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  • Vier Wege zum Glauben - Teil III

    Durch die Offenbarung der Schrift, das geschriebene Wort Gottes, die Prophetie und mächtige Zeichen. Obwohl Gott vielfältige Möglichkeiten hat, einen Menschen zu erleuchten und zum Glauben zu führen, geschieht es vor allem durch Sein Wort, wie es die Propheten, Evangelisten und Apostel aufgeschrieben haben. Die Heilige Schrift wurde, inspiriert vom Geist Gottes, von Menschen aufgeschrieben. Schon im alten Judentum gab es klare Merkmale, an denen man die Handschrift Gottes erkannte. Wer vorgab im Auftrage Gottes dem Volk oder dem jeweiligen Herrscher eine Botschaft Jahwes  bringen zu wollen, musste seine Autorität unter Beweis stellen. Dies geschah auf zweierlei Art und Weise: Der Prophet tat mächtige Wunderzeichen, wie beispielsweise Elia, der den Himmel verschloss, sodass es dreieinhalb Jahre nicht in Israel regnete. Ein anderes Zeichen war, dass er Feuer vom Himmel fallen lassen konnte. Solche mächtigen Wunderzeichen gab es seit der Befreiung des jüdischen Volkes aus Ägypten im Jahre 1440 v.Chr. Stets ging es an entscheidenden Stellen der Heilsgeschichte darum, die Macht und Herrlichkeit Gottes zu demonstrieren. Zuletzt durch die Wunderzeichen, die die Apostel zur Gründung der Gemeinde im ersten Jahrhundert n.Ch r. taten. Damals ging es darum, dass das Evangelium sich möglichst schnell verbreitete, lauffeuerartig von Mund zu Mund in der antiken Welt. Danach traten in der Geschichte der Christenheit Wunderzeichen wie Krankenheilungen, Totenerweckung oder die Fähigkeit sofort in fremden Sprachen akzentfrei reden zu können (Zungenrede), in den Hintergrund; sieht man einmal von dem Wunder ab, wenn sich auch nur ein einziger Mensch bekehrt und sein Leben Jesus anvertraut. Die von Gott gesandten Propheten, sagten Ereignisse voraus, die in der Zukunft tatsächlich eintraten. Wie beispielsweise Hesekiel, der zu seiner Zeit die Zerstörung Jerusalems und die Wegführung der Juden nach Babylon vorhersah. Während man solche Propheten zu ihren Lebzeiten oftmals verfolgte und wegen ihrer unbequemen Botschaften umbrachte, wurden sie von folgenden Generationen als Propheten wiederum (posthum) anerkannt. Wichtigstes Kriterium dabei war, dass jede ihrer Prophetien ausnahmslos genau so in Erfüllung gegangen sein mussten. Eine einzige Fehlansage disqualifizierte einen selbst ernannten Gottesmann als falschen Propheten und er war zu töten. Dabei waren die Rabbiner und Schriftgelehrten des jüdischen Volkes sich bewusst, dass es auch Vorhersagen gab, die weiter in die Zukunft reichten und erst von nachfolgenden Maskilim  (die Einsichtigen, Verständigen) erkannt werden konnten. Erfüllte Prophetie, das Siegel Gottes. Die Bibel verfügt über sechstausend Prophetien, von denen bisher über 3000 nachweislich in Erfüllung gegangen sind. Die Voraussetzung um zukünftige Prophetien zu erkennen und zuordnen zu können ist, dass man sich die erfüllten Prophetien vor Augen führt und bewusst macht. Erfüllte Prophetien sind wie Wettervorhersagen, deren Wert man dann erkennt, wenn das Wetter entsprechend eingetreten ist. Prophetien beschäftigen sich nicht nur mit dem Schicksal des jüdischen Volkes, sondern schließen die gesamte Menschheitsgeschichte seit der Vertreibung aus dem Paradies bis ans Ende aller Zeiten ein. Ein weiter Bogen über mindestens 7000 Jahren tut sich hier auf. Heute sollen die Propheten des Alten Testaments und vor allem das  Buch der Offenbarung Jesus Christi  Mut machen und Freude auf die Wiederkunft des Sohnes Gottes in Macht und Herrlichkeit  hier auf der Erde wecken. Leider ist dieser hoffnungsvolle Glaube in den Wohlstandsnationen nur bei sehr wenigen Christen anzutreffen. So zeugt es für die Hoffnungslosigkeit vieler Kirchen, wenn das Thema der Prophetie und die Wiederkunft Jesu kaum in Predigten und Seminaren vorkommt. Aber auch dies ist ein Stück erfüllter Prophetie, die diesen geistlichen Zustand für die Endzeit vorhergesagt hat. Stichwort ist hier die zunehmende Gottlosigkeit (Kirchensterben) und die Pervertierung der Schöpfungsordnung durch lebensverachtende Gesetze und Ideologien weltweit. Das angekündigte Ende ist demnach nahe. Christen sollten die Zeichen erkennen, richtig verstehen und das Herz an keine weltliche Hoffnung hängen. Das Ende kündigt sich an, so wie es in der Bibel vorhergesagt wurde; für die einen zur ewigen Glückseligkeit und für die anderen der Beginn ewiger Qual. Die Frage, ob man sich in der einen oder anderen Gruppe wiederfindet, ist vor allem von einer persönlichen Entscheidung abhängig. Das Wort Gottes geht von der Mündigkeit des Menschen aus, von der Freiheit sich gegen Gott und Sein Heilsangebot zu entscheiden oder das Angebot der Gnade anzunehmen und gerettet zu werden. Die irdische Welt als Spiegelbild der geistlichen Welt Zu dem, was auf der Erde passiert, gibt es ein entsprechendes Spiegelbild im Himmel. Die unsichtbare Himmelswelt mit dem Thron Gottes, Seiner Engelschar und dem zukünftigen Wohnort der Heiligen  befindet sich in im Austausch mit den Vorgängen auf der Erde. Die himmlische Welt Gottes ist nicht Teil der Schöpfung, sondern ein ewiges Reich, das sich außerhalb des Universums befindet. Wenn auf der Erde Mächte aufeinanderprallen, Kriege stattfinden, Israel in Bedrängnis gerät, Naturkatastrophen und Seuchen stattfinden, dann geschieht dies nicht ohne den Willen Gottes. Das Machtspiel der Nationen wird gelenkt von Gott selbst, der HERR der Heerscharen genannt wird, also auch HERR über die Armeen der Welt ist. So benutzt Gott Völker und Nationen beispielsweise dazu, um Sein Volk Israel zu  richten , wenn es vom Glauben abfällt, anderen Göttern dient , in Unzucht  verfällt und Grausamkeiten vollbringt. Schließlich richtet Gott wiederum die Feinde Israels, wenn sie aus ihrer eigenen Bosheit (Judenhass) Israel angegriffen haben, bis heute und in Zukunft. Um es noch einmal auf den Punkt zu bringen: Der HERR der Heerscharen, der Erschaffer des Universums straft die Völker und Regierungen dieser Welt, um ihre Untreue und Bosheit zu bestrafen, aber auch um am Ende aus ihnen eine unübersehbare Schar an Menschen aus den Nationen  zu erretten. Jerusalem fällt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Wie schon oben erwähnt, spricht die Bibel von einem himmlischen Tempel, dem Gegenstück zum Tempel zu Jerusalem, der als himmlisches Original ungleich größer und prächtiger ist. Ferner erfahren wir in der Heiligen Schrift unzählige Begebenheiten, die die Wechselbeziehung zwischen Himmel und Erde beschreiben. Beispielsweise wenn Propheten wie Hesekiel, Johannes oder Paulus von Gott in den Himmel heraufgeholt wurden, um ihnen die Zukunft und Gottes Herrlichkeit  zu zeigen. Die Wechselbeziehung zwischen Himmel und Erde zeigt sich auch an anderen Stellen. So spricht der Apostel Paulus davon, dass die Engel lange Hälse machen , um das Wirken Gottes in der Gemeinde zu beobachten. Das Wunderwerk Gottes, die christliche Kirche, war im Alten Testament noch ein geheimes Projekt, das bis Pfingsten im Jahr 32 n.Chr. kein Prophet erahnen konnte, auch die Engel im Himmel wussten nichts von Gottes Plan. Nun, aber ist die Neugier groß, wenn die Erlösten der Gemeinde zum Schauspiel für die unsichtbare Welt werden. Jede Bekehrung, der hingebungsvolle Dienst im Reich Gottes auf Erden, der Märtyrertod im Glauben an Jesus Christus wird in der unsichtbaren Welt mit großem Staunen bedacht. Handelt es sich doch auf der Erde um Geschöpfe, die längst nicht so viel Erkenntnis und Macht haben wie die Engelswelt. Menschen, die allein aufgrund der Schrift glauben und sich vom Heiligen Geist antreiben lassen, ohne jemals auch nur einen Engel oder gar Gott selbst in Person zu Gesicht bekommen zu haben. Erlöste , die allein auf die Zusagen der Bibel, auf die Gnade Gottes bauen. Kinder Gottes , die bereit sind zu leiden und sich lieber in Stücke reißen lassen, als vom Glauben abzulassen. Alles in der festen Erwartung, aus dem Jammertal irdischen Dasein hier auf der Erde einmal in die himmlische Herrlichkeit emporgehoben zu werden. Die Rede ist hier von der wahrhaft Bekehrten, den Erlösten, nicht aber von den Scheinbekehrten, den sogenannten Namenschristen. Mit seiner Bekehrung wendet sich ein Mensch vom Tod ins Leben, ein Mann oder eine Frauen werden der Schrift nach eine neue Schöpfung . Christus gleich dazu berufen, einmal von den Toten aufzuerstehen und einen u nverweslichen, ewigen Körper anzunehmen. Heute hat sich die Frohe Botschaft um die Erde verbreitet, alle Nationen sind mit dem Evangelium erreicht. Die elektronischen Medien machen es möglich, dass sich Berichte von Heilungen und Bekehrungen über YouTube massenhaft verbreiten. Der Auftrag der Weltmission Jesu Christi ist nach 2000 Jahren abgeschlossen. Nun geht es darum, dass sich noch diejenigen bekehren, die Gott vor Grundlegung der Welt vorhergesehen hat. Jeder, der sich mit dem Evangelium beschäftigt und erleuchtet wurde (verstanden hat, worum es geht), ist gerufen, sich zu bekehren. Wenn dies zu Lebzeiten nicht erfolgt, wäre es besser, wenn derjenige sich nie mit dem Wort Gottes beschäftigt hätte.

  • Vier Wege zum Glauben - Teil IV.

    Durch das Kommen Gottes selbst in die Welt Warum Jesus? Es gibt kaum eine andere Person in der Geschichte, über die so viel gesprochen, geschrieben und nachgedacht wurde. Trotz all dem bleibt der Mann aus Nazareth für viele immer wieder ein Rätsel. Sie umkreisen die Kirche Jesu Christi und drücken ihre Nasen an erleuchteten Fenstern platt. Teils neugierig, teilweise ungläubig oder gar misstrauisch beobachten sie das Geschehen im Inneren, ohne zu verstehen, was darin gesprochen und gesungen wird. Einige von diesen Zaungästen stehen in der geöffneten Eingangstür, hören und sehen etwas, was sie anzieht und berührt, scheuen aber davor zurück, in die Gegenwart Gottes einzutreten. Was hält sie zurück? Viele Gemeinden sind sich heute einer Hemmschwelle bewusst und sprechen von niederschwelligen Angeboten und davon, Leute dort abzuholen, wo sie sich befinden. Ohne viel Gedanken darauf zu verschwenden, den Grund für das mangelnde Vertrauen in die Christenheit bei sich selbst zu suchen konzentrieren man sich darauf, die Liebe Gottes den Außenstehenden zu predigen. Wer möchte nicht geliebt werden, besonders in Zeiten, in denen die Lieblosigkeit stetig abnimmt und die Leute reihenweise den sozialen Systemen anheimfallen. Angesichts dieser Not fällt es dann auf, dass immer weniger sich von solchen Liebesangeboten anziehen lassen. Gemeinden ringen immer mehr um Zulauf, Kirchen kämpfen mit Austritten. Das Missverständnis löst sich auf, wenn man die Person des Messias, Jesus Christus, genauer betrachtet. Einerseits erlebt man ein unschuldiges Kind in der Krippe, lieb und nahbar zum Knuddeln. Auf der anderen Seite dann der Mann am Kreuz, schändlich zugerichtet, unansehnlich und abstoßend. Betrachtet man nun Sein ganze Erscheinungsbild, dann geht es nicht nur um göttliche Liebe, die zu Weihnachten immer wieder gefeiert wird, sondern auch um Leiden für die Sünden dieser Welt. Insofern stellt sich die Frage, ob wir es nicht mit der halben Wahrheit zu tun haben, wenn uns die Liebe Gottes allerorts entgegengehalten wird, die Kehrseite der Medaille aber in den Hintergrund tritt. Könnte es sein, dass die Menschen draußen vor der Tür dieses Missverhältnis spüren, mehr vielleicht noch als die drinnen? Spüren, dass der Weg ins Himmelreich ausgebremst wird, weil sich zu viel Ballast auf den Schultern befindet und damit die Frage nach einem unbeschwerten Liebesverhältnis zum Heiligen Gott kaum möglich ist. Jesus selbst hat verkündet, dass ER nicht als Kuschelbär in die Welt gekommen ist, wie viele heute in den christlichen Medien meinen, sondern als Lebensretter und Befreier. Eine Menschheit, die spürt, dass etwas nicht in Politik, Gesellschaft und dem eigenen Leben in Ordnung ist, verlangt nach Umkehr und Vergebung. Der schlichte Zuspruch auf den Straßen dieser Welt, in den Kaufhäusern, den Krankenhäusern, den Schlachtfeldern und Sterbehospizen lautete: Du brauchst Jesus! Ein von Sünden beladenes Leben schreit vor allem nach Vergebung und Umkehr, weil Menschen spüren, dass sie es nicht nur mit einem liebenden Gott zu tun haben, sondern auch mit einem gerechten. Dies ist es, wovon die Menschen von heute hören müssen und dass es allein in Jesus Christus Freiheit von Sündenlast gibt. Was aber mit denen, die mit ihrer Sündenlast ganz gut über die Runden kommen? Sozialsysteme sind darauf ausgerichtet, falsche Lebensentscheidungen auszubügeln, bis hin, dass Straftäter vor Gericht mehr Nachsicht und Unterstützung ernten, als Opfern an Trost und Wiedergutmachung zugestanden wird. Das Erkennen der eigenen Schuld, sei es durch Ehebruch, Steuerbetrug oder das Schlechtreden über andere, um nur einiges zu erwähnen, liegt den meisten Bürgern heutzutage ferne. Ferner als ein gerechter Gott, der in der Geschichte immer wieder bewiesen hat, dass alle Menschen schuldig geworden sind und das Gericht verdienen. Warum zögert der allmächtige Gott, der Schöpfer des Himmels und der Erde aber heute, das Urteil zu vollstrecken, eine weitere Sintflut zu schicken? Der Grund liegt in Jesus Christus, der vom Vater ausgesandt wurde, um diejenigen vom kommen Zorn zu retten , die sich retten lassen wollen. Größtes Hindernis seit der Vertreibung aus dem Paradies ist der Stolz des Menschen, der lieber zugrunde geht als die Gnade Gottes in Anspruch zu nehmen. Nichts scheint schlimmer für die Vernunft zu sein, als begnadigt zu werden. Und doch gibt es keine Möglichkeit, das kostbare Blut, welches Jesus Christus auf Golgatha für dich vergossen hat, auf irgendeine Art und Weise mit Gold oder durch gute Taten aufzuwiegen. Viele scheitern an dieser Demütigung und gehen lieber ewiger Qual entgegen, als dieses eine Wörtchen "Ja" zu Jesus herauszubringen. Ja, HERR ich finde hier auf dieser Erde keinen wirklichen Frieden. Ja, HERR ich habe in meinem Leben versagt und Schuld auf mich geladen. Ja, HERR ich habe Dein gerechtes Urteil verdient. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erweist sich Gott als treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen . 1.Joh 1/9 Lebenslauf Jesu Christi In der Person Jesu Christi fließt alles zusammen, was diese Welt im Innersten zusammenhält. ER ist aber auch der Anfang und der Vollender des Glaubens. Jesus Christus ist nicht nur Gott von Ewigkeit her, ER ist auch Mensch geworden, wie jeder andere Mensch, der je auf der Erde gelebt hat und leben wird. Um sich diesem und noch viel mehr bewusst zu werden, ein erster Überblick: Jesus Christus bedeutet der gesalbte Retter. Gesalbt als ein König, der Vollmacht vom Vater hat, die Welt zu regieren. Ferner ist ER auch unser Priester, der vor Gott für uns einsteht. Ebenso ein Prophet, der das kommende Heil den Menschen verkündet. Jesus Christus ist der Sohn Gottes, aus Ewigkeit geboren , für IHN gibt es keinen Anfang und kein Ende. Der Sohn Gottes ist dem Vater in allem gleich , ER und der Vater sind eins. Der Sohn Gottes hat die Erde und das ganze Weltall nach den Plänen des Vaters erschaffen. Bevor der Sohn Gottes Mensch wurde, trat ER im Alten Testament immer wieder auf. So nennt IHN die Bibel an einer Stelle den Engel des HERRN oder an anderer Stelle nennt ER sich JHWH, Jahwe (der Ewigseienden, der ICH BIN) Der Sohn Gottes wird, wie im Alten Testament vorhergesagt, als Mensch geboren, im Jahre "0" unserer Zeitrechnung in einem kleinen Ort in Israel namens Betlehem. Vater Josef lässt, wie ihm von Gott befohlen, auf den Namen Jesus taufen. Schon als Jugendlicher ist ER im Tempel zu Jerusalem zu finden und erstaunt die Gelehrten mit Seiner Weisheit und Erkenntnis. Mit 29 Jahren tritt Jesus Seinen dreijährigen Dienst an, um das Volk der Juden davon zu überzeugen, dass ER der erwartete Messias (von Gott gesalbter), der Retter Israels ist. Jesus sammelt um sich zwölf Jünger, die ER unterrichtet und darauf vorbereitet, einmal das Evangelium (die gute Nachricht) in alle Welt zu tragen. Jesus tut zahlreiche Heilungswunder, an denen die Führer des Volkes erkennen sollen, dass ER der erwartete Messias, der Sohn Gottes ist. Trotz der klaren Zeichen, die der Mann aus Nazareth tut und der Übereinstimmung mit den Prophetien der jüdischen Bibel, beschließen die Pharisäer und Schriftgelehrten den Sohn Gottes zu töten. An Palmsonntag im Jahre 32 n.Ch r. reitet Jesus vom Volk umjubelt als Messias in Jerusalem ein. In den folgenden Tagen kommt es zwischen Jesus und den Führern des Volkes zu heftigen Begegnungen, bei denen die Messianität der Person Jesus eins um andere Mal deutlich wird. Alle Versuche, Jesus seitens der Pharisäer und Schriftgelehrten eine Falle zu stellen und IHN als Betrüger zu entlarven, scheitern. Jesus wusste von Anfang an, dass Sein Weg von Betlehem nach 32 Jahren ans Kreuz von Golgatha führen würde. Die Propheten hatten jedes vorhergesagt, Jesus selbst berief sich immer wieder auf die Prophetien, die allesamt auf IHN ausgerichtet waren und erfüllt werden mussten. Durch einen Trick fanden die Führer des Volkes in einem der Jünger namens Judas einen Verräter, der Jesus zu nächtlicher Stunde der Staatsmacht auslieferte. Bei einem kurzen Prozess, in dem der Hohepriester und die Ältesten des Volkes 20 ihrer eigenen Gesetze zur Strafgerichtsordnung brachen, kam es zur Verurteilung von Jesus. Der Verurteilte wurde unter fadenscheinigen Gründe der Besatzungsmacht der Römer vorgeführt, die in der Gestalt des Statthalters Pontius Pilatus die Unschuld des Verurteilten erkannte. Die Führer des Volkes brachten das anwesende Volk gegen Jesus derart auf, dass die Römer am Ende doch bereit waren, Jesus von Nazareth hinzurichten. Jesus starb einen der grausamsten Tode, die die Römer damals an tausenden anderen praktizierten. Durch Arm und Beine wurden Nägel getrieben, womit der Delinquent an ein Holz genagelt wurde; solange bis nach Stunden unvorstellbarer Qualen, zur Schau des Volkes, der Erstickungstod eintrat. In Seiner Liebe zu den Menschen war Gott bereit, dies alles auf sich zu nehmen, um zum ultimativen Sündopfer der Menschheitsgeschichte zu werden. In den letzten drei Stunden vor seinem Tod lud Gott der Vater alle Sünden auf Seinen Sohn. In dieser Zeit wird von einer Sonnenfinsternis berichtet, die es den Zuschauern vor dem Kreuz nicht erlaubte zu sehen, was jetzt geschah. Zur neunten Stunde, um drei Uhr nachmittags hauchte Jesus Sein Leben aus. Als Gott konnte ER nicht sterben, aber als Mensch gab ER sein Leben freiwillig dahin. Der Sohn Gottes konnte jederzeit vom Kreuz herabsteigen und Millionen Engel kämen IHM zu Hilfe. Doch Jesus blieb seiner Aufgabe treu. Im Moment des Todes zerriss der Vorhang vor dem Allerheiligsten im Tempel zu Jerusalem als Zeichen dafür, dass die Trennung zwischen Gott und Mensch nun aufgehoben war. Jeder sollte nun die Möglichkeit haben, direkt mit Gott in Kontakt zu treten. Wie in den Schriften vorhergesagt, stand Jesus am dritten Tag von den Toten auf, als Zeichen dafür, dass ER Macht über Tod und Leben hat. Jesus Christus begegnet nach Seiner Auferstehung den elf Jüngern und etwa 500 andern Menschen. Jesus steigt nach 40 Tagen im Beisein vieler Menschen vom Ölberg in den Himmel auf und gibt den Jüngern den Befehl, das Evangelium in alle Welt zu tragen. Jesus hat sich als Mensch zur Rechten des Vaters auf den Thron im Himmel gesetzt. Von dort wird ER einmal wiederkommen, nicht als Diener wie bei seinem ersten Kommen, sondern als Richter über die gottlose Welt. Jesus Christus hat zu Pfingsten im Jahr 32 den Heiligen Geist in alle Menschen gesandt, die IHN als Gott und HERRN seitdem annehmen. Der Heilige Geist macht es möglich, dass Jesus Christus in allen Gläubigen und durch alle wahrhaft Bekehrten gegenwärtig ist und wirkt. Die Gemeinde, bestehend aus bekehrten Juden und bekehrten Menschen aus den Nationen, ist Versammlungsort und Ausgangspunkt der Weltmission. Der Missionsauftrag für die Gemeinde endet mit ihrer Entrückung. Paulus kündigt an, dass Jesus in den Luftraum kommen wird, um die Gemeinde, als seine Braut zu sich in den Himmel zu holen. Die Entschlafenen zuerst aus den Gräber und im selben Moment die Lebenden. Alle werden dabei mit einem unverweslichen (unsterblichen) Leib überkleidet. Während auf der Erde der letzte Weltkrieg von dreieinhalb Jahren tobt, wird die Gemeinde mit ihrem Bräutigam Christus das Hochzeitsmahl feiern. Bis zur Wiederkehr Jesu auf den Ölberg ist es dann Israel, das das Evangelium von der Errettung des Menschen lehrt und unter allen Nationen verbreitet. Die Prophetien sagen voraus, dass Jesus, das Lamm Gottes, a m Ende dieser Tage, mit allen Seinen Heiligen (der Gemeinde) wiederkommen wird, um Sein tausendjähriges Friedensreich zu begründen, die Welt vor ihrer Selbstvernichtung zu bewahren und die Armeen zu vernichten. Danach wird es keinen Tod und keine Krankheit mehr geben. Die Erde wird überall grünen und alle haben genug zu essen. Die Heiligen der Gemeinde werden mit Jesus dann die Welt für tausend Jahre regieren. Am Ende aller Zeiten wird Jesus Christus als wahrer Mensch und wahrer Gott Gericht über die verlorenen Menschen halten und sie der ewigen Pein übergeben. Dann wird Jesus alles Neue machen , Gott wird das Universum auflösen, es wird zu einer universellen Kernschmelze kommen, ein neuer Himmel und eine neue Erde und ein neues Jerusalem werden entstehen. Dann beginnt die Ewigkeit für alle geretteten Geschöpfe. Gott wird Tür an Tür mit einer unzähligen Schar erlöster Menschen leben und die Gerechtigkeit wird dann unter ihnen wohnen. Aus Offenbarung 23/19:23 Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, dass sie ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm. 24 Und die Völker werden wandeln in ihrem Licht; und die Könige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in sie bringen. 25 Und ihre Tore werden nicht verschlossen am Tage; denn da wird keine Nacht sein. 26 Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Völker in sie bringen. 27 Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Gräuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes. Im Hinblick auf die Gemeinde und die Menschheit der letzten 2000 Jahre bedeutet dies: Gott hat sich in Seinem Wort und in der Person Jesus der Menschheit offenbart. Wer von der Lebensgeschichte Jesu durch die Evangelien erfährt, steht vor der Wahl, gerettet zu werden oder sich verloren zu geben. Der Islam erwartet Unterwerfung, Jesus eine Entscheidung. Der Geist Gottes, den Jesus gesandt hat, will durch Güte, Geduld und Langmut jeden Menschen in den Glauben führen und eine Bekehrung möglich machen. Der Heilige Geist will in Erleuchtung und Bekehrun leiten, doch kann der störrische und unbußfertige Mensch Widerstand leisten und mit seinem hartem Herzen an der Offenbarung Gottes vorbeigehen. Röm 2/4-5 Die Bekehrung eines Menschen und seine Erettung in die ewige Glückseligkeit ist Gottes Werk. Jedoch wird der Wille des Menschen hierbei nicht ausgeschaltet. Entscheidet er sich schließlich gegen den Rettungsplan Gottes, wie oben in den vier Punkten angezeigt, bleibt nur das Gericht. John 6/44 , 16/8 Der Vater zieht jeden Menschen zu Jesus, zwei-, dreimal in einem Leben. Der Sohn sucht das Verlorene. Jesus als guter Hirte verlässt die Herde, wenn auch nur ein einziges Schaf nicht nach Hause findet. Der Heilige überführt. Dadurch, dass ein Mensch seine Schuld im bisherigen Leben erkennt und bereut, ist der Weg zu einer echten Bekehrung und zur Taufe frei. Allzu gerne vergibt Gott der HERR einem Sünder und löscht seine Missetaten aus, ja sie sind ins äußerste Meer geworfen. Ab dann ist ein Christ nicht mehr Sklave der Sünde und aus einem Teufelskreis befreit. Röm 2:. Gottes Güte die zur Buße leitet. Heute » Heute , wenn ihr seine  Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!« Hebräer 4/7 Ja es gibt ein Zuspät, deshalb ermahnt Paulus in seinem Brief an die Hebräer all diejenigen, die noch keine klare Entscheidung getroffen haben sich zu bekehren. 11 So lasst uns nun bemüht sein, in diese Ruhe einzugehen, damit nicht jemand zu Fall komme... "In die Ruhe eingehen" bedeutet, Frieden mit Gott und in der eigenen Seele zu finden. Fotos : Jorge Fernandez, Madeleine Craine

