. Worum es mir dabei geht ist, den Blick, ausgehend von tragischen Einzelschicksalen einer Erinnerungskultur seit 1945, auf das Jetzt und Heute zu erweitern. Verbunden mit der Frage, wie wir, die Nachfahren des Dritten Reiches und der DDR, mit dem Thema der Judenverfolgung und Israel umgehen und wovon wir uns dabei leiten lassen. Das Schicksal der Juden in Europa und in der Diaspora ist nicht vom Land Israel zu trennen. Genauso wenig, wie man von Deutschen sprechen könnte, ohne an das Staatsgebiet zwischen Rhein und Elbe zu denken. Zumindest wurden amerikanische Überlegungen nach dem Zweiten Weltkrieg, Deutschland aufzulösen und unter den Siegermächten zu verteilen, nicht weiter verfolgt. Wie viel weniger trifft eine geschichtliche Schuld das Volk der Juden?


Mir ist bewusst, dass es hierbei um einen ungewohnten Schwenk von einer rückwärtsgewandten Erinnerungskultur in die Gegenwart geht. Mehr als ungewohnt, weil all die gesellschaftlichen Bemühungen, die man sonst im Bewusstsein verankert hat, auf die Toten gerichtet sind, weniger aber auf die Lebenden. Jene Nachfahren jüdischer Familien, die einst in diesem Land lebten und die hier oder anderswo in der Welt ihr Zuhause fanden. Selten hier in Deutschland, denn wie die jüngste Geschichte zeigt, hat sich der Judenhass nie wirklich in eine Freundschaft gegenüber jüdischen Mitbürgern verwandelt. Warum nicht? Die Gründe dafür verbergen sich meiner Ansicht nach in der Geschichte des jüdischen Volkes und dem, was der Name Israel bedeutet: Gott kämpft.



Bei aller Dankbarkeit denen gegenüber, die zur Aufklärung jüdischer Vergangenheit beitragen, bleibt immer auch der Eindruck, dass Medien und Politik dazu neigen, sich ihrer historischen Mitverantwortung zu entledigen, indem man nur einzelne Akteure der Nazizeit auf die Anklagebank setzt. So liegt es dann auch nahe, dass man heute zwar über die Verfolgung von Juden in unserem Lande Tränen gießt, aber gleichzeitig Israel als einzige Heimat für Juden auf dieser Welt verurteilt oder zumindest kritisiert. Und dies mit einem Eifer, als wenn das Land im Nahen Osten ein Bundesland der BRD wäre. Dass schon Hitler einen jüdischen Staat verhindern wollte, und eine entsprechende Vereinbarung mit dem Großmufti von Jerusalem in den 30er Jahren anstrebte, gehört zu den zahlreichen Fakten um das Existenzrecht der Juden, die seit 1948 aus dem Blickfeld gerückt werden. Hier eine Auswahl:


  • Hitler ging es nicht nur um die Entrechtung der Juden in Europa, sondern um die Ausrottung dieses Volkes weltweit.* Die Einzelschicksale der Stolpersteine verweisen auf einen riesigen Berg von Schuld, die die Nationen der Welt seit der Vertreibung der Juden aus ihrem angestammten Land angesammelt haben. Wir in Deutschland tragen daran unseren Teil.

  • Unter dem Schock des Holocaust gab es 1948 eine Mehrheit im Völkerbund für die Schaffung eines eigenständigen jüdischen Staates, worauf der erste Ministerpräsident Ben Gurion den unabhängigen Staat Israel ausrief.

  • Schon im Vorfeld kündigten einige arabische Staaten an, dass sie diese Entscheidung des Völkerbundes nicht akzeptieren würden. Ihr Ziel war und ist, die totale Ausrottung aller Juden.*

  • Seither gibt es in der Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, der UNO, etliche Mitglieder, die als Ziel die Vernichtung eines anderen Mitgliedes (Israel) der UNO haben. Daher waren und sind alle Friedensverträge für den Nahostkonflikt Makulatur, wie sich auch bisher immer wieder herausgestellt hat.

  • Kurz nach der Staatsgründung Israels griffen neun Armeen von allen Seiten den Staat Israel an, um ihn zu vernichten. Trotz aller Überlegenheit gelang es Israel, die Angreifer zurückzuschlagen und Gebietsgewinne zu erlangen.* In den folgenden Jahrzehnten folgten immer wieder weitere Kriege, die stets mit Gebietsgewinn für Israel endeten. Israel war aber immer auch bereit, Gebiete zurückzugeben. So gegenüber dem Libanon oder dem Gazastreifen. In der Regel wurde dies mit Unterstützung vom Iran und anderen Ländern dazu benutzt, neue Angriffe auf Israel vorzubereiten. So auch der Terrorangriff vom 6. Oktober 2023 der u.a. mit Unterstützung von "Hilfswerken" der UNO stattfand. Wie sich herausstellte, nutzte die Hamas internationale Hilfen dazu, ein Tunnelsystem gigantischen Ausmaßes zu bauen, um einen Vernichtungsschlag gegen Israel vorzubereiten. Gleichzeitig wurde der Gazastreifen von Israel mit Energie und anderen Hilfen unterstützt.

  • Unverhohlen bekannte sich der Führer der Hamas im Iran nach dem 6. Oktober dazu, das eigene Volk im Gazastreifen opfern zu wollen, um den Hass gegen Israel* zu schüren. Nicht von ungefähr nutzen Hamas und Hisbollah Wohngebäude der eigenen Bevölkerung dazu, um Raketenangriffe auf israelisches Gebiet zu lenken. Der historische Hass auf Juden gilt unter vielen Moslems als Glaubensbekenntnis. Dabei ist es unerheblich, ob dies im Orient oder in Europa stattfindet. Mehr noch, das Töten von Juden (und "Ungläubigen" überhaupt) gilt unter radikalen Moslems als sichere Fahrkarte ins Himmelreich. * Wie auch die Anschläge vom 11. September gezeigt haben.

  • Der Tempelberg in Jerusalem* wurde im Jahr 1967 von israelischen Fallschirmjägern erobert, aber in der Folge in arabische Verwaltung (von Jordanien) gegeben. Der Tempelberg galt aber seither als annektiert und gehörte zum Staatsgebiet Israels. Berichte, es gäbe "ein Status quo" der es den Juden verbiete, auf dem Tempelberg in Erscheinung zu treten, verschleiern die eigentlichen Hoheitsrechte an einer der geschichtlich am meisten umkämpften Kultstätte der Welt.*


Geschichtlicher Rückblick in die Zeit vor 1945.

  • Der jüdische Staat endete nach dem zweiten Vernichtungsfeldzug gegen die Juden im Jahr 135n.Chr. Der Nahe Osten sollte nach dem Willen des Römischen Kaiser Hadrian "judenrein" werden.* Dazu gehörte die Umbenennung zahlreicher Namen, so auch Israels in Philistäa, aus dem später Palästina wurde. Man überlegte, was die größten Feinde Israels waren und kam auf die Philister. Denen war jetzt das Land der Juden gewidmet.

  • Wenn man einmal von den Kreuzzügen und den Eroberungen der Moslems in den folgenden Jahrhunderten absieht, blieb das Land "Palästina" öde und leer, entvölkert, ein trauriger Fleck Erde. Siehe die Reisebeschreibung von Mark Twain aus dem jahr 1867: Er schrieb von einem „desolaten Land“, das er als eine „stille, traurige Weite“ erlebte, „eine Wüste“. Mark Twain schrieb (Wir sahen) „nie einen Menschen auf der ganzen Strecke“, … „Kaum ein Baum oder Strauch“. („… A desolate country whose soil is rich enough, but is given over wholly to weeds… a silent mournful expanse… a desolation… we never saw a human being on the whole route… hardly a tree or shrub anywhere. Even the olive tree and the cactus, those fast friends of a worthless soil, had almost deserted the country.”, aus „Innocents Abroad“, )

  • Im Jahr 1882 kam es zu einer ersten Einwanderungswelle* jüdischer Auswanderer aus Russland. Es folgten mehrere Schübe, bis es nach dem 2. Weltkrieg zur massenhaften Einwanderung aus aller Welt kam.

  • Vor dem Hintergrund, dass ein Jude den Briten im Ersten Weltkrieg entscheidende Technik verschaffte, um den Krieg gegen Deutschland zu gewinnen, kam es zur sogenannten Balfour-Erklärung. In Ihr drückt England den Juden seine Dankbarkeit aus und verspricht, den Juden zum eignen Staat im Nahen Ost zu verhelfen.

  • Nach der Vertreibung der Türken aus dem Nahen Osten erhielten die Briten die Mandatsverwaltung auch für das ehemalige Staatsgebiet Israel.