  • Laodizäa - Die Endzeitgemeinde

    Laodizäa ( Die Volksgerechte)   Die Gemeinde in Laodizäa gegen Ende des ersten Jahrhunderts befand sich in einer Gesellschaft, die in Dekadenz und sexueller Perversion lebte. Seit den Missionsreisen des Apostels Paulus hatten sich die ersten Gemeinden gegen die antike Unmoral immer wieder behaupten müssen. Nun aber, mit dem Sendschreiben Jesu um das Jahr 95 n.Chr. wurde deutlich, auch diese Gemeinde befand ich in großer Gefahr vom Weg abzuweichen. Was damals noch eine notwendige Richtungsänderung forderte, steht heute unter einem ganz anderen Zielsetzung. Zunächst aber sei festgehalten: Die christliche Gemeinde hat von der Heiligen Schrift her die Aufgabe, gesellschaftliche Fehlentwicklungen aufzuzeigen, um Politik und Wirtschaft an ihre Verantwortung vor Gott zu ermahnen. Das Grundgesetz der Bundesregierung Deutschland wurde ursprünglich von den Vätern und Müttern der Verfassung nach 1945 in diesem Sinne geschrieben. Heute erleben wir meist den umgekehrten Fall. Gesellschaft, Politik und Wirtschaft wirken auf die Kirchen ein und beeinflussen Verkündigung und Theologie. So erleben wir vielerorts eine Christenheit, die sich dem Volk anpasst, statt Salz und Licht in einer orientierungslosen Welt zu sein. Gemeinde wird so selbst orientierungslos und unbrauchbar. Seit einiger Zeit erleben wir massive Kirchenaustritte nebst schwindender Akzeptanz des christlichen Glaubens in den westlichen Gesellschaften. Wie aus Überdruss einer über tausendjährigen Christenheit wendet sich Europa den Mythen und fremden Religionen zu, ohne dass man sonderlich an der Grundlage unsere Kultur und Verfassung Interesse zeigt. Nach den Katastrophen zweier Weltkriege bildet die Flucht in Fantasien und Drogen eine Alternative zum Rationalismus der im Osten wie im Westen die Menschen von Gott immer weiter entfernt hat. Nationalsozialismus und Kommunismus haben gezeigt, wohin der Mensch ohne Offenbarung kommt, ohne einen Gedanken an seinen Schöpfer. Wie schon eingangs erwähnt, spiegelt sich diese Entwicklung in den Kirchen und Gemeinden wider. Waren es zur Zeit der Reformation noch die Gebote und und Ordnungen Gottes, die den Völkern des Westens Orientierung und Hoffnung gegeben hatten, so nahm dieses Fundament im Laufe der Aufklärung über Jahrhunderte ab, bis zum heutigen Tiefstand. Verglichen mit den Grundgedanken der Reformation, allein Christus (solus Christus), allein die Schrift (sola scrip- tura), allein die Gnade (sola gratia) und allein der Glaube (sola fide), finden sich Land auf Land ab in den Gemeinden oftmals ganz andere Leitmotive: Allein die Gemeinschaft, allein das Wohlfühlen, allein die Inspiration, allein das Erlebnis. Unschwer erkennbar, der Zeitgeist, der hier die Gemeinden eingefärbt hat. Blickt man zurück in die Geschichte des jüdischen Volkes wie sie im Alten Testament dokumentiert ist aber auch in die Entwicklung des Christentums in Europa, dann ist hier ein ständiges Ringen um den rechten Glauben und die Treue zu Gott und seinen Ordnungen zu beobachten. Wohlgemerkt geht es hier nicht um Regierungen, die sich an die Stelle Gottes setzen, wie es lange Zeit durch die katholische Kirche geschah. Im Grunde geht es für den einzelnen Menschen immer wieder darum, den Willen und die Führung des Schöpfers zu erkennen, unabhängig davon, was gerade an Irrungen und Wirrungen drumherum geschieht. Hier waren es zu allen Zeiten Propheten und Gottesfürchtige wie Dietrich Bonhoeffe r. Geleitet durch den Geist Gottes, ging es stets darum, Regierungen zu ermahnen und die Volksbildung voranzutreiben. Oftmals mussten erst Katastrophen wie der letzte Weltkrieg stattfinden, bevor es zu einer neuen Bekehrungswelle kam wie nach 1945. Wie oben schon angedeutet leben wir in einer Zeitepoche, in der Politik und Gesellschaft die Kirchen und Gemeinden beeinflusst, Stichwort Zeitgeist. Hinzu kommt die Vermischung mit anderen Kulturen und Religionen, die der Esoterik Tür und Tor öffnen. Okkultismus beherrscht mehr und mehr Kunst und Kultur, viele Menschen zieht es ganz offensichtlich in die Finsternis, von Drogenmissbrauch und anderen Abhängigkeiten ganz zu schweigen. Der Abfall vom Glauben und die heidnische Unterwanderung des Christentums ist eine Entwicklung, die genau so vorausgesagt wurde. Jesus Christus spricht in Matthäus 24 von Geburtswehen, die großen Veränderungen im Leben der Menschheit vorausgehen. Bildhaft sagt Gott eine weltumspannende Entwicklung voraus, die durch Katastrophen und den Abfall vom Glauben auf das Ende der Weltgeschichte hindeutet: die Wiederkunft Christi in Macht und Herrlichkeit. Wehen bei einer Geburt sind demnac schmerzhafte Erfahrungen, wie wir sie heute erleben und wie sie sich in unermessliche Qualen noch steigern werden, wie in den Prophetien des alten- und neuen Testaments für die gegenwärtige Zeit vorhergesagt. Israel, wie es in der heutigen Zeit im Brennpunkt des Weltinteresses steht spiel herbei eine besondere Rolle, mehr dazu an anderer Stelle. Festzuhalten ist, dass wir heute in den Kirchen ein Sopiegelbild eines gesellschaftlichen Zerfall haben. Druch die Anpassung an gesellschafltichen Trends und politischen Idelogien, wie wir sie heute besnonders in der evengelischen Kirche erleben, wird der Zerfall deurtschlich. Wahrhaft gläubige können daran absehen, an welcher Stelle die Christenheit auf ihrem prophezeiten Weg ist, so wie die Gelehrten im Judentum, die Maskilim anhand der prophetischen Bücher Daniel, Hesekiel, Jesaja u.s.w. wissen konnten, was als nächstes auf der weltbühne geschehen wird. Dies gilt auch für die heutige Zeit. Wir könnten wissen was auf uns zukommt, wenn wir es wollten und vor allem bereit sind, Gottes Wort als wahrhaftig zu studieren. Dementsgen steht die liberale Theologie, die auch diese Orientirung druch ihre krische Bibellehre unterminiert hat. Vor zweitausend Jahren hat der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer 3/11 den Urzustand einer verlorenen Menschheit beschirebne, die sich seit dem Sündenfall vor 6000 Jahren immer wieder am Abgrund befindet. Der letzte grooße Rettungsplan fand mit dem Erscheinen von Jesus Christus und Seinem Tod am Kreuz von Golgatha im Jahre 32 n.Ch r. statt. Eine Art Rettungsboot, das alle aufnehmen sollte, die sich aus einer untergehenden Menschheit retten lassen wollten. Millionen und Abermillion haben es seitdem weltwiet in Anspruch genommen. Doch obwohl die rettende, wahre Kirche, die Gemeinde Jesu Christi immer noch genügend Kapaztät hätte, es ist ein Zeitpunkt gesetzt, wann es zu spät sein wird, das Bott zu entern. Das Wort Gottes spricht hier von der Vollzahl der Nationen, die zuvor Eingehen muss, bevor die Entrückung aus diesem Jammertal stattfindet. Mit Blick auf die Endzeitgemeinde, die sich ihrer Notlage kaum bewusst ist und kaum die Freude im Leid kennt die es braucht, um die Wiederkunft Christi herebeizusehnen, mit Blick auf diesen Endzeitzustand der Christneheit lohnt es sich das gesellschaftliche Umfeld zu realisieren, jene Einflussfaktoren, die die chtisltiche Gemeinschaft heute zu dem macht, was auf Krichentagen und Syposien seinen Widerhall findet. Gesellschaftlich: Abfall vom Glauben der vorangegangenen Generationen und auflösung von Geinden. Rückgang meschler Fähigkeiten und von geistigem Potenzial. Wir brauchen immer mehr Zeit und betreiben immer mehr Aufwand, um unser Leben zu bewältigen. Dies auch, obwohl esden Ländern Europas und Noramerikas wirtschaftlich noch nie so gut ging wie heute. Zunahme von Machtmissbrauch in Regierung und Ämtern, Orientierungslosigkeit in politischen Richtungsentscheidungen bei höchter Verschuldung nachvolgender Generationene. Verlust von Verlässlicheit, Rechtschaffenheit und Glaubwürdigkeit bei Personen des öffentlichen Lebens. Lüge, Täuschung, Korruption, und Vetterwirtschaft werden akzeptiert und gesellschaftfähig, Grundpfeiler der Gesellschaft, wie Erziehung, Lehre, Ausbildung werden vernachlässigt und Ideologien untergeordnet, wie beispiesweise die Forderung, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr fördern sollten, um soziale Ungerechrtigkeit zu vermeinden. Die Liebe zum Nächstnen in Nachbarschaft und Familie verwaist, Egoismus und das Recht des Stärkeren nimmt zu. Streit u Obwohl es eigentlich die Aufgabe eines lebendigen Glaubens sein sollte, positive, lebensbejahende und hoffnungsvolle Impulse des Evangeliums in die Gesellschaft zu senden. Wenn dies fehlt, wenn dies grundsätzlich fehlt und der Glaube an den Dreieinengott selbst in den Kirchen und Gemeinden keinen Konsens mehr findet, dann haben wir es mit der Endzeitgemeinde zu tun. Ein Christentum, das nicht mehr von Außen angegriffen wird sondern sich von innen zersetzt, geht dem Ende zu. Das Urteil des HERRN über die Gemeinde in der Endzeit wurde schon vor zweitausend Jahren vom Apostel Johannes aufgeschrieben. Die Prophezeiung im Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizäa mag noch so dramatisch sein, dennoch ist und bleibt Gott der HERR über die Geschichte der Menschheit und wird alles zu einem guten Neubeginn führen. Bibeltext Historisch Zukünftig/Heute Off 3/14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Dies sagt, der »Amen« ⟨heißt⟩, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke, dass du weder kalt noch heiß bist. Ach, dass du kalt oder heiß wärest! Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.  Weil du sagst: Ich bin reich und bin reich geworden und brauche nichts!, und nicht weißt, dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist, rate ich dir, von mir im Feuer geläutertes Gold zu kaufen, damit du reich wirst; und weiße Kleider, damit du bekleidet wirst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde; und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du siehst. Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe. Sei nun eifrig und tu Buße!  Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir. Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.  Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Gemeinden sagt! Eine Gemeinde, die sich dem Zeitgeist anpasst und die Treue zum Wort Gottes vernachlässigt. dass du weder kalt noch heiß bist.    Laodizäa, der Ort lag zwischen zwei Wasserquellen, einer heißen und einer kalten. Die Römer bauten Aquädukte in die Stadt. Auf dem Weg dorthin kam  aber von der einen und auch von der anderen Seite nur lauwarmes Wasser an. So gab es weder heißes Wasser zur Zubereitung noch kaltes Wasser zur Erfrischung.   werde ich dich ausspeien aus meinem Munde . Auf dem Tempelplatz in Jerusalem war es verboten, auszuspeien. Wenn Jesus davon spricht, dass er die Gemeinde ausspucken wird, dann bedeutet dies, dass sie nicht in das Heiligtum gehört. und Augensalbe, deine Augen zu salben,   Laodizäa war bekannt für ihre Augenheilkunde, aber Jesus bestätigt ihr, dass sie trotz ihrer Medizin blind ist. Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, Sie feiern Gottesdienst und der HERR steht draußen und keiner hört ihn. dass du der Elende und bemitleidenswert und arm und blind und bloß bist, Die Gemeinde hat den Eindruck, fortschrittlich sein zu müssen. Bei uns läuft die Show ab. Wir sind die Generation, die der Welt Veränderung (Transformation) bringt. Aber Jesus sagt ihr, dass sie geistlich völlig jämmerlich ist, die Predigten haben keinen Inhalt und empfiehlt, himmlische Reichtümer der Weisheit und Erkenntnis  (Gold) bei Ihm zu kaufen. Die Gemeinde nach der letzten großen Erweckungsbewegung ab dem 20. Jahrhundert sagt..."Wir müssen darauf achten, dass sich jeder bei uns wohlfühlt."     Das ist falsch. Gemeinde ist nicht in erster Linie ein Ort des Wohlfühlens und der Geselligkeit, sondern der Begegnung mit Gott und des Leidens um Christi Willen. Eine hoffnungslose Welt hört hier vom Evangelium, findet Zuflucht und Erbauung. Glieder der Kirche sind bereit zu dienen, eingefügt als lebendige Steine in den Tempel Gottes. Gottesdienste sind daher gezeichnet von.... Ehrfurcht vor dem Schöpfer und andächtiger Stille. Lobgesang und Gebet. Verkündigung und Weissagung (Predigt) des Wortes Gottes. Beteiligung am Wort Gottes durch alle Gläubige. Klare Unterscheidung zwischen Bekehrten und Nichtbekehrten. Nicht alle sind Kinder Gottes und wollen es vielleicht auch gar nicht sein. Keiner künstlichen Stimulation durch verstärkte Musik und Schlagrhythmen. Diese Einflüsse zielen darauf ab, den Verstand herunter zu dimmen und sich Gefühlen hinzugeben. 2.Tim4 5 Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Predigers des Evangeliums, erfülle redlich deinen Dienst. Angebot für Beichte und Seelsorge zum Gottesdienst. Ermahnung vor der Teilnahme am Abendmahl. Ferner: Bibelkreis und kontinuierliche Lehre (Vers für Vers) als Angebot an alle. Ferner: Gaben durch Älteste erkennen und Mitglieder berufen. Das selbst Herausfinden von Gaben ist unbiblisch. Gemeinde ist erst einmal für die Gläubigen da, Ungläubige sind aber willkommen. Der Zweck der Gemeindearbeit ist, dass die Gläubigen immer weiter ins Wort Gottes gebracht werden. Der Leuchter, das Licht im Heiligtum, dient den Gläubigen selbst zur Stärkung. Das Licht nach Außen, die Sterne symbolisieren das Licht für die Welt. Dazu müssen die Gläubigen hinausgehen und evangelisieren. Die Gemeinde darf sich nicht den Ungläubigen anpassen, ihren Geschmack und ihre Mode annehmen. Dann ist sie nicht mehr Salz und Licht für die Welt. Aber dies passiert in den letzten Jahrzehnten. In den Bibelschulen findet der Unglaube seinen Anfang, wenn dort gelehrt wird: Es gibt mehrere Antworten, es gibt unterschiedliche Auslegungen und mehrere Lösungswege, du musst entscheiden, was für dich richtig ist. Demgegenüber sagt Jesus:   Amen!   So und nicht anderes ist es. Jesus sage was richtig ist. Es gibt zwar Dinge, die wir bislang nicht wissen und nicht unterscheiden. Aber Gott will, dass wir in alle Geheimnisse eingeweiht werden. Warum sollte ER die Gemeinde im Unklaren lassen? Das wäre doch ein schlechter Meister (Lehrer), mit dem wir es zu tun hätten. ,...zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen und er mit mir. Wer überwindet, dem werde ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, Das Abendmahl steht hier im Kontext des Hochzeitsfestes, wenn der Bräutigam Jesus, nach der Entrückung, mit der Gemeinde, Seiner Braut, im Himmel feiert. Überleben in Zeiten des Abfalls vom Glauben Viele Kirchen sind heute von Verweltlichung geprägt, dem Bemühen, politisch unauffällig, und "volksnah" zu sein, s.o. Wie uns aber auch das Wort lehrt, will Gott niemals ohne sein Volk sein, denen, die das Reich ererbten sollen. So wird es auch in Zeiten des Abfalls Gläubige in vielen Gemeinden geben, die wachsam bleiben: 2.Tes 2/3 Dass euch doch niemand auf irgendeine Weise verführe! Denn ⟨dieser Tag kommt nicht,⟩ es sei denn, dass zuerst der Abfall gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit[3] offenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; Eine Voraussetzung für die Wiederkunft Christi ist massenhafter Abfall vom Glauben. Wenn Du dies um Dich herum bemerkst, dann sein getrost, der HERR hat es vorhergesagt. Du darfst standhaft bleiben, auch wenn viele um Dich herum sich mit Äußerlichkeiten zufriedengeben und Traditionen pflegen, die wenig mit einem lebendigen Glauben zu tun haben. Im Getöse dieser Welt, der zunehmenden Gottlosigkeit, Irrlehre und dem um sich greifenden Aberglauben behalte die vier Soli der Reformation im Blick: "Sola fide, sola scriptura, solus Christus, sola gratia" - Allein durch den Glauben, allein die Schrift, allein Christus, allein durch Gnade!" Alles in der Freude darauf, wenn Jesus wiederkommt, um Seine Gemeinde aufzuholen. Maranatha! Foto: William White ​