  • Entgegen ihrer Zusage gestand das Empire den Juden nur 1⁄3 ihres ehemaligen Staatsgebiets von Israel vor 135 n.Chr. zu. Zweidrittel sollten den protestierenden Arabern gehören, somit heißt der erste Palästinenserstaat Jordanien. Nach einer erneuten Beschneidung durch den Mandatsträger, blieben den Juden 1948 lediglich etwa 12% ihres ehemaligen Staatsgebiets, das bis 135 n.Chr unter römischer Besatzung noch bestand.

  • In dem britischen Verwaltungsgebiet ab 1921, genannt Palästina, siedeten sich neben Arabern auch Juden, Deutsche und andere Nationen an. Der Begriff "Palästinenser" kam erst mit der 68-Bewegung in Europa auf und unterstellte, dass es bei Palästina um ein rein arabisches Siedlungsgebiet ginge.

  • Bis heute reklamiert die Mehrheit der Islamstaaten den Tempelberg in Jerusalem und das verbleibende Staatsgebiet Israels für sich, obwohl ihre eigenen Staatsgebiete etwa 500-mal größer sind als das Gebiet Israels.

  • Immer wieder gelang es dem israelischen Staat Juden aus Spannungsgebieten wie Irak und Äthiopien auszufliegen, um sie vor einem Genozid zu retten.*

  • Aus 150 Ländern, sei es aus China oder Indien, kehren Juden nach Israel zurück*. Juden sind das einzige Volk, das sich nach über 2000 Jahre Vertreibung nicht in anderen Kulturen aufgelöst hat, um nun nach Israel zurückzukehren.

  • Die Einwanderung der Juden führte dazu, dass das Land anfing zu blühen und mehr und mehr Früchte trug. Angesichts dessen, dass die meisten Nobelpreisträger Juden sind, setzte sich der wissenschaftliche Segen auch hier fort. Es sollte nicht lange dauern, bis die ganze Welt durch Agrarprodukte aus Israel versort wurde.*

  • Zahlreiche Araber ernährten ihre Familien dadurch, dass sie auf dem Staatsgebiet Israels Arbeit fanden. Durch Terror und Krieg sah sich Israel gezwungen, viele dieser arabisch/palästinensischen Arbeitskräfte auszuweisen.

  • Neben den oben genannten Überfällen arabischer Nachbarstaaten auf Israel* waren es auch grausame Selbstmordanschläge in Bussen und öffentlichen Plätzen in Israel, die die Spannungen zwischen Juden und Arabern am Köcheln hielten.

  • Bis heute gibt es eine internationale Front, vornehmlich arabischer, aber auch anderer Länder, die die Machthaber des Gazastreifen, die Hamas ( eine extremistische, fundamentalistisch-islamische Terror-Organisation) im Krieg gegen Israel unterstützt. Leider gehört auch Deutschland dazu.


Wer die jüngsten Auseinandersetzungen in und um Israel verfolgt, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Während deutsche Medien in der Regel eine israelkritische, einseitige Sicht vermitteln, wobei viele Meldungen unter den Tisch, die Israel in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Während Israel sich immer wieder um ein friedliches Miteinander mit den Arabern bemühte, sie medizinisch und mit Gütern versorgte, war es vor allem der Einfluss durch ausländische Scharfmacher, wie von Irak und Iran, die Hass schürten und mit viel Geld ein weltweites Zerrbild des Judenstaats verbreiteten.


*Ergänzend hierzu gibt zahlreiche Fakten, die sich aus der jüdischen Geschichte, die mit Abraham vor 4000 Jahren begann, ableiten lassen. Hinzu kommen außerbiblische/zeitgenössische Quellen, die die oben genannten Stichpunkte weiter ergänzen.


Vor allem in den deutschsprachigen Medien findet, nebst der erwähnten meist einseitigen Sicht, in der Regel eine sehr enge Betrachtung auf das Tagesgeschehen statt. Daher abschließend ein paar Fragen, die in der Regel kaum oder selten gestellt werden.



  1. Warum hat sich das Judentum über zweitausend Jahre in der Diaspora behauptet, obwohl es an vielen Orten der Welt durch Pogrome und Ausgrenzung verfolgt und gemordet wurde?

  2. Warum sind Nationen, in denen das Judentum massiv verfolgt wurde, irgendwann untergegangen, siehe das Zarenreich die Sowjetunion, Hitlerdeutschland, der Irak. Entgegen den USA, wo das Judentum ein zweites Zuhause gefunden hat und über Jahrhunderte ein beispiellosen Wohlstand stattfand?

  3. Warum sind die meisten Nobelpreisträger, aber auch viele Künstler jüdischer Abstammung?

  4. Warum geraten Moslems auch in Europa immer wieder in Ekstase, wenn es darum geht, Israel zu hassen und zu vernichten?

  5. Warum gelingt es den islamischen Nachbarn trotz gewaltiger Überlegenheit und massivem Militäreinsatz seit 1948 nicht, Israel auszulöschen?

  6. Warum gibt es in weiten Bereichen des Nahen Ostens nur öde Landschaften, während in Israel die Wüste aufblüht und Erträge für die ganze Welt eingebracht werden?

  7. Warum sind bisher alle gefeierten Friedensbemühungen zwischen Juden und Moslems im Nahen Osten gescheitert?

  8. Warum stand ein israelkritischer Westen sofort nach dem 6. Oktober 2023 an der Seite Israels, als es darum ging, weiterreichende Angriff auf das Land zu verhindern? Massiv wurde dem Iran als Drahtzieher der Terrorangriffe gedroht, sich weiter einzumischen.

  9. Warum findet Israel, trotz seiner zahlreichen Erfolge, keinen Frieden mit seinen Nachbarn und im eigenen Land?

  10. Warum ließen sich die Juden im Holocaust bereitwillig in den Tod treiben, während sie nun als eines der kleinsten Länder (auf der Fläche von Hessen) eine unbezwingbare Macht darstellen und sich gegen ihre Feinde behaupten?

  11. Warum konnten Juden und Araber nach 1948 immer wieder friedlich miteinander zusammenleben?

  12. Warum gibt es eine weltweite Front gegen Israel, verbunden mit einer Aufmerksamkeit, die sonst keinem anderen Land dieser Größe ( 6,5 Million Einwohner) zukommt?

  13. Warum verursacht der Dauerbeschuss Israels kaum zivile Opfer, oftmals trifft es ausgerechnet Araber. Wogegen die Angriffe der israelischen Armee und des Geheimdienstes in Iran und im Libanon sehr effektiv sind.

  14. Warum findet in der deutschen Medienlandschaft kaum eine kritische Auseinandersetzung mit der Hamas auf dem Gazastreifen und dem moslemischen Einfluss in Europa statt? So sehr, dass unter anderem die eigene Produktion (von Arte, WDR..) "Auserwählt und ausgegrenzt" zunächst nicht gezeigt werden sollte? Es war dann die Bildzeitung, die der Produktion dann zur Veröffentlichung verhalf.

  15. Warum hat sich ein Hilfswerk der Vereinten Nationen an der Vorbereitung des Terrorangriffs vom 6. Oktober auf Israel beteiligt? Verbunden mit der Frage, warum auch deutsche Entwicklungshilfe in die Vorbereitung dieses Überfalls geflossen ist? Aktuell: Warum kommt die UNIFIL der Friedensresolution im Libanon nicht nach und horte Waffen gegen Israel in ihrem Lager in Ramja?

  16. Warum erhält das Palästinensergebiet auf dem Gazastreifen weltweit die meiste Entwicklungshilfe, wenn doch bei der Bevölkerung kaum etwas davon ankommt?


  • 22. Sept. 2024
  • 5 Min. Lesezeit

Luther heute?

Wer sich in dieser Zeit auf den Christlichen Wegweiser für jeden Tag einlässt, wird sicherlich bald merken, dass die Luther-Kommentare wie ein Gegenentwurf zur Christenheit von heute wirken. Hier das Schleifen, Feilen und Veredeln im rauen Wind der Reformation, der ständigen Erneuerung durch Christus den Herrn, dort eine Innerlichkeit, die alles schon überwunden hat, was die Bibel mit Leid, Buße und Nachfolge verbindet und sich hauptsächlich von angenehmen Gefühlen leiten lässt. Mit der Rückbesinnung auf das Wort Gottes verband Luther eine Überlebensstrategie, um nicht dem Teufel, der Welt und einer falschen Kirche zum Opfer zu fallen. Seine Ermahnungen trafen eine Welt, die nach einem geistlichen Neuaufbruch hungerte, im 16. Jahrhundert umgeben von Leid und Sterben. Und heute? Sollten wir es hinnehmen, wenn Wohlstand und Medien diese wichtige Grunderfahrung der ersten Christenheit verdrängen? Bei aufmerksamer Betrachtung der Luther-Kommentare stellt sich bald heraus, dass seit der Reformation gar nicht so viel geändert hat. Zumindest hat sich die „Welt“in ihrem Denken und Handeln kaum verändert. Die gleichen Bedürfnisse, die gleichen Begierden und Sehnsüchte treiben Menschen heute wie damals um. Mit einem entscheidenden Unterschied: Während damals der gute Kampf des Glaubens und die Errettung des Menschen von Sünde, Hölle, Tod und Teufel noch ein gesellschaftliches Thema war, innerhalb und außerhalb von Kirche, ist der Glaube heute zu einer Art Freizeitbeschäftigung geworden.