  • "Siehe ich mache alles neu." Die Jahreslosung 2026 ein Missverständnis? Teil I

    ​ Der Christliche Garten Frohnau seit 2017 Der Bibelvers des Christlichen Gartens Frohnau wird nun auch Jahreslosung 2026. Anlass genug, sich über die Zukunft der Welt und sein persönliches Schicksal neu Gedanken zu machen. Zahlreiche Predigten werden das Thema aufgreifen, klingt das Wort doch hoffnungsvoll und lässt für allerlei gute Absichten und Sonntagsbotschaften Raum. Doch der Text aus Offenbarung 21/5 steht nicht von ungefähr am Schluss der Heiligen Schrift, kündigt er doch das Ende der Welt, ja des ganzen Universums an. Auch wird in der Offenbarung der große Gerichtstag über die verlorenen Seelen vorhergesagt, die bis dahin in ihren Gräbern ausharren müssen. Wir haben es mit einem prophetischen Schwergewicht zu tun, dazu geeignet, leichtfertige Predigten auf der Zunge gefrieren und Zuhörer auf die Knie fallen zu lassen. Vorausgesetzt, man versteht es recht. Wer ist bereit, sich mit dieser Prophetie wirklich auseinanderzusetzen? Im letzten Jahrhundert wurde die Offenbarung immer mehr Gegenstand theologischer Spekulation und entsprechend von der Kanzel eher gemieden. Nicht von ungefähr, denn zahlreiche Kirchenaustritte künden vom Zerfall der Christenheit, von mangelhafter Erkenntnis und schwindendem Glauben. Was geht hier nicht alles verloren? Die Jahreslosung 2026 wirkt dagegen wie ein letztes Aufbäumen, auch wenn der ganze Umfang dieser Prophetie kaum mehr auf verständige Ohren treffen sollte. Die Endzeitprophetie übersteigt oftmals die Vorstellungsgabe heutiger Gemüter. Nicht von ungefähr, denn die ganze Offenbarung richtet sich an wahrhaft Gläubige und kann demnach vom Rest gar nicht verstanden werden. Siehe die Einleitung in Offenbarung 1 . Versuchen wir’s dennoch: Ein Großteil der Menschheit wird der Offenbarung nach in einem letzten Weltkrieg ums Leben kommen, und zwar vor der Neuerschaffung der Erde. Die Wiederkunft Christi als Richter der Welt geht voran, und erst ganz am Ende der Zeiten, wird es endgültig Frieden zwischen Gott und Mensch geben – Mensch und Gott leben dann in ewiger Glückseligkeit , quasi Tür an Tür. Wie nach einem verwüstenden Tsunami, über den Trümmern dieser Welt wird es dann heißen: Sieh, ich mache alles neu. Wir haben es mit einer Jahreslosung zu tun, die kaum treffender in die Gegenwart passt. Die vorangehenden Zeichen, wie sie beispielsweise in Matthäus 24 beschrieben werden, sind erfüllt. Die Zunahme von Revolutionen und Kriegen, Naturkatastrophen und Seuchen ist im Gange, nebst vielen anderen Ereignissen, in denen Israel eine besondere Rolle spielt. Für die einen Auslöser großer Verwirrung, gefolgt von Ängsten und dramatischen Lebensveränderungen. Für die anderen hoffnungsvolle Anzeichen, dass Gott seine Ankündigungen wahr macht und es am Ende tatsächlich heißen wird: Siehe, ich mache alles neu. Axel Nickolaus