Eine Frömmigkeit, die vor allem Gefühle in den Mittelpunkt stellt, unfähig aber die eigene Sünde und Erlösungsbedürftigkeit wahrzunehmen. Ja, man scheint sich obendrein mit Emojis und Likes zu wappnen, um die geistliche Armut zu verbergen. Das verbreitete Bibelwissen befindet sich auf einem Tiefstand, wie es ihn seit der Reformation nicht gegeben hat.


Nicht so war es in der Urgemeinde als alles anfing mit der Christenheit vor 2000 Jahren. Man kam im Abendmahl zusammen, beichtete seine Nöte und Sünden und war in echter Nächstenliebe immer erst bereit zu dienen als sich dienen zu lassen. Eine Frage der Zeit und vorhandenen Fähigkeiten? Wohl kaum, denn Gott selbst schafft Zeit, Raum und Begabungen, um aneinander als Brüder und Schwestern zu wachsen. Der Christliche Wegweiser Luthers will eine eingeschlafene Christenheit aufwecken, so wie es im Gleichnis von den 10 Jungfrauen behandelt wird. Er will die Aufmerksamkeit auf den Heiligen Geist lenken, der die Gläubigen bei wachem Verstand im Wort Gottes vorantreiben will. Es geht ihm um einen lebendigen Glauben, der sich nicht an Menschen und Zeitgeist orientiert, sondern am Wort Gottes, der Gnade und Jesus Christus. Wenn der Apostel Petrus davon spricht, dass der Teufel wie ein brüllender Löwe umhergeht und jeden sucht, den er verschlingen kann, dann hat Luther in seiner Lehre eine wirksame Waffe, die gerade für das 21. Jahrhundert hochwirksam zu sein verspricht. Es geht um Aufmerksam gegen den Verführer Satan, eine gottlose Welt und die Trägheit des eigenen Fleisches, nicht mehr und nicht weniger. Grund genug, sich die tägliche Viertelstunde zu gönnen, um gewappnet in den Tag zu gehen. Es lohnt sich!


Vorwort/Einleistung

Luther in die heutige Zeit übertragen bedeutet vor allem, den Glauben und die Denkweise des Reformators nachzuvollziehen, ja ein Stück weit zu verinnerlichen. Drei Dinge stehen bei Luther im Mittelpunkt: Die Auseinandersetzung mit der eigenen Befindlichkeit, das Störfeuer Satans und die Verführungen einer gottlosen Welt. Insofern hat sich seit 500 Jahren nicht allzu viel für die Christenheit geändert, wenn man einmal davon absieht, dass der Glaube heute eine weit geringe Bedeutung spielt, als noch im 16. Jahrhundert. Und doch war schon damals die Rede vom „Kleinen Häuflein“ den Getreuen, die der Schrift, dem Glauben und Jesus Christus die Treue halten.


Der Christiliche Wegweiser nimmt sich pro Tag einen Bibelvers vor, den der Reformator kommentiert und in einen praktischen Bezug zum alltäglichen Leben setzt. Auf die endzeitlichen Zeichen und Wunder, wie sie bei Daniel, Hesekiel, Jesaja und der Offenbarung eine wesentliche Rolle spielen, verstand sich Luther so gut wie gar nicht. Der Grund mag darin liegen, dass diese Prophetien in der Reformation um das Jahr 1517 kaum im Vordergrund standen. Man war darauf bedacht, zu den Ursprüngen des christlichen Glaubens der Urgemeinde zurückzufinden. Angesicht einer katholischen Kirche, die dem Volk das Wort Gottes vorenthielt, eine herausfordernde und erschöpfende Aufgabe.


Heute stehen Bibeln zwar allerorts zur Verfügung, aber das Interesse drin zu studieren und sich um das eigene Seelenheil zu sorgen, trifft landesweit auf eine verschwindende Minderheit. Wenn die Reformationsbewegung noch begieriges Interesse am Wort Gottes verursachte, nebst enormen gesellschaftlichen Umwälzungen, dann haben wir es heute vor allem mit Überdruss zu tun. Eine Glaubensmüdigkeit, die Martin Buber, der jüdische Religionsphilosoph, mit „Gottesfinsternis“ beschrieb. Gleich einem Volk, das in Finsternis wandelt und den Abgrund vor sich gar nicht wahrnehmen kann und will. Gott scheint sich aus dem Mutterland des Evangeliums Europa verabschiedet zu haben. Die Lichter in den örtlichen Gemeinden haben ihren hellen Schein verloren, glimmen nur noch oder sind unter dem Einfluss des Zeitgeistes bereits erloschen.


So stellt der Christliche Wegweiser heute vor allem ein geistliches Überlebenstraining für eine kleine Minderheit dar, gleichbedeutend mit der Frage an den geneigten Leser, die geneigte Leserin: bin ich mir dessen bewusst?


Kirche und Glaube waren in ihrer 2000-jährigen Geschichte immer wieder durch Irrlehren und staatliche Einflüsse angegriffen worden, doch nie zuvor hatte sich die Gemeinde Christi von Innern zerlegt, wie es heute in allen Konfessionen zu beobachten ist. Von der katholischen Kirche, über die Protestanten bis in die Freikirchen hinein entwickeln sich Richtungskämpfe, die mehr und mehr die Grundfesten des christlichen Glaubens zerstören.


Der lutherische Wegweiser nimmt sich herbei wie die Gebrauchsanleitung eines Rettungsbootes aus, dessen Sprache kaum jemand mehr versteht. In der Tat galt es, die umfangreichen Bezüge und Bilder des Christlichen Wegweisers sprachlich zu „reformieren“, um überhaupt noch verstanden zu werden. Immer unter der Voraussetzung, dass möglich viel von der Gebrauchsanweisung für ein geistliches Überleben erhalten und verständlich bleibt. Eine Herausforderung, die auch eine gewisse Selbstverleugnung und Leidensbereitschaft erforderlich macht. Unter dieser Voraussetzung wird dieses Büchlein zu Trost und Ermutigung. Gleich einem Navigationssystem in einer von Sachgassen, Einbahnstraßen und Umleitungen durchsetzten Großstadt stellt der Christliche Wegweiser für jeden Tag eine unschätzbare Orientierung dar. In einer Zeit unzähliger Möglichkeiten falsch abzubiegen, sei es in Familie, Freundschaft, in Gesellschaft oder Beruf, brauchen Christen eine Orientierung, wie sie sich über Jahrhunderte bewährt hat.


Dies erkannte Helmut Korinth, als er im Herbst 1980 die Texte Luthers in einer Auflage von 15.000 Exemplaren herausgab; es folgten weitere 200.000 Drucke, die oftmals frei verteilt wurden. Der Autor bezog sich auf eine Sammlung des lutherischen Pastors Schinmeier, erstmalig als „Schatzkästlein“ im Jahr 1738 herausgegeben. Korinth hatte die originale Luthersprache, wie sie noch in der unreviderten Ausgabe des Schatzkästleins vorhanden war, beibehalten. Eine Sprache, die im 20. Jahrhundert nicht mehr für die breite Masse zugänglich war. Begrifflichkeit, Bildsprache und der oft ziemlich verschachtelter Satzbau machen es für heutige Lesegewohnheiten schwierig zu wissen, wovon überhaupt noch die Rede ist. Es brauchte also einige Jahre, um den Texten Luthers auf die Spur zu kommen und den Sinn für ein heutiges Verständnis zu ergründen. Hinzu kam, dass auch die Übersetzung aus der unrevidierten Lutherbibel nicht immer verwendet werden konnte. Neuere Fassungen, aber auch die Elberfelder mussten helfen, die Bibelverse verständlicher darzustellen. Wie weit war es notwendig, sich von der Urfassung aus dem Jahr 1738 zu entfernen, um zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch verstanden zu werden? In Anbetracht zunehmender Bildungsarmut unter den nachwachsenden Generationen vielleicht ein Wettlauf zwischen Hase und Igel. Dem Trend folgend, stünde am Ende eine Comicausgabe, wie sie ja schon als Bibelausgabe angeboten wird. Das Evangelium als Unterhaltungsliteratur? Auch davor mag der lutherische Wegweiser schützen, setzt er doch vor allem Nachfolge und Leidensbereitschaft voraus.



Axel Nickolaus


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