  • Erfüllte Endzeitprophetie Babyloniens

    Babylon steht für die Auflehnung der Menschheit gegen Gott nach der Sintflut. Der Turmbau* zu Babel war zu dieser Zeit der Versuch, am Schöpfer vorbei, mit der Geisterwelt des Himmels Kontakt aufzunehmen.Die Esoterik war begründet. Babylon steht weiter für die spätere Verführung der jüdischen Sklaven (597-527 v.Chr.) die Götter Babylons anzunehmen. Schließlich aber auch, weil Juden im Gebiet des früheren Babyloniens stets verfolgt wurden. Daher hat Gott eine vernichtende Prophezeiung über Stadt und Land Babel gesprochen. Diese wurde nicht etwa durch die damaligen Eroberer Babylons,die Perser und Meder ( 539 v.Ch r. )erfüllt. Das Urteil vollzog sich erst in jüngster Vergangenheit durch eine Weltkoalition während des 3. Golfkrieges im Jahre 2003 . Unter der Führung eines Juden, General Norman Schwarzkopf, trugen auch islamische Staaten zum Sieg über den Diktator Saddam Hussein bei. Die Geschichte Babyloniens findet seit Jahrtausenden statt. Dort, auf dem heutigen Gebiet des Iraks, stand einmal die Wiege der Menschheit. Nach der Sintflut vor etwa 6000 Jahren zogen von hier aus die geretteten Nachkommen Noahs in die drei Erdteile, Europa, Afrika und Asien, später bis nach Amerika. Im Mittelpunkt des Geschehens um das Land Chaldäa, steht Gottes Plan, hier Zeichen und Wunder zu setzen, anhand deren man die geschichtliche Entwicklung der Menschheit ablesen kann. Hauptmerkmale sind die Nähe zum Land Israel und der Antisemitismus. Es geht um die Juden in Babylonien, die seit ihrer Verschleppung im Jahr 586 v.Chr. dort geblieben sind, aber auch jene, die nach der Vertreibung aus Israel um 135 n.Chr. dorthinwanderten. Schließlich geht es auch um das kriegerische Zusammentreffen der Völker am Golf. Gott schreibt hier Geschichte, die bis ans Ende der gegenwärtigen Zeit in zahlreichen Prophetien vorhergesagt ist. So haben sich etliche Prophetien im heutigen Irak, besonders unter Saddam Husseins, erfüllt. Christen sind aufgerufen, anhand dieser Zeichen Gottes Wirken zu erkennen und die Zeituhr der Bibel danach zu justieren. Gott schreitet voran und hat sich auf Sein Handeln festgelegt. Im Brennpunkt der Welt liegt das kleine Land Israel, auf das die Geschichte des Iraks, des Nahen Ostens und der ganzen Welt ausgerichtet ist. Hier schauen wir uns eine wichtige Episode an und können nur staunen, wie präzise, bei einer exakten Bibelbetrachtung, Prophetien in Erfüllung gehen. Der Irak ist weitgehend deckungsgleich mit Babylon, oder auch Babel. Ob damit die Stadt oder auch das Land Babylon gemeint ist, ergibt sich jeweils aus dem Zusammenhang. Für Babylon können aber auch andere Namen auftreten, wie beispielsweise das Land der Chaldäa , aus dem der Stammvater des Christen- und Judentums, Abraham,m bekanntlich stammt. Hier einige prophetische Aussagen der Bibel über Babylon: Jes 13,1 ...   Ausspruch über Babel , den Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat.  Ab Jesaja 13 wird der Blick auf die Völker rings um Israel gerichtet. Es geht um den Untergang Babels, hebräisch oder griechisch Babylon geschrieben. Hier war bis zur Sprachenverwirrung die Wiege der Menschheit nach der Sintflut. Von hier aus zogen die drei Stämme der Söhne Noahs, Jafet, Ham und Sem nach Europa, Afrika und Asien, später dann in die Neue Welt. Die Koalition der Willigen aus aller Welt zum 3. Golfkrieg wird hier beschrieben: 2 Auf kahlem Berg richtet ein Feldzeichen auf, mit lauter Stimme ruft ihnen zu, winkt mit der Hand, dass sie einziehen durch die Tore der Edlen! 3 Ich habe meine Geheiligten entboten, auch meine Helden zu meinem Zorn⟨gericht⟩ gerufen, die über meine Hoheit jauchzen. 4 Horch! Getümmel auf den Bergen wie von einem großen Volk! Horch! Getöse von Königreichen, von versammelten Nationen! Der HERR der Heerscharen mustert ein Kriegsheer. 5 Aus fernem Land kommen sie, vom Ende des Himmels – der HERR mit den Werkzeugen seiner Verwünschung, um das ganze Land zugrunde zu richten. . 19 So wird es Babel, der Zierde der Königreiche, der stolzen Pracht der Chaldäer, ergehen wie ⟨nach⟩ der Umkehrung von Sodom und Gomorra durch Gott[8]. 20 Nie mehr wird es bewohnt sein, und ⟨es bleibt⟩ unbesiedelt von Generation zu Generation. Und der Araber wird dort nicht zelten, und Hirten werden ⟨ihre Herden⟩ dort nicht lagern lassen. Entgegen den meisten Bibelkommentaren müssen wir davon ausgehen, dass es sich nicht um die Eroberung Babyloniens durch die Meder und Perser im Jahre 539 v.Ch r. handelt, da es damals die beschriebenen Verwüstungen nie gegeben hat. In jenen Tagen wurde Babylon nicht einmal zerstört. es war nur eine Art Putsch über Nacht. Die Priesterschaft hatte die Tore für die persischen Eroberer geöffnet. Es geht um den Untergang Babyloniens Beschrieben in Jesaja und Jeremia Jes 13-14 . geschrieben 740 v.Chr. Jer 50-51 geschrieben um 581 v.Chr. Das Kerngebiet Babylonien war damals der Südirak, das Land Schiniar bis etwas über Bagdad hinaus. Babylonien entspricht heute etwa dem Gebiet der Schiiten im Irak. Die Bibel spricht auch von Assyrien, jenem Kerngebiet, das sich heute nördlich von Bagdad befindet und heute deckungsgleich ist mit dem Land der Sunniten. Der Irak unter Saddam Hussein hatte sich am Ende des 20. und mit Beginn des 21. Jahrhunderts als Bedrohung für die Sicherheit der Welt und besonders Israels herausgestellt. Der Irak ist, wie zuvor erwähnt, die Wiege der Nationen und gleichzeitig auch das Ursprungsland Israels. Von hier kam Abraham, aus Ur, dem Land der Kaldäer, gleichbedeutend mit Schiniar, Babylonien. Nach der Zerstreuung der Menschheit wurde die erste Zivilisation in Summarien aufgebaut, das Land Schiniar. * Die Zikkurat war der Baustil des Turmbaus zu Babel, dort gibt es auch die Königsgräber von Ur. Hier wurde Abraham, der Stammvater Israels, im Jahr 2111 v.Chr. geboren. Dem Propheten Daniel nach, stand der Löwe für das babylonische Weltreich zur Zeit Nebukadnezars. Geschichtliche Entwicklung Babyloniens Im Jahr 1566 v. Chr. prophezeit Mose seinem Volk, dass es einmal nach Babylon weggeführt wird, als Strafe für seine Götzenverehrung. Das hat sich erfüllt im Jahr 606 v .Chr . es kommt ins Land der Götzen Babylons. Die Gefangenschaft wird 70 Jahre dauern, bis es zur erlaubten Rückkehr für Juden nach Israel kommt. 634 n.Chr. kam es zur islamischen Eroberung Babyloniens, kurz nach dem Tod von Mohammad. Wie erging es den dortgebliebenen Juden in Babylonien? 581 n.Ch r. Judenverfolgung in Babyloniern und Persien 634 n.Chr.     kam es zur islamischen Eroberung Babyloniens. 800/850 schwere Steuerbelastung für Juden, Einschränkung der Wohnfreiheit, Zwang zum Tragen eines gelben Zeichens an den Kleidern. 1000 schwere Strafsteuern 1333 Zerstörung der Synagogen in Bagdad und Eigentum der Juden wird entwendete. 1750 bis 1830 unter türkischer Herrschaft kommt es zu schweren antijüdischen Maßnahmen. Viele Juden fliehen weiter nach Persien und Indien. Im Ersten Weltkrieg haben die Entente-Mächte vornehmlich England und Frankreich das Osmanische Reich zusammengeschlagen und setzen König Faisal I. als Unterkönig ein. Damals gab es noch 150000 Juden im Irak. 1932 wurde der Irak gegründet und von England unabhängig. In dieser Zeit wird Hitler populär im Irak, 1938 und es kommt unter dem ersten irakischen König zu einer massiven Judenverfolgung und Massakern. Man gründete eine jüdische Flugorganisation. In der gleichen Zeit kommt es in Nazi-Europa zur Vernichtung von 6,5 Millionen Juden. Unter dem Eindruck der Judenverfolgungen im Dritten Reich kommt es am 14. Mai 1948 zur Gründung des neuen Staates Israel, nachdem fast 2000 Jahre vergangen sind. Wenn für Gott die Zeit gekommen ist, kann niemand ihm widerstehen. Die Prophetie aus Hes 36/24 : Und ich werde euch aus allen Nationen holen... und euch in euer Land bringen. In der Nacht vom 14. auf 15. Mai 1948 griff der Irak zusammen mit Jordanien, Syrien, Saudi-Arabien, Jemen und Ägypten Israel an, um den Staat zu vernichten. Nach einem Jahr überlebte Israel unter viel Verlusten und ging mit Landgewinn als Sieger hervor. Babylon in der Endzeit Die Endzeit ist eine Periode bevor der Messias Jesus Christus wiederkommen wird, um sein Tausend jähriges Friedensreich zu errichten. Begonnen hat die Endzeit, wie angekündigt, mit der Rückkehr der ersten Juden ins Gelobte Land ab 1882. Die Propheten haben viele Ereignisse vorhergesagt, nachweislich 168, die sich im Hinblick auf die Endzeit erfüllt haben. Siehe Jes 13/14 und  die Parallelstellen dazu in Jer 50/51 . Demnach können wir folgende Zeichen der Endzeit im Hinblick auf Babylonien zusammenfassen: Die Juden werden aus Babylonien fliehen, geschehen von 1941 bis 1959. Sie werden auch offiziell ausziehen, geschehen von 1950 bis 1951. Danach kam es wieder zur Flucht der Juden bis 1992 , dem Jahr, wo alle Juden das Land verlassen hatten. Jes 14/1 Denn der HERR wird sich Jakobs erbarmen und Israel noch erwählen und wird sie in ihr Land einsetzen. Hier wird gesagt, dass die Ereignisse in Babylonien in Verbindung stehen, mit der Rückkehr der Juden ins Land Israel. Die folgenden Stellen machen deutlich, es geht nicht um die Rückkehr während dem judäischen König Serubbabel im Jahr 538 v.Ch r . , denn damals mussten die Juden nicht fliehen, es wurde ihnen vielmehr erlaubt nach Hause zu gehen. Daher geht es in dieser Prophetie um die Rückkehr der zurückgebliebenen Juden in der Endzeit. In Jer 50/8 sagt Gott den Juden: Flieht aus Babylonien hinaus. Flieht sagt Gott, denn die Juden sollen nicht mit dem Land unter die Rache des HERRN fallen. Gottes Gericht kündigt sich über den Irak an. In Jer 50/8 heißt es weiter in der zweiten Verszeile: zieht aus dem Land der Kaldäer aus. Und tatsächlich am Purim-Fest am 2. März 1950 erlaubt der irakische Staat den Juden offiziell, das Land zu verlassen, allerdings mit Auflagen. Sie durften unter anderem ihre Häuser nur zu 10% ihres Werts verkaufen. Das Immigrationsgesetz sollte bis 9. März 1951 gültig sein. In so kurzer Zeit war es kaum möglich, alle Juden auszufliegen. Doch kam es im September 1950 im Irak zu einem politischen Umsturz und der Termin für das Ende der Ausreisezeit verstrich, aber die Ausreise ging weiter. Said Nuri der Judenhasser und neue Machthaber hatte einen geheimen Plan, er wollte in der irakischen Wüste Konzentrationslager errichten, um die Juden zu vernichten. Zunächst aber ging es ihm darum, die massive Ausreisewelle dazu zu benutzen, den neuen Staat Israel wirtschaftlich zu überlasten. Es mussten 10000 mittellose Juden aufgenommen werden, was aber dem jüdischen Staat gelang. Dies alles niedergeschrieben im Buch "Operation Babylon" des irakischen Juden Schlomo Hillel. Jer 51/45 Zieht aus ihm hinaus, mein Volk, und rettet euch, jeder sein Leben, vor der Zornesglut des HERRN! Hier wird der Golfkrieg angekündigt, in dessen Folge der Irak und sein Anführer Saddam Hussein geschlagen werden. ...46 Und dass euer Herz nicht zaghaft werde und ihr euch nicht fürchtet vor der Nachricht, die im Land vernommen wird! In der Tat waren alle Befürchtungen der Juden im Irak unbegründet, am Ende konnten alle ausreisen. Denn in dem einen Jahr kommt diese Nachricht und in dem Jahr danach jene Nachricht. (Die Zeitangaben in der Bibel richten sich vor allem nach dem jüdischen Kalender, der von 13 Monaten ausgeht. Daher verschieben sich die Jahresangabe gegenüber dem gregorianischen, unserem Kalender immer wieder. ) Hier geht es um den Wechsel zwischen schlechter Nachricht, ihr dürft nicht ausreisen und dem , ihr dürft ausreisen. Dann aber auch: Und Gewalttat ist im Land, Herrscher ⟨folgt⟩ auf Herrscher. Im Jahr 1951 zerschlägt die irakische Geheimpolizei die jüdische Untergrundorganisation zur Fluchthilfe blutig. Durch den Umsturz folgt Nuri auf Suwaidi. 1967 gibt es wieder Judenverfolgung, der Irak hatte sich am Sechstagekrieg gegen Israel beteiligt. 1968 kommt die Baath-Partei die Partei des kommenden Diktators Saddam Husseins wieder an die Macht, mit neuen Judenverfolgungen. Bei Beginn des ersten Golfkriegs (1980) gab es nur noch etwa 100 Juden in Babylonien. Rückblickend kann man sagen, dass die babylonische Gefangenschaft, begonnen 586 v. Chr. , am Ende des 20. Jahrhunderts zu Ende gegangen ist. 1979 Sadam Hussein ergreift die Macht im Irak. Saddam Hussein hatte sich mit Nebukadnezar, dem König des alten Babylons, identifiziert. Sein Ziel war die Vernichtung Israels. Er begann Babylon auf dem Boden des Iraks wieder aufbauen, siehe Foto mit dem Ischtar Tor, was von den Deutschen ins Pergamon-Museum nach Berlin transportiert wurde. Überall war das Bild Nebukadnezar und Saddam Husseins zu sehen. Auf zahllosen Steinen war geschrieben: "Babylon wieder auf erbaut von Saddam Hussein". Prophetie über das Ende von Saddam Hussein, dem endzeitlichen König von Babel.: Jes 14/4  4 da wirst du dieses Spottlied anstimmen über den König von Babel und sagen: Wie hat aufgehört der Unterdrücker, aufgehört das Anstürmen! 5 Zerbrochen hat der HERR den Stab der Gottlosen, den Herrscherstab, 6 der Völker schlug im Grimm mit Schlägen ohne Unterlass, Nationen unterjochte im Zorn mit Verfolgung ohne Schonung. 7 Es ruht, es rastet die ganze Erde. Man bricht in Jubel aus. Biografie von Saddam Husseins: Seine schwangere Mutter war mit ihm in einer sehr schwierigen Lebenslage und wollte ihrem Leben ein Ende setzen. Im letzten Moment konnte ein Iraker sie vor dem Selbstmord zurückhalten, Saddam Hussein starb nicht im Mutterleib. Der Iraker war ein Jude. Bisher gab es den Namen Saddam nicht im arabischen Raum. Saddam bedeutet so viel wie "Stoßstange". Als Teenager begann Saddam seinen ersten Mord, eine Blutspur von Hunderttausenden von Toten folgte. Der Onkel Saddam Hussein sagte ihm: "Allah hasst 3 Dinge: Fliegen, Juden und Perser". Rückblick: 539 v.Chr. wurde Babylon von den Persern erobert, in der Folge war es den Juden durch König Kyros gestattet, in ihr Land zurückzukehren. Der Hass gegen den Nachbarn führte 1980 bis 1988 in einen schrecklichen Stellungskrieg gegen den Iran mit 1,7 Millionen Toten. Prophetien über den Irak unter Saddam Hussein Wie wir gleich sehen werden, wurde der 3. Golfkrieg detailsgenau von alttestamentarischen Propheten wie Jesaja, Heskiel und Jeremia vorhergesagt. Es zeigt auch, wie präzise Gott der HERR in die Geschichte eingreift und wahrhaftig HERR der Heerscharen ist. Nicht nur der himmlischen Heerscharen, sondern auch derer auf dem Erdboden. Die Staatskassen des Irak wurden durch den Abnutzungskrieg gegen den Iran geleert und Saddam schaute sich nach neuen Geldquellen um. Im Süden fand er einen vermögenden Staat am Golf mit Namen Kuwait, mit fast keiner Militärmacht. Das sah Saddam Hussein als Lösung für seine Geldprobleme. Am 25.Juli 1990 besucht April Glasby, die amerikanische Außenministerin, Sadam Hussein und sagt ihm: „Amerika hat keine Meinung, im Hinblick ihrer Streitigkeiten mit Kuwait.“ Diese Aussage missverstehend, erobert der Irak eine Woche später Kuwait. Das hatte weitreichende Folgen. Jer 50/24: Ich habe dir eine Falle gestellt, und du bist auch gefangen worden, Babel, ohne dass du es erkannt hast. Du bist gefunden und auch eingefangen, weil du Krieg mit dem HERRN angefangen hast. Kuwait war für Saddam Hussein eine Falle, er kam somit in den Griff der UNO. Während andere Übergriffe im Nahen Osten kaum Aufmerksamkeit durch die Weltgemeinschaft erlangten, schaute man bei diesem Überfall genau hin: Der Irak wurde ertappt. und du bist auch gefangen worden: Die UNO begann eine Riesenarmee aufzubauen und den Irak über Jahre in den Griff zu nehmen. weil du Krieg mit dem HERRN angefangen hast: Der Irak hatte sich 1948/49 an dem Krieg gegen Israel beteiligt, später auch im Sechstagekrieg 1967 und ein drittes Mal im Jom Kippur Krieg 1973 , der den größten Blutzoll von Israel gefordert hatte. Israel ist und bleibt jedoch Gottes Besitz. Jeder Angriff auf Sein Volk ist ein Angriff auf den HERRN. In Sach 2/8 bzw. 12 sagt Gott: 2 Denn so spricht der HERR der Heerscharen, nachdem die Herrlichkeit mich ausgesandt hat, über die Nationen, die euch geplündert haben – denn wer euch antastet, tastet seinen Augapfel an Am 2. August 1990 kam es zum Überfall auf Kuwait mit Besetzungen und Plünderungen mit 75000 Soldaten. Die Reaktion der Weltgemeinschaft führte zu einem Aufmarsch von Armeen aus 34 Ländern unter der Leitung der UNO. Während sechs Monaten kam es zu einem Aufmarsch von einer halben Million Soldaten. Begleitet von einem Ultimatum, dass der Irak bedingungslos aus Kuwait ausziehen muss. In Jer 50/21 ist die Rede vom Land Meratajim, Babylon wird hier als das Land der doppelten Widerspenstigkeit genannt. Bei den Verhandlungen in Genf macht der amerikanische Außenminister Baker seinem irakischen Kollegen Assis klar, dass es zu einem furchtbaren Krieg gegen sein Land kommen würde. Assis ging nicht auf die Warnung ein, der Stolz Babyloniens war zu groß. Der Irak trotzte der ganzen Welt, das Land   Meratajim. Jes 13/4   Der HERR der Heerscharen mustert ein Kriegsheer. 5 Aus fernem Land kommen sie, vom Ende des Himmels – der HERR mit den Werkzeugen seiner Verwünschung, um das ganze Land zugrunde zu richten. Der HERR der Heerscharen ist auch HERR über die Armeen der Welt. Er lenkt die Geschicke und entscheidet über Sieg oder Niederlage. Vom 17. Januar 1998 bis zum 28. Februar kommt es zum (ersten) Golfkrieg, zunächst vier Wochen lang mit 100000 Luftangriffen. Danach folgten 100 Stunden Bodenkrieg, zu Lande, Luft und zur See. Am Ende stand die Befreiung Kuwaits. Irak drohte, wenn ihr mich angreift, dann greife ich Israel mit Giftgas an. Schon 1990 hatte Saddam gesagt, dass er halb Israel verbrennen würde, wenn man ihn angreifen würde. Halb, weil er nicht die Araber in Israel angreifen wollte. Im Golfkrieg selbst kamen 39 Skat-Raketen gegen Israel zum Einsatz, die Dank der amerikanischen Patriot-Abwehrraketen weitgehend abgefangen werden konnten. Nach 100 Tagen zogen die Alliierten siegreich in Kuwait-City ein. Das Ziel der UNO war erreicht, Kuwait wurde befreit. Foto: Chantler Kruttenden Jes 13/1 Ausspruch über Babel, den Jesaja, der Sohn des Amoz, geschaut hat. 2 Auf kahlem Hügel richtet ein Feldzeichen auf, mit lauter Stimme ruft ihnen zu, winkt mit der Hand, dass sie einziehen durch die Tore der Edlen! Babylon ist geschlagen, der Irak musste sich aus dem eroberten Gebiet von Kuwait zurückziehen. Wie auf Pressefotos zu sehen ist, hissen die Kuwaiter ihre Fahne zur Begrüßung der Befreier. Durch die Stadttore der Edlen , der Monarchenfamilie von Kuwait, ziehen die Alliierten ein. Die stolz frohlockenden. 3 Ich habe meine Geheiligten entboten, auch meine Helden zu meinem Zorn⟨gericht⟩ gerufen, die stolz Frohlockenden. 4 Horch! Getümmel auf den Bergen wie von einem großen Volk! Horch! Getöse von Königreichen, von versammelten Nationen! Die Alliierten kommen von Saudi-Arabien her, an zehn Fronten dringen sie vor. An der Spitze der US-General Schwarzkopf. Ein Jude leitet die Armeen der Welt, auch der arabischen wie Syrien, zum Sieg über Babylon. Für Gott gibt es keine Grenzen, ER macht das Unmögliche möglich. ...Der HERR der Heerscharen mustert ein Kriegsheer. 5 Aus fernem Land kommen sie, vom Ende des Himmels – der HERR mit den Werkzeugen seiner Verwünschung, um das ganze Land zugrunde zu richten. So beschreibt Jes 13/ 1-5 die Erfüllung, den Abschluss des Golfkrieges. Gott hat die Nationen zusammengerufen, um den Sieg über Saddam Hussein herbeizuführen. Die Edlen sind die Führer von Kuwait, die Geheiligten der christlichen Nationen und die anderen Helden , die sich an dem Befreiungskampf beteiligen. Der Lärm der anrückenden Heere ist unüberhörbar. Gott ist HERR auch über diese Armeen, die aus fernen Landen kommen. Zu Wasser, Luft und Land kommen sie vom Horizont her mit den Waffen, um Gottes Verwünschung über den Irak in die Tat umzusetzen; ...um das ganze Land zugrunde zu richten. Mit 100000 Luftangriffen wurde dieser Krieg "die Autobahn des Todes" genannt. Noch den fliehenden irakischen Truppen setzten die internationalen Armeen nach und bombardierten sie in Grund und Boden. Jes 13/6 (ein zeitlicher Einschub) Heult, denn nahe ist der Tag des HERRN! Er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. 7 Darum werden alle Hände erschlaffen, und jedes Menschenherz wird zerschmelzen. 8 Und sie werden bestürzt sein. Krämpfe und Wehen werden sie packen, sie werden sich winden wie eine Gebärende. Einer starrt den andern an, ihre Gesichter glühen wie Flammen 9 Siehe, der Tag des HERRN kommt, grausam mit Grimm und Zornglut, um die Erde zur Wüste zu machen; und ihre Sünder wird er von ihr austilgen. Der Sieg über Babylonien ist nur ein Vorgeschmack auf das, was die ganze Welt erwartet, wenn der Tag des HERRN kommt. Der Irakkrieg als Wiege der Menschheit ist nur eine Warnung. Wenn Jesus Christus wiederkommt, wird der ganze Erdball gerichtet werden, ähnlich, wie es dem Irak ergangen ist, denn alle sind schuldig geworden. Alle Menschen haben den Zorn Gottes verdient. Röm 3/23 denn alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes. Aber die Rettung ist nahe: Apo 16/31 ... Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus. 1.Tes 1/10 – Jesus, der uns rettet von dem kommenden Zorn. So dürfen die Gläubigen wissen, Jesus wird kommen, um uns zu holen, bevor die Gerichte der Drangsalszeit über die Erde toben. Das Ende des zweiten Golfkrieges, am 27./28. Februar 1991 war das jüdische Purimfest. Es erinnert daran, dass die Juden in Persien nur knapp einem Pogrom entkamen (um 500 v.Chr.), siehe das Buch Esther. Die Prophetie über Babylon in der Neuzeit verläuft für die Juden über Etappen: Die Zeit der Flucht ab 1941-1950 Die Zeit des Auszugs 1050-1951 Wieder die Zeit der Flucht 1951 -1991 Golfkrieg 1991 Golfkrieg 2003 Es geht weiter: 18./19. März 2003, wieder am Purimfest: Der amerikanische Präsident Georg Busch stellt Saddam Hussein ein Ultimatum: Geh aus dem Land hinaus, dann kannst du den Krieg verhindern. Am 20. März beginnt der Krieg, die Fortsetzung von 1991, nach dem jüdischen Kalender auf den Tag genau 12 Jahren später. Der Prophetie nach steht noch der Sturz des Königs von Babyloniens aus: Jes 14/4 ... da wirst du dieses Spottlied anstimmen über den König von Babel und sagen: Wie hat aufgehört der Unterdrücker, aufgehört das Anstürmen! 5 Zerbrochen hat der HERR den Stab der Gottlosen, den Herrscherstab, 6 der Völker schlug im Grimm mit Schlägen ohne Unterlass, Nationen unterjochte im Zorn mit Verfolgung ohne Schonung. Hier wird das Urteil über den Irak gesprochen, der Völker ringsumher bedrängt und unter ihnen gemordet hat, siehe unter den Kurden, im Iran und Kuwait. 2003 Jer 50/22 Kriegslärm im Land und großer Zusammenbruch! 23 Wie ist zerhauen und zertrümmert der Hammer der ganzen Erde! Wie ist Babel zum Entsetzen geworden unter den Nationen! 1991 wurde nur Kuwait vom Irak befreit, das Land Babylonien war nicht Ziel der UNO. Aber Saddam Hussein hat bald danach die Welt weiter in Atem gehalten. Der Irak hatte sich nicht nur an den Kriegen gegen Israel beteiligt und Drohungen verbreitet, das Land mit Giftgas anzugreifen. Auch mit seiner Atomanlage schien Saddam Hussein eine Gefahr für den Weltfrieden zu sein. Und doch, nachdem lange Zeit der Saddam als Irrer im Nahen Osten in den westlichen Medien vorgeführt wurde, gehen viel Menschen auf die Straßen, um gegen den amerikanischen Angriff zu demonstrieren: So hieß es beispielsweise "Kein Blut für Öl". Viele sind entsetzt, dass Amerika erneut Krieg gegen den Irak führt. Was sich damals nur scheinbar gegen die Atompläne des Iraks richtete, war in Wirklichkeit nur die Fortsetzung des Endes von Babylonien. Saddam Hussein war weit davon entfernt, Atombomben bauen zu können und doch griffen die USA allein auf eine Vermutung den Irak an. Was oberflächlich betrachtet im Nachhinein eine zweifelhafte politische Entscheidung war, gewinnt aus biblischer Sicht eine ganz andere Qualität. So wie der Mensch aus seinem begrenzten Verstand denkt und nur sieht, was vor Augen ist, so lenkt Gott die Geschichte der Menschheit nach seinen eigenen Plänen. Glücklich, wer sein Handeln erkennt und die Prophetien weiß zu lesen. Plötzliches Ende Jer 51/30 Babels Helden haben aufgehört zu kämpfen, sie sitzen in den Bergfestungen. Versiegt ist ihre Kraft, sie sind zu Weibern geworden. Man hat ihre Wohnungen angezündet, ihre Riegel sind zerbrochen. Nach 25 Tagen gab es ein unerwartet schnelles Ende. Der Spiegel berichtete in dieser Zeit von einem irakischen Offizier, dessen Soldaten jeden Tag weniger wurden, weil sie die Flucht ergriffen hatten. Die Kasernen der irakischen Helden wurden bombardiert. 31 Ein Läufer läuft dem anderen entgegen und der Bote dem Boten, um dem König von Babel die Botschaft zu bringen, dass seine Stadt von allen Seiten her eingenommen ist. AFP, die Presseagentur, berichtete, dass der Sicherheitsgürtel um Bagdad schnell durchbrochen war und die Amerikaner sogar einen Vorstoß ins Zentrum der Hauptstadt machen konnten. 32 Und die Übergänge sind besetzt, und die Festungen hat man mit Feuer ausgebrannt, und die Kriegsleute sind vor Schrecken erstarrt. Die Übergänge des Tigris waren unter Kontrolle, die Paläste von Saddam Hussein wurden ausgebrannt. (Bibelübersetzung: Das hebräische Wort Agamin bedeutet Teiche, aber auch Festungen.) Jes 13/17 Siehe, ich erwecke gegen sie die Meder, die Silber nicht achten und an Gold kein Gefallen haben. 18 ⟨Ihre⟩ Bogen werden junge Männer niederstrecken, und über die Leibesfrucht werden sie sich nicht erbarmen, und der Kinder wegen werden sie nicht betrübt sein. 19 So wird es Babel, der Zierde der Königreiche, der stolzen Pracht der Chaldäer, (ein anderes Wort für Babylon), ergehen wie ⟨nach⟩ der Umkehrung von Sodom und Gomorra durch Gott. 20 Nie mehr wird es bewohnt sein, und ⟨es bleibt⟩ unbesiedelt von Generation zu Generation. Und der Araber wird dort nicht zelten, und Hirten werden ⟨ihre Herden⟩ dort nicht lagern lassen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde nicht nur das besiegte osmanische Reich um Israel neu geordnet, die Weltgemeinschaft beschloss auch, dass die Kurden ein eigenes Land bekommen sollten. Doch die Grenzen wurden völlig falsch gezogen. Die Nachfahren der Meder gingen in unzählige Konflikte, verübten Aufstände und begannen blutige Attentate. Der Irak griff seinerseits die Kurden mit Giftgas an und tötete ebenso Männer, Frauen und Kinder. Aber auch die Türkei geriet in Konflikt mit den Kurden, die Gebietsrechte waren auch hier nicht geklärt. Jer 51/13 Die du an vielen Wassern wohnst, reich an Schätzen, dein Ende ist gekommen, das Maß deines ungerechten Gewinns. Hier spricht Gott zu Babylonien. Das Land zwischen Euphrat und Tigris ist ein besonders fruchtbares Land mit dem zweitgrößten Erdölvorkommen der Welt. Seit 2003 kann nicht der Staat USA diese Vorkommen ausschöpfen aber große private Konzerne: Jer 50/10 Und Chaldäa wird zum Raub werden. Alle, die es berauben, sollen satt werden, spricht der HERR. Rückblick im Tausendjährigen Reich auf Babylon Jes 14/ 13 Und du, du sagtest in deinem Herzen: »Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. 14 Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleichmachen.« – Hier ist von Luzifer die Rede, der so sein wollte wie Gott. Und auch Saddam Hussein, besessen von Satan, wollte diese Rolle einnehmen. Wir haben es mit einer Doppelbedeutung zu tun. Der Text geht ohne Übergang über vom König zu Satan und seinem Fall. Ein Engel wurde gestürzt mit allen seinen Engeln, die zu Dämonen geworden waren. In Hes 28 wird ebenfalls der König von Tyrus wegen seiner Besessenheit mit Satan identifiziert. Und noch einmal mit Blick auf den letzten König von Babel, der vom satanischen Wesen erfüllt ist: Jes 14/13 : Und du, du sagtest in deinem Herzen: »Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden. 14 Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleichmachen.« –  In einem Palast Saddam Husseins hatte man die Inschrift zu seiner Ehre in Goldlettern gefunden: "Du bist die Herrlichkeit." Hier vergötterte sich der König von Babel selbst. Jes 14/12 12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! ⟨Wie bist du⟩ zu Boden geschmettert, Überwältiger der Nationen! Jes 14/15 Doch in den Scheol wirst du hinabgestürzt, in die tiefste Grube. Am 20.12.2003 konnte man auf Seite 161 im Fokus lesen: "Satan stürzte vom Thron der Macht buchstäblich in den Staub." In der Tat hatte man Saddam Hussein aus dem unteren Teil einer Grube heraus geholt. Ein Mensch, von dem man sagte: "Du bist die Herrlichkeit." Jes 14/16 Die dich sehen, betrachten dich, sehen dich genau an: »Ist das der Mann, der die Erde erbeben ließ, Königreiche erschütterte?« 17 Er machte den Erdkreis der Wüste gleich und riss ihre Städte nieder. Seine Gefangenen entließ er nicht nach Hause. 18 Alle Könige der Nationen, sie alle ruhen in Ehren, jeder in seinem Haus. Die ganze Welt fragte sich, ob das wirklich der Mann sei, der so viel Schreckliches angerichtet hatte. Der die Ölquellen in Kuwait anzünden ließ und Nationen erschütterte, wie den Iran und Kuwait. 1993/94 hat Saddam Hussein den herrlichen Südirak durch das systematische Austrocknen der Kanäle und Sümpfe zur Wüste gemacht, auch durch das Abbrennen der Vegetation. Er wollte so besser gegen die Schiiten vorgehen. Jes 14/20 ...Denn du hast dein Land zugrunde gerichtet, dein Volk erschlagen. 1985/86 wurden 1000 irakische Kurden hingerichtet. 1988 kam es zur Massenerschießung und Vergasung von 300.000 Menschen im Irak. Nach dem Golfkrieg hatten die Schiiten im Süden des Iraks Hoffnung, dass sie ihr eigenes Land bekämen und befreit würden. Die UNO winkte ab und so gab es einen Massenmord von über 100000 Schiiten durch den Saddam an seinem eigenen Volk. Seit 1997 waren mehrere 100000 Iraker verschwunden. 22.7.2003: ,Jes 14/22 .. . und werde von Babel ausrotten Namen und Rest und Spross und Nachkommen, spricht der HERR. 22.7.2003: Udai und Kusal, die beiden gefürchteten Söhne Sadam Husseins werden darin gehindert, die Nachfolge ihres Vaters anzutreten. Jes 14/9 Der Scheol drunten ist in Bewegung deinetwegen, in Erwartung deiner Ankunft. Er stört deinetwegen die Schatten auf, alle Mächtigen der Erde, er lässt von ihren Thronen alle Könige der Nationen aufstehen. Sie alle beginnen und sagen zu dir: »Auch du bist kraftlos geworden wie wir, bist uns gleich!« 11 In den Scheol (das Totenreich) hinabgestürzt ist deine Pracht und der Klang deiner Harfen. Maden sind unter dir zum Lager ausgebreitet, und Würmer sind deine Decke. 30. 9.2006: Saddam Hussein wird hingerichtet und begraben. Die letzten Prophetien noch unerfüllt Jes 14/19 Du aber bist hingeworfen aus deiner Grabstätte heraus, wie ein verabscheuter Schössling, bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwert Durchbohrten wie ein zertretenes Aas. Diese Prophetie steht noch aus. Wenn das Grab Saddam Husseins geschändet und er herausgeholt wird, in die Landschaft hingeworfen und zertreten. Die letzte Phase: Jer 51/29 Die ganze Erde bebt und erzittert, denn ich, der HERR, will -das Land- Babylonien zerstören und zur Wüste -einem Ort des Schreckens- machen, in der keiner mehr wohnt. Jer 50/9 Denn siehe, ich erwecke und führe herauf gegen Babel eine Versammlung großer Nationen aus dem Land des Nordens, und sie werden sich gegen es aufstellen; von dort aus wird es eingenommen werden. Hieran beteiligt werden die Meder sein, die heutigen Kurden, eine wichtige Rolle spielen. Sie werden einen Rachefeldzug unternehmen. Siehe noch einmal: Jes 13/17 Siehe, ich erwecke gegen sie die Meder, die Silber nicht achten und an Gold kein Gefallen haben. Die Kurden werden nicht kommen, um sich zu bereichern, sondern nur um Rache zu üben. Sie werden eine entscheidende Rolle in der endgültigen Verwüstung Babylons spielen. Jer 50/39 Darum werden Wüstentiere mit wilden Hunden darin wohnen, und Strauße werden darin wohnen. Und es soll in Ewigkeit nicht mehr bewohnt werden und keine Wohnstätte sein von Generation zu Generation. 40 Wie ⟨nach⟩ der Umkehrung Sodoms und Gomorras und ihrer Nachbarstädte durch Gott, spricht der HERR, wird niemand dort wohnen, und kein Menschenkind wird sich darin aufhalten. Es muss also nochmals zu einem Angriff vieler Nationen kommen, dieses Mal von Norden her kommen. Die Parrallestelle in Jes 13/19 : So wird es Babel, der Zierde der Königreiche, der stolzen Pracht der Chaldäer, ergehen wie ⟨nach⟩ der Umkehrung von Sodom und Gomorra durch Got 20 Nie mehr wird es bewohnt sein, und ⟨es bleibt⟩ unbesiedelt von Generation zu Generation. Und der Araber wird dort nicht zelten, und Hirten werden ⟨ihre Herden⟩ dort nicht lagern lassen. Dieser Angriff von Norden wird das Land unbewohnbar machen, vermutlich durch Atomwaffen. Jes 51/8 Denn wie ein Kleid wird die Motte sie verzehren und wie Wolle die Schabe sie verzehren. Aber meine Gerechtigkeit wird in Ewigkeit bestehen und mein Heil von Generation zu Generation. Jes 14/17 Er machte den Erdkreis der Wüste gleich und riss ihre Städte nieder. 1988 hat Saddam Hussein 4500 kurdische Dörfer zerstört. 90 % der ländlichen Region der Kurden wurden vernichtet. Seine Gefangenen entließ er nicht nach Hause. Viele tausende Gefangene sind während der Herrschaft Husseins verschwunden, man hat nie wieder von ihnen erfahren. Der letzte Angriff muss überraschend kommen: Jer 51/8 Plötzlich ist Babel gefallen und zertrümmert. Jammert über es! Holt Balsam für seinen Schmerz! Vielleicht wird es geheilt werden! Die internationalen Hilfsorganisationen sind bemüht, das Land Babylonien, den Irak zu heilen, aber werden schließlich abziehen und sagen: 9 »Wir haben Babel heilen wollen, aber es war nicht zu heilen. Verlasst es und lasst uns jeder in sein Land ziehen! Denn sein Gericht reicht bis an den Himmel und erhebt sich bis zu den Wolken.« Fazit: Eine Mahnung an alle Menschen, die die Prophetie verstehen und erkennen in der heutigen Zeit: Amos 5/6: Sucht den HERRN und lebt. Foto: Levi Mayr Clancy

  • Die Verantwortung vor Gott nach dem Grundgesetz

    Das Reichstagsgebäude zu Berlin, Sitz der Volksvertretung der Bundesrepublik Deutschland Wer sich keinem Gott gegenüber verantwortlich sieht, ist letztendlich frei zu tun und zu lassen, was ihm oder ihr gefällt. Es gibt keine Instanz, die das persönliche Denken und Handeln am Ende des Lebens richten wird, so meint man. Angesichts einer 2000-jährigen christlichen Geschichte mit Millionen Gläubigen und zahllosen Zeugnissen bekennender Christen samt wissenschaftlichen Belegen für die Glaubwürdigkeit der Bibel mag das so aussehen, als ob man sich auf ein Bahngleis stellt, um an die Tatsache eines anrollenden Zuges einfach nicht zu glauben. Tatsächlich geht das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland davon aus, dass auch Verantwortungsträger in der Politik sich vor Gott verantworten müssen. Aus der Präambel des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland: Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, In Anbetracht dessen, dass es am  8. Mai 1949, dem Datum der Verabschiedung des Grundgesetzes, nur einen Gott gab, an den man dachte, nämlich Jesus Christus, ist es schwer, diesen Gottesbegriff auch heute umzudeuten. Der Autor erinnert sich, dass in den frühen Jahren der Bundesrepublik alle anderen Glaubensrichtungen dem Heidentum zugerechnet wurden, also als abergläubisch oder heidnisch galten. Es gab nur eine Religion. Die Väter und Mütter des Grundgesetzes kannten von ihrer Taufe her nur den einzig wahren Gott, der sich in Seinem Sohn Jesus Christus zu Beginn unserer Zeitrechnung offenbart hatte. Humanismus und der einsetzende Atheismus opponierten zwar schon im 18. Jahrhundert gegen den personifizierten Gott des Christentums. Aber die Handschrift des Grundgesetzes lässt keinen Zweifel daran: Hier wurde von der Bibel her gedacht. Obendrein an eine göttliche Instanz zu appellieren, die irgendwie beliebig ausinterpretierbar war, spiegelte sicherlich nicht den Geist einer Neuordnung nach dem „Zusammenbruch“ nach 1945 wider. Hier mussten Wahrheiten her, die den Begründern des Grundgesetzes aus der eigenen Schule bewusst waren und an die man sich nach den grauenvollen Ereignissen des Holocaust erinnerte. Wahrheiten, die nach der Reformation im 16. Jahrhundert in die Hände der „Aufklärung“ gefallen waren und durch liberale Theologie weiter verunstaltet wurden. Zwei Weltkriege und zahlreiche Revolutionen in Asien und Amerika ließen ahnen, dass man gefährlichen Ideologien aufgesessen war. Wir können auch davon ausgehen, dass für einige Väter und Mütter des Grundgesetzes das Bibelwort „ Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“ zur Hilfe geworden ist, die ihnen in Zeiten der Ausgrenzung und Verfolgung im Hitlerreich das Überleben gesichert hatte. Siehe am Beispiel des ersten Bundeskanzlers der BRD Konrad Adenauer, der sich während der Nazi-Zeit in einem Kloster verborgen hielt. Angesichts zweier Weltkriege war klar, dass jede Regierung, die sich nicht in ihrer Verantwortung vor Gott messen ließ, in eine Katastrophe führte. Auch wenn die Lippenbekenntnisse seitens Kaiser Wilhelms II. oder einer staatshörigen Kirche im Dritten Reich sich auf Gott beriefen, spricht der Geist des Grundgesetzes eine ganz andere Sprache. Hier schimmern die Zehn Gebote der Bibel durch, die der generationsübergreifenden Orientierung des Volkes dienen sollen. Menschen, die sich nur selbst oder einer wandelbaren Ideologie verantwortlich sehen, sind eine Gefahr für jede Demokratie und enden in Diktatur. Insofern scheint die politische und gesellschaftliche Situation heutiger Tage nachvollziehbar zu sein. Wo der Religionsunterricht der Jugend im Sinne des Grundgesetzes nicht mehr verpflichtend auf dem Lehrplan steht, wird auch Demokratie nicht mehr richtig verstanden. Diese begründet sich auf der Gleichheit aller Menschen vor Gott. Die Religionen der Welt kennen das Wort der Bibel nicht und den Gedanken der Gleichheit aller Menschen vor Gott. Für sie haben der Wert des Lebens und Wahrheit oftmals eine andere Bedeutung als für die christlich geprägten Verfassungen europäischer und amerikanischer Länder. Demokratie ist die gesellschaftliche Form des Evangeliums von Jesus Christus. Wo der Glaube an den Gott der Bibel verloren geht, verkommt Demokratie zu einem Spielball willkürlicher Vorstellungen und unterschiedlicher Parteinahmen, die vor allem eines eint: die Auflehnung gegen Gott und Seine Schöpfungsordnung. (Wie beispielsweise im Psalm 2 beschrieben.) So leben wir in einer Zeit, in der man das Grundgesetz nach Gutdünken auslegt, ignoriert und verändert, in der Regel zum eigenen Machterhalt nutzt und nicht zum Wohl der Allgemeinheit. Warum sollte dies anders sein, wenn es doch keine ordnende und richtende Instanz über den Volksvertretern braucht, der man letztendlich gegenüber verantwortlich ist? Diesen Blog kostenfrei abonnieren: https://www.cgfrohnau.de/ „Humanität ohne Divinität wird zur Bestialität“ Selbst der liberale Theologe Friedrich Schleiermacher  (+1834) musste anerkennen, dass Menschlichkeit ohne Gott automatisch in Diktatur und Untergang führt. Zwei Weltkriege, die von Europa ausgingen, sollten das bestätigen. Die letzten großen Anführer, die dieses verkörperten und die Abkehr vom Christentum markierten, waren Stalin, Hitler und Mao. Sie waren von einem „eigenverantwortlichen“ Menschenbild beseelt, das Gott verleugnete und gleichzeitig sich Gott gleichstellte. Die Verantwortung solcher Staatslenker gegenüber nachfolgenden Generationen wurde an eherne und steinerne Denkmäler delegiert. Sie sollte die Jugend an Ideologien erinnern, die zwangsläufig zum Scheitern verurteilt waren. Nach der Erfahrung des Zweiten Weltkrieges mit 60 Millionen Toten kam es kurzfristig zu einer Besinnung in Deutschland und einer Verfassung, wie sie hier umrissen wird. Der Bundesrepublik Deutschland sollte nach 1945 durch Religionsunterricht und eine funktionierende Rechtsstaatlichkeit das zarte Pflänzchen der Demokratie eingepflanzt werden. So war es die Vorstellung der Siegermächte, allen voran der USA. Durch die Entsendung von Missionaren und Gemeindegründern sollte das deutsche Volk aus der Barbarei herausgeführt werden, gesellschaftlich durch Meinungs- und Pressefreiheit. Ein Wohlstand unerahnten Ausmaßes entwickelte sich aus dieser Kehrtwende, die das Vergangene möglichst schnell hinter sich lassen sollte. Von der Bibel her gesehen eine Gnade, die noch einmal die Umkehr zu den Werten der Reformation und einer vom Staat unabhängigen Kirche ermöglichte. Es sollte nur wenige Jahrzehnte andauern, bis ein gesättigtes und von zahlreichen Unterhaltungsangeboten berauschtes Volk bald schon wieder Kirchen zu einer Art Kultstätte degradierte und Glauben mit Konfessionszugehörigkeit verwechselte. Heute, am Ende jeder christlichen Orientierung, erlebt das Land einen sittlichen und moralischen Verfall, bei einer um sich greifenden Verzweiflung in den Herzen vieler Bürger, jedoch und trotzdem bei gleichzeitigem Trotz gegen Gott und Seine Gebote. Das alles erinnert Bibelkundige an Zustände im alten Judentum, bevor die große Vertreibung ab dem Jahr 70 n.Chr., und die weltweite Verfolgung einsetzten. Mit einem Unterschied. Damals vor 2000 Jahren begann durch das Auftreten Jesu als wahrer Mensch und wahrer Gott eine Heilsgeschichte, eine Zeit der Gnade, die heute als Endzeit tatsächlich ihrem Ende zugeht. Wenn heute Medien und Politik von Fortschritt und Aufklärung sprechen, können Bibelkundige nur müde lächeln. Solche „Befreiungen“ hat es schon oft in den letzten 4000 Jahren Menschheitsgeschichte gegeben, sie alle endeten in Kriegen, Bürgerkriegen und anderen Katastrophen. Die Verantwortung gegenüber einem Schöpfergott, wie es das Grundgesetz noch voraussetzt, ist allenfalls zu einem Lippenbekenntnis einer christlich angehauchten Partei und den großen Kirchen geworden. Der Abfall, wie die Bibel ihn in ihren Prophetien ankündigt, ist in vollem Gange. Die Folgen liegen nicht im Vagen und Spekulativen, sondern sind für jeden sichtbar. Selbst für abtrünnige Kriegs­gänger, Ungläubige und bekennende Atheisten sind die Zeichen klar erkennbar. Jeder kann spüren, dass etwas mit dieser Welt nicht stimmt und alles sich auf ein Finale zubewegt. Aber dennoch ist kaum jemand bereit, die Warnungen der Bibel ernstzunehmen. Ganz im Gegensatz zu früheren Generationen, bei denen das Thema Seelenheil noch irgendwo Ausdruck fand, sei es druch ein Kreuz auf dem Grab. Die Frage stellt sich, wissen wir heute mehr oder zu wenig über dieses Thema? Die Selbstherrlichkeit des Menschen ist in Regierungen und im persönlichen Leben der Bürger angekommen und hat auch bibeltreue Gemeinden erreicht. Auch hier wird immer mehr der Mensch in den Mittelpunkt gerückt und beklatscht, und nicht Gott der HERR die gebührende Ehre gegeben. Anstelle der Verantwortung vor Gott ist die sogenannte „Selbstverantwortung“ getreten, die uns in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens begegnet. Tun und Handeln sind der eigenen Verantwortlichkeit anvertraut. Eine Einladung zur Selbstüberschätzung nach dem Motto: „Ich entscheide, was für mich und andere gut ist.“ In der Konsequenz führt diese Einstellung zur Zerstörung des sozialen Umfeldes, aber auch allzu oft in Drogenkonsum und in die Abhängigkeit von okkulten Mächten. Die mangelnde Verantwortung gegenüber dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland bereitet auf vielerlei Art und Weise einen erneuten Zusammenbruch vor. Trost und Hoffnung, die gläubige Christen angesichts kommender Katastrophen finden können, verbirgt sich in der Offenbarung. Der Gott der Bibel hat letztendlich alles vorgesagt, verbunden mit einem guten Ende für die, die an den Sohn Gottes glauben. Bis dahin gilt es, die persönliche Verantwortung vor Gott und den Menschen ernst zu nehmen, auch wenn sich kaum noch jemand Sorgen macht. So war es im Judentum, so wiederholt es sich auch heute. Dennoch ist Gottes Wille darauf gerichtet, seine Getreuen im Glauben hindurchzuführen, damit sie durchhalten, wie es der Apostel Paulus in seinem Brief an die junge Gemeinde in Rom um das Jahr 55 n.Ch r. schreib: Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen[6], weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch irgendwelche Gewalten, 39 weder Hohes noch Tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt können uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus, unserem Herrn, schenkt. Foito: Maheshkumar Painam

  • Die Rolle der Frau im Reich Gottes Teil I

    Foto Miguele Teirlink Um einige Aspekte zur Rolle der Frau im Reich Gottes zu beleuchten, soll es zunächst um die heutige Lebensperspektive von Frauen gehen, verbunden mit der Frage: Wie finde ich einen (gläubigen) Mann?* Von der Bibel her ist die Bestimmung der Frau der Ehebund als Gehilfin  des Mannes. Hier geht der Schöpfer davon aus, dass der Mann nicht allein in der Lage ist, sein Leben nach dem Willen Gottes allein zu gestalten. Er braucht Unterstützung, Begleitung, eine Freundin (wie im Hohelied beschrieben), damit er durch die Ergänzung mit einer Frau seine Aufgaben erfüllen kann. Dies alles auf der Grundlage, dass Frau und Mann unterschiedliche Fähigkeiten und Gaben erhalten haben, um in einer lebenslangen Verbindung mit dem Ehepartner ein Ganzes zu ergeben. *Abgesehen von der Institution der Ehe, wie sie Gott gestiftet hat, gibt es aber auch Ehelosigkeit, ein Leben ohne sexuelle Beziehung zu einem anderen Menschen, wie es beispielsweise der Apostel Paulus gelebt hat. Inwieweit Paulus hierbei ausschließlich an ehelose Männer gedacht hat, ist an dieser Stelle nicht zu beantworten. Tatsächlich empfiehlt er an anderer Stelle, dass eine Frau Kinder bekommen soll, also in einer Ehebeziehung leben, damit sie nicht verloren geht. 1.Tim 2/15 . Dennoch sollte sich keine Christin verpflichtet fühlen eine Ehe einzugehen, wenn sie keinen Wunsch danach verspürt. Solche Menschen können von Gott besonders befähigt und berufen sein, zum Beispiel, dass sie Familien unterstützen und andere Dienste in Gemeinde und Gesellschaft übernehmen. Eine seelsorgerische Bergleitung ist auch in solchen Fällen ratsam. Nun ein paar Fragen, die sich eine Frau im heiratsfähigen Alter stellen und vor Gott ausbreiten sollte. Hierbei geht es nicht darum, ob man die richtigen Voraussetzungen erfüllt, sondern ob Frau bereit für die Ehe ist. Bin ich für die Ehe bereit? Gibt es Sünde, die zuvor Buße und Umkehr verlangen? Gibt es Vorbelastungen aus Kindheit und Jugend, die meine Beziehungsfähigkeit zu einem Mann erschweren? Missbrauch, fehlender Vater, Mutterbindung, krankheitsbedingte Einschränkungen, Süchte... Kann ich mich an positive Erlebnisse erinnern, bei denen ich mich als schön und begehrenswert empfand? War ich jemals die "Prinzessin" meines Vaters oder wurde von anderen Verwandten bewundert? Gab es Begegnungen, die mich in meiner Weiblichkeit bestärkten und bestätigten? Kenne ich als Christin Gottes Schöpfungsordnung, wie sie in der Bibel für die Frau formuliert wird. (Siehe Teil II) Habe ich bisher keusch gelebt? (sexuelle Enthaltsamkeit, die auf das Ziel der Ehe gerichtet ist) Führe ich ein Leben, das für Ehe Raum bietet? Es geht hier vor allem um Zeitplanung, Raumplanung, Engagement in Beruf, Verein und Gemeinde. Habe ich Freiraum, mein Leben mit einem Mann zu teilen und bin ich bereit, bisherige Lebensentscheidungen und Gewohnheiten zu verändern oder abzulegen? Bin ich bereit, meinen Körper und mein Aussehen so zu verändern, um für einen Mann begehrenswert zu sein? Habe ich eine Vorstellung davon, was mich als Frau für einen Mann attraktiv und begehrenswert macht? Kenne ich meinen Wert als Frau? Kenne ich ein natürliches Selbstbewusstsein, das einen Mann dazu einlädt, um mich zu kämpfen? Bin ich bereit, die Stärke eines Mannes anzuerkennen, um mich darin zu bergen? Bin ich bereit, eine Ehe mit einem gläubigen Mann einzugehen, um Konflikte zu dritt auszutragen? Erhalte ich für meine Fragen von Gott Antworten? Oder kenne ich Seine Antwort und bin nicht in allem bereit IHM zu folgen? Um die folgenden Aspekte für die Rolle der Frau im Reich Gottes zu beleuchten, soll es zunächst um die heutige Lebensperspektive von Frauen gehen und die Frage: Finde ich einen (gläubigen) Mann?* Von der Bibel her ist die Bestimmung der Frau der Ehebund als Gehilfin  des Mannes. Hier geht der Schöpfer davon aus, dass der Mann nicht allein in der Lage ist, sein Leben nach dem Willen Gottes allein zu gestalten. Er braucht Unterstützung, Begleitung, eine Freundin (wie im Hohelied beschrieben), damit er durch die Ergänzung mit einer Frau seine Aufgaben erfüllen kann. Dies alles auf der Grundlage, dass Frau und Mann unterschiedliche Fähigkeiten und Gaben erhalten haben, um in der innigen Verbindung mit dem Ehepartner ein Ganzes zu ergeben. *Abgesehen von der Institution der Ehe, wie sie Gott eingerichtet hat, gibt es aber auch Ehelosigkeit, ein Leben ohne sexuelle Beziehung zu einem anderen Menschen, wie es beispielsweise der Apostel Paulus gelebt hat. Hier wird eine Hingabe vorausgesetzt, die in der Regel frei vom Wunsch nach einer Familie und der Sehnsucht nach einem Mann ist. Solche Menschen können von Gott besonders befähigt und berufen sein, zum Beispiel, dass sie Ehen unterstützen und andere Dienste in der Gemeinde übernehmen. Nun ein paar Fragen, die sich eine Frau im heiratsfähigen Alter stellen und vor Gott ausbreiten sollte. Hierbei geht es nicht darum, ob man die richtigen Voraussetzungen erfüllt, sondern ob Frau bereit für die Ehe ist. Bin ich für die Ehe bereit? Gibt es Sünde, die zuvor Buße und Umkehr verlangen? Gibt es Vorbelastungen aus Kindheit und Jugend, die meine Beziehungsfähigkeit zu einem Mann erschweren? Missbrauch, fehlender Vater, Mutterbindung, krankheitsbedingte Einschränkungen, Süchte... Kann ich mich an positive Erlebnisse erinnern, bei denen ich mich als schön und begehrenswert empfand? War ich jemals die "Prinzessin" meines Vaters oder wurde von anderen Verwandten bewundert? Gab es Begegnungen, die mich in meiner Weiblichkeit bestärkten und bestätigten? Kenne ich als Christin Gottes Schöpfungsordnung, wie sie in der Bibel für die Frau formuliert wird. (Siehe unten) Habe ich bisher keusch gelebt? (sexuelle Enthaltsamkeit, die auf das Ziel der Ehe gerichtet ist) Führe ich ein Leben, das für Ehe Raum bietet? Es geht hier vor allem um Zeitplanung, Raumplanung, Engagement in Beruf, Verein und Gemeinde. Habe ich Freiraum, mein Leben mit einem Mann zu teilen und bin ich bereit, bisherige Lebensentscheidungen und Gewohnheiten zu verändern oder abzulegen? Bin ich bereit, meinen Körper und mein Aussehen so zu verändern, um für einen Mann begehrenswert zu sein? Habe ich eine Vorstellung davon, was mich als Frau für einen Mann attraktiv und begehrenswert macht? Kenne ich meinen Wert als Frau? Kenne ich ein natürliches Selbstbewusstsein, das einen Mann dazu einlädt, um mich zu kämpfen? Bin ich bereit, die Stärke eines Mannes anzuerkennen, um mich darin zu bergen? Bin ich bereit, eine Ehe mit einem gläubigen Mann einzugehen, um Konflikte zu dritt auszutragen? Erhalte ich für meine Fragen von Gott Antworten? Oder kenne ich Seine Antwort und bin nicht in allem bereit IHM zu folgen? Um die folgenden Aspekte für die Rolle der Frau im Reich Gottes zu beleuchten, soll es zunächst um die heutige Lebensperspektive von Frauen gehen und die Frage: Finde ich einen (gläubigen) Mann?* Von der Bibel her ist die Bestimmung der Frau der Ehebund als Gehilfin  des Mannes. Hier geht der Schöpfer davon aus, dass der Mann nicht allein in der Lage ist, sein Leben nach dem Willen Gottes allein zu gestalten. Er braucht Unterstützung, Begleitung, eine Freundin (wie im Hohelied beschrieben), damit er durch die Ergänzung mit einer Frau seine Aufgaben erfüllen kann. Dies alles auf der Grundlage, dass Frau und Mann unterschiedliche Fähigkeiten und Gaben erhalten haben, um in der innigen Verbindung mit dem Ehepartner ein Ganzes zu ergeben. *Abgesehen von der Institution der Ehe, wie sie Gott eingerichtet hat, gibt es aber auch Ehelosigkeit, ein Leben ohne sexuelle Beziehung zu einem anderen Menschen, wie es beispielsweise der Apostel Paulus gelebt hat. Hier wird eine Hingabe vorausgesetzt, die in der Regel frei vom Wunsch nach einer Familie und der Sehnsucht nach einem Mann ist. Solche Menschen können von Gott besonders befähigt und berufen sein, zum Beispiel, dass sie Ehen unterstützen und andere Dienste in der Gemeinde übernehmen. Nun ein paar Fragen, die sich eine Frau im heiratsfähigen Alter stellen und vor Gott ausbreiten sollte. Hierbei geht es nicht darum, ob man die richtigen Voraussetzungen erfüllt, sondern ob Frau bereit für die Ehe ist. Bin ich für die Ehe bereit? Gibt es Sünde, die zuvor Buße und Umkehr verlangen? Gibt es Vorbelastungen aus Kindheit und Jugend, die meine Beziehungsfähigkeit zu einem Mann erschweren? Missbrauch, fehlender Vater, Mutterbindung, krankheitsbedingte Einschränkungen, Süchte... Kann ich mich an positive Erlebnisse erinnern, bei denen ich mich als schön und begehrenswert empfand? War ich jemals die "Prinzessin" meines Vaters oder wurde von anderen Verwandten bewundert? Gab es Begegnungen, die mich in meiner Weiblichkeit bestärkten und bestätigten? Kenne ich als Christin Gottes Schöpfungsordnung, wie sie in der Bibel für die Frau formuliert wird. (Siehe unten) Habe ich bisher keusch gelebt? (sexuelle Enthaltsamkeit, die auf das Ziel der Ehe gerichtet ist) Führe ich ein Leben, das für Ehe Raum bietet? Es geht hier vor allem um Zeitplanung, Raumplanung, Engagement in Beruf, Verein und Gemeinde. Habe ich Freiraum, mein Leben mit einem Mann zu teilen und bin ich bereit, bisherige Lebensentscheidungen und Gewohnheiten zu verändern oder abzulegen? Bin ich bereit, meinen Körper und mein Aussehen so zu verändern, um für einen Mann begehrenswert zu sein? Habe ich eine Vorstellung davon, was mich als Frau für einen Mann attraktiv und begehrenswert macht? Kenne ich meinen Wert als Frau? Kenne ich ein natürliches Selbstbewusstsein, das einen Mann dazu einlädt, um mich zu kämpfen? Bin ich bereit, die Stärke eines Mannes anzuerkennen, um mich darin zu bergen? Bin ich bereit, eine Ehe mit einem gläubigen Mann einzugehen, um Konflikte zu dritt auszutragen? Erhalte ich für meine Fragen von Gott Antworten? Oder kenne ich Seine Antwort und bin nicht in allem bereit IHM zu folgen? Teil II: Die Rolle der Frau im Reich Gottes.

  • Das Gemeindeschiff am Ende seiner Reise

    Dies ist eine allgemeine Betrachtung zur Situation der Gemeinden um uns herum. Trends und Entscheidungen im Reich Gottes, von der jede christliche Gemeinschaft-mehr oder weniger-betroffen zu sein scheint. (Westeuropa und USA). Ich stütze mich dabei auf Erfahrungen und Beobachtungen, wie sie sich nicht erst seit der Coranzeit ergeben haben. Auf den ersten Blick mag es sich um ein pessimistisches Bild handeln, aber bei genauerer Betrachtung geht es hier um keine Fehlentwicklung in der Heilsgeschichte Gottes, sondern um sich erfüllende Prophetie, wie sie beispielsweise in 2. Thessalonicher 2/4 und in Matthäus 24/6 ff für die Endzeit vorhergesagt wird. Ein Blick in die Apostelgeschichte 27 kann helfen, die Gedanken Gottes über diese Zeit besser zuzuordnen: Hier wird die Schiffsreise des Apostels Paulus nach Rom beschrieben. Das Evangelium sollte damals die höchste Staatsautorität der damaligen Welt erreichen, den Kaiser von Rom. Gleichzeitig gehe ich davon aus, dass die Schiffsreise eine Vorausschau auf die Kirchengeschichte darstellt, eine bildliche Vorwegnahme der folgenden zwei Jahrtausende, an deren Ende das Zerbrechen des „Gemeindeschiffes“ steht, aber, das sei gleich vorweggenommen: mit gutem Ausgang. Keiner derer, die Gott dem Paulus anvertraut hatte, gingen verloren, Die wahren Gläubigen, die Auserwählten nach Epheser 1/4 , werden gerettet. Zwar gerade so, mit Ach und Krach, aber sie sind wahrhaftig gerettet, während das Gemeindeschiff zerbricht. Einiges, was zu diesem Schiffsunglück geführt hat, können wir als Begleiterscheinungen der Kirchengeschichte, insbesondere für uns heute, übernehmen. Beispielsweise, dass man „Fachleuten“ (der Seefahrt) mehr vertraute, als einem Knecht Gottes (Paulus), der zwar keine seemännische Ausbildung hatte, aber seine Berufung als Wegbereiter unter Beweis gestellt hatte. Inwieweit hier der Unterschied zwischen akademischer Theologie und wahrhafter Berufung und Bekehrung durchscheint, sei dahingestellt. Das Getreide (das nahrhafte Wort Gottes) wurde über Bord geworfen. Heute fehlt es in vielen Gemeinden an der gesunden Bibellehre. Bibelwissen ist nicht nur in der breiten Bevölkerung auf einem historischen Tiefstand. Seit der Reformation ist auch die Bibellehre in den Gemeinden immer weiter verkümmert. Begleitet von der Abnahme geistiger und sprachlicher Fähigkeiten im Zeitalter der Unterhaltungselektronik und des Internets. Ebenso wurde auch der Anker gekappt. Bildlich geht damit die Hoffnung über Bord. Wie viel Zweifel und Orientierungslosigkeit gibt es heute auch in den Gemeinden, wenn man einmal hinter die fromme Fassade blickt? Hast Du da eigene Erfahrungen? Beispielsweise wenn es heißt, dass das Segel nach dem Wind gerichtet wird , bildlich man die Fahrtrichtung der Gemeinde dem Zeitgeist überlässt. Der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau: Man muss Bibel und Zeitung lesen. Man muss die Bibel lesen, damit man die Zeitung versteht. Die Zeitung verwirrt einen, wenn man sie nicht liest auf der Basis dessen, was die Bibel an Menschenbild und Zukunftsperspektive hat. Wenn man das aus dem Blick verliert, dann wird man, wie der Apostel Paulus sagt, hin und her getrieben vom Winde der Meinungen. Was dies im Detail bedeuten kann, dazu später mehr. Beispielsweise wenn die Taue und das Ruder losgelassen werden, bildlich, der Glaube seine Steuerfunktion verliert. Welchen Stellenwert nimmt der Glaube heute noch ein, wenn wir immer mehr nach menschlichen Maßstäben beurteilen und Meinungen über das Wort Gottes die Hauskreise beherrschen? Wenn wir uns lieber auf unsere eigenen Fähigkeiten verlassen, aber ansonsten Gott nur theoretisch mit ins Boot holen. Für wie viel Überraschung bin ich bereit und auf wie viel ungewohnte Wege würdest ich mich einlassen? Immer im Vertrauen darauf, dass der HERR den besseren Überblick hat als ich selbst. Und schließlich, das Schiff läuft auf eine Sandbank und steckt mit dem Bug fest. Ein Bild für die Gesamtheit der christlichen Gemeinde in der Endzeit. Die katholische Kirche (der Bug), der in Traditionen feststeckt und in Riten erstarrt, während die anderen (das Heck) von den Wellen der liberalen Theologie aufgerieben werden. Beispielsweise, wenn das Wort Gottes nicht mehr als unveränderlich gilt. Wie viel Bibeltreue gibt es noch in Deinem Umfeld? Geschwister, die bedingungslos dem Wort Gottes vertrauen, auch wenn sie mit ihrer Haltung Widerspruch ernten und vor Herausforderungen stehen, in Familie, im Beruf, in der Gemeinde? Die Endzeitgemeinde Jede Gemeinde ist heute in der Gefahr, sich vom Glauben zu entfernen, vom Weg abzukommen. Sich der Welt anzupassen und die Treue zum Wort Gottes aus dem Blick zu verlieren. In den sieben Sendschreiben steht die Gemeinde von Laodizäa, die Endzeitgemeinde für die freikirchliche Bewegung des 20. und 21. Jahrhunderts. Die evangelisch/lutherische Kirche stand demgegenüber mehr unter politischem Einfluss, so wie hohe Ämter in der EKD immer wieder von Politikern und Politikerinnen bekleidet wurden. Nicht umsonst bedeutet der Name dieser Gemeindeform von Laodizäa „die Volksgerechte“, diejenige, die es jedem (Otto Normalverbraucher) recht machen will. Ohne auf die katholische Kirche einzugehen, kann man wohl sagen, dass beide große Kirchen sich geistlich in Auflösung befinden und die Freikirchen werden sich diesem Trend nicht sonderlich entziehen können. Denn im Reich Gottes hier auf Erden finde ich alle Christen (und Christinnen), egal welcher Konfession man sich angehörig fühlt, egal ob man wirklich bekehrt ist oder nur einer Tradition anhängt. Die Unterscheidung in Konfessionen kommt in der Bibel gar nicht vor. Die wahren Gläubigen bilden den einen Leib Christ, es gibt hier keinen katholischen und keinen freikirchlichen Leib. Alle zusammen bilden „den Christus“ (Paulus). Luther dazu: Es gibt nur eine Kirche, wo immer sie sich in der Welt auch befindet. So hat sie kein anderes Evangelium und keine andere Heilige Schrift, keine andere Taufe oder Abendmahl, keinen anderen Glauben und Geist, keinen anderen Christum und Gott, keine andere Hoffnung und ewiges Leben, als wir hier in unserer Kirche haben. Daher sind ihre Bischöfe unsere Bischöfe oder Gemeindeleiter und Prediger. Keiner ist des anderen Herr oder Untergebener. Alle sind gleich gesinnt und ein Herz, und alle, die zur Kirche gehören, sind gleich. Außer dass ein Prediger, genauso wie jeder andere Christ, stärkeren Glauben haben kann oder obendrein mehr Gaben hat als ein anderer. Einer kann besser die Schrift auslegen, ein anderer besser Entscheidungen treffen, ein anderer besser predigen, ein anderer besser die Geister unterscheiden, ein anderer besser trösten, ein anderer sich besser in Fremdsprachen auskennen und so weiter. Aber solche Gaben erzeugen keine Ungleichheit noch Hierarchie in der Kirche, ja machen noch keinen Christen aus einem Menschen, sondern jemand muss zuvor ein Christ sein. (Sprachlich angepasst). Eisen und Ton*, die (westliche) Endzeitgesellschaft * Daniel 2/43 beschreibt unter anderem die westliche Gesellschaft, wie sie sich heute entwickelt. In dem Standbild, das der Prophet Daniel sieht, werden die Weltreiche vom babylonischen bis zum europäisch/römischen, dargestellt. Sie alle verbindet eine Beziehung zu Israel, dem Mittelpunkt der Welt, zumindest aus Sicht der Bibel. Während noch der Kopf der Figur aus Gold besteht, enden die Füße in einer Mischung aus Eisen und Ton, einer machtvollen, aber zerbrechliche Zusammensetzung. Es fällt nicht schwer darin die Geschichte Europas zu sehen, wie sie sich seit der Nachkriegszeit, den römischen Verträgen und der Aufnahme fremder Kulturen gestaltet. Allein dieses Beispiel macht deutlich: Gemeinde, die sich nicht mit den Prophetien der Heiligen Schriften auseinandersetzt, macht sich bewusst blind für das Wirken des Heiligen Geistes in unserer heutigen Zeit und für zukünftige Entwicklungen. Das Buch Prediger geht zwar von immer wiederkehrenden Zyklen in der Schöpfung aus, (dem Rad der Schöpfung) , aber die Geschichte Gottes mit der Menschheit ist stets voranschreitend und auf Veränderung und Erneuerung aus. Bin ich bereit, mich darauf einzulassen? Bin ich in der Lage, trotz all der verwirrenden und bedrohlichen Entwicklungen auf die Wiederkehr Jesu zu freuen? Oder gerade deshalb? Zumindest die Gesellschaft um uns herum verändert sich rasant, doch immer zum Guten? Gottes gute Schöpfungsordnung steht mehr denn je im Visier von Politik und Medien. Wie im zweiten Psalm beschrieben, befinden sich die Nationen im Aufstand gegen den Schöpfergott und suchen nach Wegen, sich von Seiner Ordnung zu befreien. Eine Ordnung, die den Menschen davor bewahren sollte, sich selbst zu schaden. Logan Brown, ein angeblicher Mann mit schwangerem Bauch, bildet dabei nur die Spitze eines Eisberges. Die lebensfeindliche Einstellung zeigt sich auch an vielen anderen Stellen, beispielsweise in der politischen Forderung nach Abtreibung bis zur Geburt. Man geht davon aus, dass bis heute mehr Kinder im Mutterleib getötet wurden, als es Opfer in den beiden Weltkriegen gab. Oder die Versuche, das Selbsttöten gewerblich zu organisieren, obwohl noch die Kriegsgeneration die Schrecken der Euthanasie kennenlernen musste. Und dann, nach Krieg und Holocaust, die Väter und Mütter des deutschen Grundgesetzes, die die Verantwortung vor Gott sahen und sie in der Präambel verankerten. Damals begriff man, dass das Leben ein Geschenk Gottes ist. Heute werfen viele, primär junge Leute ihr Leben im Selbstmord fort, weil sie die Frohe Botschaft des Evangeliums nicht mehr erreicht. Die Warnungen der Propheten und Apostel verklingen, wie schon zu Zeiten des alten Israels, als die Verantwortlichen, die Könige und Herrscher nicht umkehren wollten. Eine aktuelle Gesellschaftsanalyse liefert uns Jesaja: Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse; die Finsternis zu Licht machen und Licht zu Finsternis; die Bitteres zu Süßem machen und Süßes zu Bitterem! 21 Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst für verständig halten! 22 Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfere Männer im Mischen von Rauschtrank; 23 die den Ungerechten wegen eines Bestechungsgeschenkes gerecht sprechen, den Gerechten aber ihre Gerechtigkeit absprechen! Der Prophet Jesaja vor 2700 Jahren. Gemeinde vor neuer Entscheidung An Gemeinde kritischen Wortmeldungen fehlt es dieser Zeit nicht. Der christliche Büchermarkt ist reich gesät an warnenden Abhandlungen, wie zum Beispiel bei Alexander Seibel in Biblische Prophetie, zeitnah, zeitwahr, zeitnah, zeitklar " Wir befinden uns in einer Zeit der uferlosen Toleranz, sind geistlich AIDS-krank und leben in Zeiten der neunten Seligpreisung: Selig sind die, die alles tolerieren, denn sie werden für nichts zur Verantwortung gezogen. Das ist zum Credo dieser Generation geworden." Seibel beschreibt weithin, wie folgenlos ganz offensichtliche Irrlehren verdaut werden, ohne dass man noch in der Lage ist, angemessen darauf zu reagieren. Durch die mediale Durchsetzung vieler Gemeinde scheint dies auch nicht mehr möglich zu sein, denn wo, wann und mit wem sollte man sich besinnen, etwa bei einer Podiumsdiskussion? Geistige Zerstreuung beherrscht das Gemeindeleben vielerorts. Nicht mehr der überschaubare Kreis der Ortsgemeinde ist Dreh- und Angelpunkt für den Glauben, sondern zahlreiche Fluchtpunkte gliedern sich drumherum. Bibelseminare, Jüngerschaftsschulen, Predigten auf YouTube, Filmserien wie "The Chosen", Buchtrends wie "Die Hütte" und andere "Events" sorgen dafür, dass viele Geschwister mehr "aushäusig" unterwegs sind. Jedem ist solch ein Gemeindemitglied schon begegnet, wenn es heißt: "Du musst unbedingt dieses Buch lesen, diesen Film sehen, dorthin mitkommen, hierhin fahren und überhaupt der Jakobsweg in Spanien ist genau das richtige. Viele fühlen sich völlig frei, als wenn es nur darum ginge, möglich viel vom christlichen Markt der Angebote und Möglichkeiten mitzunehmen. Kaum jemand scheint sich mehr zu fragen, wo die eigene "Familie" sich gerade befindet und welche Werke im Haus Gottes, der eigene Gemeinde schon vorbereitet sind.. Matthäus 12/48 Diese geistige "Weiträumigkeit" hat ihre Belastungsprobe in der Coronakrise erlebt, wo etliche Gemeinden und Hauskreise sich aus den Augen verloren. Was eigentlich zu einem brüderlichen Zusammenrücken hätte führen müssen, wie sonst oft in der Geschichte der Christenheit, hat zu einem Umherirren geführt, in dem die Heilsbotschaften der Welt (Impfung, Masken, Abstandhalten) größere Aufmerksamkeit und Vertrauen erlangten. Aber wir haben es nicht erst seit Corona mit einer Entwicklung zu tun, die viele Menschen überfordert und auch unter Christen erhebliche Verwirrung und Orientierungslosigkeit stiftet. Schon Salomo stellt in Prediger 3/16 fest: Ich habe noch etwas auf dieser Welt beobachtet: Wo man eigentlich Recht sprechen und gerechte Urteile fällen sollte, herrscht schreiende Ungerechtigkeit. Mit Blick auf die nationale und internationale Rechtssprechung hat sich dies schon längst bewahrheitet. So fordert unter anderem die jüngste Agenda des UN-Menschenrechtsrats für die LGBT-Organisationen uneingeschränkte Machtfülle und eine staatliche Kontrolle der Religionen. Eines Tages wird jede Kirche und Ortsgemeinde somit vor der Frage stehen, ob sie homosexuelle Paare trauen wird. Mit der Androhung, wegen Rassismus geschlossen zu werden, wenn man nicht bereit ist zu kooperieren. Eine Frage, die schon Petrus vor dem hohen Rat vor zweitausend Jahren beantwortet hatte: "Da antwortete Petrus, und die Apostel erklärten: » Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen !" Apostelgeschichte 5/29 Gläubige Christen befinden sich heute automatisch im Spannungsfeld zwischen einem gottlosen Umfeld und dem, was die Bibel an Orientierung und Verhaltensanweisungen liefert. Wir haben es mit einer medialen Beeinflussung zu tun, die vor Gemeindemitgliedern nicht haltmacht und deshalb beurteilt und diskutiert werden will, und zwar im Licht der Bibel: Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses Volk Verschwörung nennt. Das, was sie fürchten, sollt ihr nicht fürchten und nicht ⟨davor⟩ erschrecken. Jesaja 8/12 Unter dem flächendeckenden Einfluss der Medien werden Glaube und Bibeltreue systematisch ausgehöhlt und durch eine liberale Theologie untergraben. Daher gilt für mich mehr denn je, sich auf das ewige und unveränderliche Wort Gottes zu besinnen, um nicht unter die Räder des Zeitgeistes zu geraten und Gott nicht untreu zu werden. Eine Große Herausforderung, der sich nicht mehr alle in den Gemeinden bewusst sind. Ob Gemeinde heute dies überhaupt noch leisten können und wollen, daran gibt es erhebliche Zweifel. Die Wahrheit über das Leben, die in Jesus Christus verborgen ist, Kolosser 2/3 , will erforscht und entdeckt werden. Meint nicht Wahrheit im Griechischen, was "verborgen" ist? Welche Wahrheit begegnet uns dann tagtäglich in den Medien? Hier treffen wir eher auf einen mächtigen Feind der Wahrheit. Ein Umstand, den ein bedeutender Theologe zu Apostelgeschichte 24/5 so gekennzeichnet hat: Jedermann verurteilt das Christentum und verkündet, dass die Bibel Unterdrückung, Krieg und Fundamentalismus in die Welt gebracht hat. Seit sich das Evangelium verbreitet hat, wäre alles schlimmer geworden. Zuvor ginge es noch friedlich zu ohne Verfolgung und die Leute lebten als gute Freunde und Nachbarn zusammen. Solch unnützen Mäulern ist zu antworten: Es kann und soll nicht hübsch brav und ruhig zugehen. Denn wie sollte es friedlich zugehen, wenn der Teufel das Sagen hat und das Evangelium sein Todfeind ist? - Darum hoffe auf keinen Frieden und ein ruhiges Leben, solange Christus mit seinem Evangelium in das Reich des Teufels eindringt. Und wehe dem trügerischen Frieden in Wohlstand und Komfort. Wenn er noch vorher da war und jetzt sehnlichst wieder herbei gewünscht wird, ist es ein sicheres Zeichen, dass der Teufel regiert und kein Christus da ist. So befürchte ich leider, dass die Deutschen das Evangelium allzu schnell wieder aus dem Blick verlieren, - wofür die Schreihälse jetzt kämpfen. (Martin Luther 1483-1546, sprachlich angepasst) Gemeinde zwischen Gnade und Anpassung Schon Martin Luther sprach von den Schwarmgeistern , wenn es darum ging, dass Christen die Realität hier auf Erden rosarot einfärbten. Jene Menschen, die Leid und Trübsal schon längst hinter sich gelassen haben, Gottesdienste als eine Art Happening verstehen und ansonsten "längst in den Himmel hinauf geflattert sind und sich unter die Flügel des Heilgengeistes gesetzt haben". So etwa malt der Reformer jene Gemeinde aus, die christliche Gemeinschaft als Ort der angenehmen Gefühle und des fröhlichen Miteinanders verstehen. Dass sich dahinter leicht Heuchelei und Selbstsucht verbergen können, vermerkt er an anderer Stelle kurz und knapp: "Lichte Kirchen, finstere Herzen. Finstere Kirchen, lichte Herzen." Demnach sind der Ort und die Umstände für Gemeindezusammenkünfte nicht so entscheidend, wie das, was die Brüder und Schwestern im Herzen füreinander tragen. Es mussten einige Jahre ins Land gehen, bis ich begriff, was Jesus in Matthäus 22/38 meint. Demnach stehen für mich zuallererst die Brüder und Schwestern im Mittelpunkt, die still vor sich hin leiden, sei es körperlicher oder seelischer Art, notwendige Fragen in sich vergraben und denen nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird. Oftmals hat dies dazu geführt, dass in Anfechtung durch Krankheit und andere Not die Leute eher zu Hause blieben und den Hauskreis absagten, als sich gerade deshalb in die Gemeinschaft zu begeben; sei es, den HK zu sich nach Hause zu rufen. Schämen Geschwister sich heute, wenn nicht alles rund und perfekt läuft? Beten wir lieber für andere, als dass wir Geschwister bitten, für uns selbst zu beten oder gar zu sagen: Ich brauche Leute, die für mich glauben. Was für ein starkes Bekenntnis aus einem Hauskreis. Ich denke aber auch an Geschwister, deren Begabung für den Gemeindedienst nicht erkannt werden und die nicht in ihre von Gott geplante Berufung gelangen. Wir feiern Gottesdienste mit Lobgesang und guter Predigt, aber entscheiden ist doch, was letztendlich dabei herauskommt. Ob Christen sich auf den Weg machen, dem Nächsten zu dienen; in der Gemeinde, in der Nachbarschaft, unter Freunden und in der Familie. Dies alles in der Vorfreude darauf, dass Jesus wieder kommt und zu sich holen wird. In Matthäus 24/12 spricht der Heiland von den letzten Tagen der Gemeinde, wenn es heißt: 12 und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; 13 wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden. In meinen Augen bedeutet dies, dass ein zunehmender Egoismus um sich greift. Ein Erkalten der Herzen, unter dem die Schwachen und Einsamen, die Kranken und vom Alltag Überforderten und jene, die in Beziehungskrisen stecken, nicht mehr die Aufmerksamkeit und Liebe erfahren, die sie brauchen. Ganz zu schweigen von den Geschwistern, die Zweifeln erleben oder gar vom Glauben längst abgefallen sind. Darüber können auch laute Jubelgottesdienste nicht hinwegtäuschen, denn genauso wie Gott nicht schwerhörig ist, genauso lässt er sich nicht von Äußerlichkeiten und Lippenbekenntnissen täuschen. In Jakobus 5/16 heißt es: 16 Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist. Bekennt eure Sünden….. Hier wird ein Reinigungsprozess angesprochen, der für mich immer wichtiger geworden ist. Wurde mir doch bewusst, wie sehr der Alltag mich (geistig) verunreinigt, sei es durch Werbeplakate, durch verlockende Angebote oder die Versuchung, es mit der Wahrheit im Alltag nicht so genau zu nehmen, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Beichtangebote, Buße und Umkehr von falschen Wegen scheinen mir die Grundvoraussetzung zu sein, um überhaupt im Glauben zu wachsen und liebevoll miteinander umgehen zu können: In Lukas 7/47 diagnostiziert Jesus:. 47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie (die Sünderin) hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben.. Gemeinde, die nicht Sünde immer wieder thematisiert, an Buße, Umkehr und Treue zu Gottes Wort erinnert, lebt an den Realitäten dieser Welt vorbei. Jeder braucht Vergebung, genauso wie wir uns darin über, vergeben zu können. Besonders traurig, wenn es kaum mehr vertrauenswürdige Brüder und Schwestern gibt, denen man sich mit seinem Gewissen anvertrauen möchte. Zitat eine Schwester in Jesu: "Wenn ich heute im Hauskreis etwas beichte, dann weiß es morgen die ganze Gemeinde." Der Trend, sich als Gemeinde dem Zeitgeist und den Erwartungen von Besuchern anzupassen, führt meiner Ansicht nach zu unterschiedlichen Ergebnissen. Bei den einen zu Kirchenaustritt und Mitgliederverlust, weil jede Attraktivität verloren geht. Viele Bürger suchen ja gerade in Kirchengemeinden und im Glauben etwas, was ihnen im alltäglichen Leben fehlt. Sie würden gerne Neuland betreten und wären bereit, sich herausfordern zu lassen. Finden dann aber nur ein weichgespültes Evangelium vor und die Angst, als Christ anders zu sein. Andere Gemeinden boomen, haben Zulauf, bieten reichlich Gemeindeaktivitäten und verfügen über professionelle Musiker und begabte Rhetoriker. Der Gottesdienst wirkt eher wie eine Bühnenshow, als dass Gemeinde in ihrer Vielfalt und Bedürftigkeit zum Ausdruck käme. So werden oftmals Menschen in den Mittelpunkt gestellt und für ihre Leistungen und Bekenntnisse beklatscht. Als wenn nicht alles von der Gnade Gottes abhängig wäre und alles Gute nicht vom HERRN käme. Lukas 17/10 wirkt dagegen wie ein Rückgriff auf vorchristliche Zeiten, will aber nur das Verhältnis begnadeter Sünder gegenüber ihrem Schöpfer in Erinnerung rufen. Bleibt die Frage, wie weit man als Glied einer Gemeinde die Verweltlichung mittragen kann, ohne selbst daran Schaden zu nehmen, in Gefahr zu geraten, Gott untreu zu werden. Fängt es schon an, wenn sich in der Predigt ein einseitiges Gottesbild verfestigt? Fängt es damit an, wenn die Heilsgewissheit unterschiedslos jedem Gottesdienstbesucher zugesprochen wird, ohne überhaupt nach Bekehrung, Buße und Umkehr zu fragen? Fängt es damit an, wenn das Wort Gottes dem Spekulieren und der persönlichen Meinung überlassen wird? Oder fängt es damit an, dass berufene Lehrer und Prediger von verschiedenen Auslegungen sprechen, ohne sich die Mühe zu machen, nach der richtigen zu forschen? Oder ist der Verfall nicht im Gange, wenn die Liebe untereinander erkaltet und statt praktischer Hilfe fromme Gebete Nächstenliebe ersetzen Ist es dann nicht Zeit übe r 2.Korinther 6/17 nachzudenken: 14 Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? 15 Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen?...« 17 Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab!, spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! Und ich werde euch annehmen Damals, zur Zeit der ersten Christengemeinde ging es, trotz der Besatzung durch die Römer, dem Land gut. Das Volk hatte Könige, die zwar hier und dort über Leichen gingen, aber dennoch es verstanden, Reichtum und Wohlstand zu verbreiten. Die Paläste des Herodes waren überwältigend, die geistliche Führerschaft genoss Ansehen im Volk aber dennoch hatte Gott sein Volk verlassen, (Lo Ami-nicht mein Volk) Weil es wegen seiner Untreue von Gott verstoßen war. Die ganzen Feste und Jubelgottesdienste gingen am Kern des Glaubens vorbei. Jesus war erschienen und wurde abgelehnt. Die geistige Elite und die Masse des Volkes hatte den Messias nicht erkannt. Die Sünde machte sie blind, das Evangelium bewegte sich seit dem Dienstantritt des Apostels Paulis zu den heidnischen Völkern. Auch heute warnt der Textabschnitt vor Gemeinden, die nur zum Schein frommes Verhalten an den Tag legen, um ihre eigene Gerechtigkeit durchzusetzen. Der Teufel selbst ist ihr Ratgeber und Gott fordert auf, solch eine Gemeinde zu verlassen, um sich nicht selbst in Gedanken und Taten zu verunreinigen. Was für die Gläubigen und ersten Christen in Jerusalem galt, das soll auch für uns heute gelten. Erleben wir liberale Einflüsse, die das Wort der Bibel relativieren oder ganz in den Hintergrund drängen, erleben wir, wie Menschen sich selbst feiern und ihre Werke in den Vordergrund stellen, erleben wir Heuchelei und Menschenfurcht, Verdrängen der gesellschaftlichen Realität um uns herum oder erkaltende Opferbereitschaft (Liebe) zueinander, dann schnellstes fort aus deren Mitte . Es gibt noch Gemeinden, die von solchen Einflüssen verschont geblieben sind, einige wenige. Aber Gott belohnt den Mut um Austritt, wenn eine Gemeinde von der Treue zu Gottes Wort abirrt: . ..18 und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. Das Alter der Ältesten Mit meinen einundsiebzig Jahren gehöre ich zu den Ältesten, ohne jemals Ältester gewesen zu sein. Heute sind oftmals junge Leute „Älteste“, was erst einmal der Bibel nicht widerspricht. Und doch braucht Gemeindeleitung neben einem befestigten Glauben und Leitern mit Lehrfähigkeit auch Lebenserfahrung, die sich in der Regel nach Abschluss der Erziehungszeit einstellt. Insofern sollte jede Gemeindeleitung auch über lebenserfahrene Männer verfügen, die gesellschaftliche Entwicklungen über vier, fünf, sechs Jahrzehnte überblicken können. Die Stärke der Jugend, sich schnell an gesellschaftliche Veränderungen anzupassen, wird dann zum Problem, wenn Lebenserfahrung gefragt ist, um nicht vorschnell Trends nachzugeben und Irrlehren zum Opfern zu fallen. Aus der Hirnforschung wissen wir, dass junge Leute zwar schneller entscheiden als ältere, aber auch, dass sie eher falsch entscheiden und ältere eher richtig. In diesem Zusammenhang vermisse ich oftmals auch ein Miteinander der Generationen in Gemeinden. Wie oft habe ich als "Senior" versucht, Kontakt mit der Jugendarbeit aufzunehmen, Lebenserfahrung zu teilen und der Jugend auf ihrem Weg durch den Dschungel einer lebensfeindlichen Umwelt beizustehen. Vergeblich. Auf meinen Fahrten mit der Mitfahrgelegenheit über 20 Jahre habe ich unzählige junge Leute erlebt, von deren Schicksal erfahren, von ihren Beziehungskonflikten bis zu Fragen, die nur die Bibel beantworten kann. Gleichzeitig habe ich es als Vater und späterer Opa genossen, mit der Jugend im wahrsten Sinne des Wortes "unterwegs" zu sein. Ein wahrer Jungbrunnen, denn Generationen haben sich unendlich viel mitzuteilen. Überhaupt, wenn Väter und Großeltern in den eigenen Familien fehlen, wie heutzutage nicht ganz unüblich ist. Wie traurig dann zu erleben, dass die Jugendarbeit in der eigenen Gemeinde hier ziemlich unsensibel auftritt und kaum die Notwendigkeit eines Miteinander der Generationen verspürt. Stattdessen gesellschaftlichen Klassenmuster übernimmt, obwohl Gemeinde ja gerade auch Gemeindefamilie sein kann. Wo findet man solche Möglichkeiten sonst noch? Fazit: Wenn man bereit ist, die rasanten, gesellschaftlichen Veränderungen um sich herum im Licht der Bibel wahrzunehmen, die Geschwindigkeit, mit der Jahrtausend alte Werte und Normen über den Haufen geworfen werden, Menschen überfordert und zunehmend orientierungslos und verwirrt sind, dann fällt es nicht schwer, das Christentum in seiner Endzeitphase zu sehen. Hier geht es um gesellschaftlichen Zerfall von Moral und Sitte, Gesetzlosigkeit, Verwahrlosung der Jugend, mediale Abhängigkeit, zunehmende soziale Ungerechtigkeit, Christendiskriminierung, Auflösung der Familie u.s.w. Schaut man darüber hinaus in Kirchen und Gemeinden, fällt es auch nicht schwer, den aktuellen Stand der Schiffsreise nach Apostelgeschichte 27 zu erkennen. Das Wort Gottes, die Bibel galt bis noch vor nicht zu langer Zeit als gemeinsame Grundlage aller Konfessionen. Nun aber erleben wir vor allem durch die liberale Theologie, aber auch durch Unkenntnis in der Heiligen Schrift eine Zerstörung von innen. Unglaube, Anpassung an den Zeitgeist, genannt "Verweltlichung", Synkretismus und Irrlehren breiten sich aus. Wären dies nicht durch Jesus und die Apostel prophezeit, es wäre Grund zur Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. So aber wissen wir, der HERR hat den Überblick, es gibt keine Panne und keine Entwicklung, die dem Heilsplan Gottes entgegenläuft. Wir haben Grund zur wahren Freude, denn Maranatha, der HERR kommt wieder. Die Zeichen der Zeit verkündigen es. Trotz des Zerfalls kann es nur darum gehen, erwartungsvoll und freudig in die Zukunft zu blicken. Und es geht darum, möglichst viele Seelen aus dem gestrandeten „Gemeindeschiff“ zu retten. Die Versuchung ist groß, sich dieser Aufgäbe zu entziehen, bedeutet es doch Konfrontation mit dem Zeitgeist und eine offene Auseinandersetzung mit der geistigen Ausrichtung der eigenen Gemeinde. Eine Diskussion, die sich weniger an Meinungsbildern und Zukunftsängsten orientiert als mehr am Wort Gottes, der Quelle aller Weisheit und Erkenntnis. Für die Verantwortlichen in den Gemeinden bedeutet dies, sich ihrer Verantwortung vor Gott bewusst zu sein, (das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland lässt grüßen). Ebenso ist jedes Glied der Gemeinde mitverantwortlich, welchen Kurs die Gemeinde einschlägt und wie er/sie im Glauben besteht und überlebt. Keine Gemeinde, kein Bruder, keine Schwester kann auch nur eine einzige Seele erretten, es muss allein durch Jesus Christus geschehen. Und wie Paulus sagt, werden wir alle einmal vor dem Richterstuhl Gottes stehen und unseren Lohn empfangen, darauf gilt es sich vorzubereiten. 2. Korinther 5/10

  • AT Der Prophet Maleachi

    Maleachi = Bote Maleachi war der letzte Schriftprophet, den Gott in der Zeit um 400 v.Ch r. zu seinem Volk sandte. Es war die Zeit nach der 70-jährigen Gefangenschaft des jüdischen Volkes in Babylon. Das Volk lebte mittlerweile wieder in tiefer Perversion und die Führer des Volkes verleugneten die Gebote Gottes. Man nahm die Überlieferungen nicht mehr erst und tat alles, was wir aus unserer heutigen Zeit durch die liberale Theologie erleben. Maleachi gehört in die Reihe der Kleinen Propheten, die von der Zeit der Assyrischen Besatzung, über die babylonische Gefangenschaft bis in die Epoche des persischen Weltreiches aufgetreten sind. Nach den letzteb Propheten Hagai, Sacharia und Maleachi weicht der Heilige Geist von Israel. Es folgen die 400 stummen Jahre, in denen Gott keinen Propheten mehr nach Israel schickt. Die 22 Bibelbücher des AT wurden entsprechend der 22 Buchchroniken in Hebräisch zusammengestellt. Ein Aufteilung in beispielsweise 1. und 2. Chronika oder 1. und 2. Samuel gab es nicht. Bücher in der Bibliothek Gottes im Himmel Das Buch der Tränen Das Buch des Lebens, der Menschen Gottes Die Bibel Ps 119 Das Buch des Hauses Israels Das Buch der Wahrheit Gedenkbuch der Getreuen Mal 3/16 Buch der Werke der Menschen Buch der Offenbarung Das kleine geöffnete Buch Das Buch Maleachi stellt Gottes feierliches Schlusswort zum Alten Testament, Gottes Liebe und Israels kaltes Herz dar. Die "rotzfreche" Antwort der damaligen Führer auf Gottes Werben um Seiner Volk war: Worin hast du uns geliebt? Die Antwort darauf finden wir in Röm 5/8 : Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, als wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Aber es gab schon damals Gottesfürchtige unter den Priestern, die sich berieten und Gott belauschte sie. Zeitablauf Schon bald nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft 538 v .Ch r. verkommt das Volk unter Leitung treuloser Priester. 430 v. Chr. unwürdige Opfer im Tempel, keine Gottesfurcht, Mischehen, liberale Theologie. Erweckungen, die Rückkehr zum Willen Gottes, halten nur kurze Zeit an. Maleachi ruft zur Rückbesinnung (Reformation) auf, um einem schonungslosen Gericht zu entgehen. Es ist die Zeit der letzten messianischen Prophezeiungen, bevor der Messias selbst erscheinen wird. Es folgt das lange Schweigen Gottes gegenüber Israel. Den anerkannten Schriften der Juden wurden keine weiteren mehr dem Kanon hinzugefügt. Die bestehenden Schriften ab Mose I wurden immer wieder abgeschrieben, die besten im Tempel zu Jerusalem aufbewahrt. Nach diesen wurden spätere Abschriften immer wieder abgeglichen und korrigiert. Wer den AT-Originaltext wissen wollte, musste nach Jerusalem gehen. Nach Maleachi kam das lange Warten auf den Messias. Prophetien und Gerichtsankündigungen Edom, die Nachfahren von Esau im heutigen Süd-Jordanien mit der Stadt Petra erhalten ihr Urteil Gottes. Das Volk wird kein Bestand haben, ewiger Zorn trifft sie. Das Volk, dem der Ewige in Ewigkeit zürnt, hat keinen Bestand. Heb 12/16 . dass nicht jemand ein Hurer oder ein Gottloser ist wie Esau, der für eine Speise sein Erstgeburtsrecht verkaufte! Esau hatte sich gegen Gott entschieden, zog ein Linsengericht dem Segen vor und bereute nur halbherzig. Der HERR ist kein lokaler Gott, sondern regiert alle Völker. Wir haben es mit einer... Ermahnungsbotschaft zu tun Mal 1/6-2/16 Verheißungsbotschaft zu tun Mal 2/17 bis Ende. Verurteilungsbotschaft der... unwürdigen Opfer, 1/16 der treulosen Priester, 2/1-9 , führt auch heute dazu, dass Pfarrer und Priester beim Volk nicht hoch angesehen sind. der Mischehen zwischen Juden und Nichtjüdinnen, Ehebruch. 2/10-16, Gott hasst Untreue und Ehebruch. Vielmehr nennt Gott die Ehefrau des Mannes, die Frau seiner Jugend, seine Genossin und die Frau Deines Bundes. Auf keinen Fall aber Partnerin. Gott verurteilt: Unreinheit in Gedanken und Taten ungezügelte Leidenschaft, Orgien, Trinkgelage, Drogen, etc. böse Lust, das Vergnügen an bösem Verhalten und Abbildungen Hurerei, der voreheliche Geschlechtsverkehr. Der außereheliche Geschlechtsverkehr ist der einzige Grund für eine Scheidung. Matth 19/19 Ehebruch ist ist schlimmer als körperliche Gewald. Der Mann besudelt sein Gewand mit Gewalt. Untreue in der Ehe ist Gott selbst Trauzeuge, insofern ist die Ehe eine Institution und muss vom Staat geschützt werden. Kein Missbrauch durch "Ehe für alle". die Verbindung mit götzendienerischen Frauen, jenen Töchtern eines fremden Gottes. Das ungleiche Joch in 2. Kor 6/14 bedeutet, dass man zwei unterschiedliche Tiere wie Ochse und Pferd nicht zusammen vor einen Pflug spannen soll, weil beide ein unterschiedliches Schritttempo haben. Gläubige und Ungläubige passen nicht zusammen. Merkmale in Maleachi Im Text kommt es vierundzwanzig Mal vor, dass es heißt der Ewige der Heerscharen /12 Jahwe, der Ewig Seiende, der Unwandelbare Immer wieder werden Dinge als groß beschrieben. Mal 1,5  Und eure Augen werden es sehen, und ihr selbst werdet sagen: Groß erweist sich der HERR über das Gebiet Israels hinaus! Mal 1,11  Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang ist mein Name groß unter den Nationen. Und an allerlei Orten lässt man ⟨Opfer⟩ Rauch aufsteigen und bringt meinem Namen ⟨Gaben⟩ dar, und zwar reine Opfergaben. Denn mein Name ist groß u nter den Nationen, spricht der HERR der Heerscharen. usw. Die Juden begegnen Gott "rotzfrech": Womit haben wir Deinen Namen verletzt? Gott stellt Sein Volk zur Rede, wenn es immer wieder heißt: Aber ihr sagt.... Gott wird durch unreine (billige) Opfergaben beleidigt. Stattdessen sollte alle im Hinblick auf das kommende Opfer Jesus Christi dargebracht werden. Wie im Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizäa fordert Gott zum Gebet auf, weil die Menschen nicht merken, wie arm und blind sie sind. Off 3/20 Auch heute merken viele Gemeinden nicht, dass Jesus der HERR gar nicht da ist. Sie realisieren nicht, was los ist, wenn Gott zornig ist. Gott fordert die Priester auf, die Tore zum Tempel zu schließen, weil es so nicht weitergehen kann. Der Tisch des HERRN ist der Altar, zu dem das Volk Gottes eingeladen ist. Wir bringen keine billigen Opfer sondern welche, die vor IHM wohlgefällig sind: Gottesdienst, Anbetung, Abendmahl. Viermal spricht Gott in Maleachi vom Bund: mit dem Priestergeschlecht mit Israel (der Bund vom Sinai) dem Ehebund Hes 16/8, Thema Hurerei 5.Mos 22/13 + 22 ... "In Geist und Wahrheit anbeten" bedeutet, zuvor sein Leben vor Gott zu ordnen, bevor man ins Gebet geht. Wir müssen darauf achten, dass wir die ganze Woche in Beziehung zu Gott leben. Im Stall wählen wir das beste "Tier" aus, um es am Sonntag zur Anbetung zu bringen. Wir sind vorbereitet für den Gottesdienst. "Dich ich bin ein großer König"! Wir benutzen keine unwürdige Sprache vor Gott. Wo ist der Gott des Gerichts? Mal 2/17 - 3/6 17 Ihr ermüdet (beleidigt) den HERRN (MICH) mit euren Worten. Doch ihr sagt: Womit ermüden wir ihn ( DICH)? – Damit dass ihr sagt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des HERRN, und an solchen hat er Gefallen; oder: Wo ist der Gott des Gerichts? Siehe, ich sende meinen Boten und er wird den Weg vor mir her bereiten. Und plötzlich kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht[, siehe, er kommt, spricht der HERR der Heerscharen. Johannes, der Täufer, ist der Bote des HERRN, der vor IHM hergegangen war. Dann plötzlich wurde der Messias in Betlehem geboren. Gleichzeitig ist hier die Rede vom Kommen des HERRN in Macht und Herrlichkeit, wenn es weiter heißt: 2 Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer eines Schmelzers und wie das Laugensalz von Wäschern sein. 3 Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen, und er wird die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie Gold und wie Silber, sodass sie ⟨Männer⟩ werden, die dem HERRN Opfergaben in Gerechtigkeit darbringen. 4 Dann wird die Opfergabe Judas und Jerusalems dem HERRN angenehm sein, wie in den Tagen der Vorzeit und wie in den Jahren der Vergangenheit. Gott hat Sein Volk in Unreinheit ins Land Israel zurückgeführt. Nur etwa 20% zählen zu den orthodoxen Juden, die an den alten Geboten festhalten. Der Rest ist mehr oder weniger vom Glauben abgefallen. Hier ist aber die Rede, dass Gott die Söhne des Priestergeschlechts "reinigen" wird. Dies wird geschehen am Ende der Großen Drangsal, wenn 2/3 des Volkes umgekommen sind und der verbleibende Rest der Wiederkunft Christi zujubeln. Dann wird ER zu Seinem Tempel kommen und im dritten Tempel wird der Opferdienst im Gedenken an das Opfer am Kreuz fortgesetzt. 5 Und ich werde an euch herantreten zum Gericht und werde ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden und gegen solche, die den Lohn des Tagelöhners ⟨drücken⟩, die Witwe und die Waise unterdrücken und den Fremden wegdrängen und die mich nicht fürchten, spricht der HERR der Heerscharen. 6 Denn ich, der HERR, ich habe mich nicht geändert; aber ihr, Söhne Jakob, ihr habt nicht aufgehört... In jenen letzten Tagen, unter Führung des Antichristen, wird das Volk wieder in Perversion leben und bei Seiner Wiederkehr vom HERRN gerichtet werden. Gott verweist hier noch einmal darauf, dass Sein Wort unveränderlich ist aber das Volk und die Priester haben nicht aufgehört Böses zu tun. Das erste und zweite Kommen des Erlösers wird in diesem Abschnitt zusammengefasst, weil beides das gleiche Ziel hat. Bei Seinem ersten Kommen sollte ER der leidende Messias sein, bei seinem zweiten Kommen wird ER der Herrscher sein. Als ER kam als Leidender, wurde das Volk zerstreut in alle Welt. Bevor ER kommt als Richter, wird das Volk der Juden aus aller Welt ins Land der Väter gesammelt. Sach 13/8 kündigt schwere Zeiten an. Auch heute spricht man nicht über den Gott des Gerichts, das macht doch Angst. Aber es gibt allen Grund Angst zu haben. Der Tag des HERRN ist die Gerichtszeit, die große Drangsal über 3,5 Jahre in der zuerst Israel überrannt wird und die Völker in den Krieg gegen Gott ziehen. Nachdem das Volk am Berg Sinai Gott untreu geworden und um das goldene Kalb getanzt war, bekam allein der Stamm Levi den Auftrag, die Priesterschaft zu stellen. Der Stamm Levi hatte sich nicht am Götzendienst beteiligt. Bis dahin war jeder Erstgeborene zur Priesterschaft berufen. Nach dem Götzendienst des Volkes sollte nun jede Familie für ihren Erstgeborenen dem Stamm Levi den Zehnten als Abgabe entrichten. Mal 3/19 Denn siehe, der Tag kommt, der wie ein Ofen brennt. Da werden alle Frechen und alle, die gottlos handeln, Strohstoppeln sein. Und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen, sodass er ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig lässt. Der Prophet Maleachi (Liebi) Zum Zeitpunkt der Entstehung des Buches Um 430 v. Chr.; Zeit Nehemias: vgl. Mal. 2,8 mit Neh. 13,29 (verkommener Gottesdienst); vgl. Mal. 2,11-12 mit Neh. 13,23-25 (Mischehen); vgl. Mal. 3,8-10 mit Neh. 13,10 (Treulosigkeit in Verbindung mit den Abgaben) Thema Gottes Liebe und Israels kaltes Herz Zusammenfassung Schon kurze Zeit nach der Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft verkam das Volk völlig: Fehlende Gottesfurcht, unwürdige Opfer, treulose Priester, Scheidungen und Mischehen kennzeichnen den unseligen Zustand des Volkes. Erweckungen halten nur für kurze Zeit an! Gott kündigt das Kommen des Messias und dessen Wegbereiter an. Er ruft auf zur Rückbesinnung auf das Wort Gottes, um einem zukünftigen schonungslosem Gericht entgehen zu können. Charakteristische Ausdrücke und Besonderheiten • "Maleachi" = "Mein Bote", "mein Engel"; vgl. 2,7; 3,1 • Ein würdiger Abschluss 400 Jahre vor dem Kommen des Messias; die letzte kanonische Stimme des AT; vgl. Talmud, Sanhedrin 11a: "Nachdem die letzten Propheten Haggai, Sacharja und Maleachi gestorben waren, wich der Heilige Geist von Israel." Vgl. 1. Makk. 9,27 • 12x "Ihr sprecht" 1,2+6+7+7+12+13; 2,14+17; 3,7+8+13+14 • Gottes Liebeserklärung an sein Volk: 1,2; vgl. Röm. 5,8 • Wichtige messianische Verheissungen: 3,1; 4,1-3; 4,5-6 • "Der Tisch des Herrn" (= Altar): 1,7+12; vgl. 1. Kor. 10,21; Hebr. 13,10 Zum Aufbau des Buches Titel (1,1) Eröffnung: Gottes Liebe für Israel (1,2-5) I. Ermahnungsbotschaft: 1. Verurteilung der Opfer (1,6-14) 2. Verurteilung der Priester (2,1-9) 3. Verurteilung der Mischehen und Ehescheidungen (2,10-16) II. Verheissungsbotschaft: 1. Das Läuterungsgericht (2,17-3,6) 2. Der Segen des Zehnten (3,7-12) 3. Der Tag des Ewigen (3,13-4,3) 4. Zurück zum Wort! (4,4-6) Praktische Lehren • Formalismus macht gerichtsreif. • Achtung! Erweckungen halten nicht lange an. Es braucht immer wieder Erneuerung. • Erneuerung durch Rückkehr zum Wort ist jederzeit möglich.

  • Evangelium und Neues Testament

    in Grundbegriffe des Glaubens Einleitung: Das Neue Testament mit den Evangelien, den Lehrbriefen der Apostel und die Apostelgeschichte des Lukas beruht auf 5800 griechischen Abschriften, den Handschriften. Davon kann man definitiv vom ersten Jahrhundert an bis ins 15. Jahrhundert datieren. Während man auf diese Art und Weise immer auch mit Übertragungsfehlern rechnen musste (wir kommen darauf zurück), stellte sich dieses Problem mit Aufkommen des Buchdrucks nicht mehr. Am Ende der Bibel, der Offenbarung, wird davor gewarnt, etwas vom Wort Gottes wegzunehmen, oder hinzuzufügen. Dies aber ist im Laufe der Jahrhunderte passiert. Zum Beispiel in Johannes 8, der Bericht über die Ehebrecherin. Die Stelle, in der Jesus der Ehebrecherin Gnade erwiesen hat, diese Stelle fehlt in manchen Handschriften. Abschreiber hatten eigenmächtig das Wort Gottes verändert, weil sie Angst hatten, dass Ehebruch pauschal Vergebung erlangen würde. Dies aber entspricht gar nicht der Aussage der Schrift, trotzdem wurde es weggelassen. Ein Bibellehrer aus dem 4. Jahrhundert, Augustinus, verweist darauf, dass Leute, die wenig Glauben hatten, die Stelle aus ihren Handschriften entfernt haben. Dies in der Meinung, ihren Frauen keinen Anlass zu geben, die Ehe zu brechen. Demgegenüber beweist die Mehrheit der Abschrift, der sogenannte Mehrheitstext, immer wieder die Richtigkeit der Bibel, also die ursprünglich Fassung mit der Vergebung für die Ehebrecherin. Leider ging man in der Kirchengeschichte dazu über, den Mehrheitstext nicht anzuerkennen und als Irrtum zu verwerfen. Zwar geht es hier vordergründig nur um wenige Bibelstellen, die den Unterschied zwischen Minderheits- und Mehrheitstext ausmachen. Doch steckt dahin eine grundsätzliche Haltung, die letztendlich in der liberalen Theologie ihre Anhängerschaft fand. Eine Lehrmeinung, die sich auf Nestle-Alland beruft und die Bibel nicht als inspiriertes Wort Gottes anerkennen will. Es handle sich um reine Menschenerkenntnis, so die Einstellung der liberalen Theologie. Man bezieht sich auf den sogenannten Minderheitstext, beruhend auf frühe ägyptischen Handschriften. Dabei muss man wissen, dass die Autoren des Neuen Testaments im Urtext nie eine Abschrift nach Ägypten geschickt haben. Demgegenüber sind im Raum um die heutige Türkei zu 90% übereinstimmende Handschriften zu finden. Hier konnte man in den ersten Jahrhunderten noch die Originale einsehen und die Richtigkeit der Abschriften überprüfen. Beispielsweise konnte man nach Rom gehen, und den originalen Römerbrief mit einer Abschrift vergleichen. Oder nach Korinth und Abschriften mit den originalen Briefen an die Korinther überprüfen. Dies hat dazu geführt, dass trotz kirchlicher "Korrektur" der Mehreisesstext sich über die Jahrtausende erhalten hat. Kurt Alland schreibt in seinen frühen Büchern, dass der Text dieser frühen Papyri aus Ägypten und spätere Abschriften ein "fließender Text" wäre. Die Abschriften weichten stark voneinander ab, es fehle ihren am "Eichgewicht", die Abschriften würden schwimmen und nicht wirklich zusammenpassen. Da die liberale Theologie ohnehin nicht davon ausgeht, dass die Bibel von Gott inspiriert (eingegeben) wurde, legte man sich darauf fest, dass der ägyptische, der Minderheitstext der "beste" Text wäre. Ausgehend von der Tatsache, dass Abschriften grundsätzlich zu Fehlern führten, stellten sie den Mehrheitstext infrage, weil es dort zu wenig Abweichungen, Abschreibungsfehler gäbe. Doch Gott hatte zugesagt, dass ER über Sein Wort wachen würde. Von wahrhaft Gläubigen konnten man also gute Abschriften erwarten. Auch die Annahme, dass es im Laufe der Jahrhunderte zu einer Angleichung der Abschriften bei den Mehrheitstexten gekommen war, ist absurd. Hat doch allein die Mathematik gezeigt, dass der Mensch immer weiter Fehler verursacht, je mehr Kopien erstellt werden. Fehler in den Abschriften sind also auch im Mehrheitstext vorprogrammiert. Wobei die Tatsache, dass die Masse der Handschrift sich auf den originalen Urtext bezieht, die Wahrscheinlichkeit von guten Handschriften erhöht. Mehr, als beim Minderheitstext. Desto trotz geht die liberale Theologie davon aus, dass der Minderheitstext der "gute" Text wäre. Generationen von Gelehrten gaben ihre Theorie von der guten Überlieferung des Neuen Testaments bis auf Nestle-Alland weiter. Somit stellt auch heute der Minderheitstext die theologische Grundlage an den meisten Bibelschulen und Seminaren dar. Ein Einfluss, der sich in vielen Bibelübersetzungen niederschlägt und den es gilt zu korrigieren. Für einzelne Fragen empfiehlt es sich daher die Elberfelder CSV Hückeswagen zur Hand zu nehmen. Mit den Fußnoten werden zwar nicht alle Fehler aufgezeigt, aber die Ausgabe ist dennoch dicht am originalen Urtext. Es gibt eine Befreiung aus der Gewalt der Finsternis (Animismus)  Kol1/13 Ich bin aus dem Machtbereich Satans herausgerissen und versetzt in die Liebe Gottes. Evangelium (auch Frohe Botschaft, Gute Nachricht, Frohbotschaft oder Heilsbotschaft) kommt aus dem Griechischem und verkündet die Versöhnung mit Gott, dem Schöpfer des Universums. Die Bibel spricht vom Ewigen Evangelium  Hier geht es um den gerechten Gott, der sich in Seiner Schöpfung offenbart. Für alle Menschen zu allen Zeiten erfahrbar. Das Gewissen des Menschen entscheidet, ob man danach leben will oder nicht, gerettet wird oder verloren geht. dem Evangelium des Heils (Die frohe Botschaft, dass es Rettung gibt von Sünde, Hölle, Tod und Teufel.) dem Evangelium der Gnade  (Die frohe Botschaft, in der Zeit zwischen Christi erstem und zweitem Kommen auf die Welt. Der <Mensch wird durch Gnade gerettet, nicht aus eigenen Werken. Im Zentrum der Heiligen Schrift stehen vier Berichte über das Leben von Jesus Christum von Seiner Geburt im Jahre 0 (-1) bis zu Himmelfahrt, dem Tag im Jahre 32 n.Chr. als Jesus wieder zurück in den Himmel ging. Obwohl man nur von -einer- frohen Botschaft sprechen kann, ist die Rede von den vier Evangelien , was so viel meint, eine Frohe Botschaft auf vierfache Art und Weise verkündet.  Matthäus, Markus und Lukas haben viele gemeinsame Berichte. Deshalb werden sie die synoptischen Evangelien  genannt. Das heißt auf gut Deutsch: Die Evangelien mit dem gleichen Gesichtswinkel. Also so kann man die Evangelien auch einteilen in drei plus eins. 5. Mose 19,15 sagt ja, es sollen mindestens zwei oder drei Zeugen für eine Sache sein. Da haben wir eine Dreiergruppe beieinander. Und dann kommt noch Johannes dazu als Supplement. Drei ist zwar schon eine starke Bezeugung, aber Gott gibt noch eins dazu. Die vier Evangelien geschrieben durch... Johannes,  Jude, hauptsächlich den Irrlehren am Ende des ersten Jahrhunderts entgegen. Gegen die griechische Philosophie, die vor allem die Göttlichkeit von Jesus verleugnete. Gerichtet an Römer, Juden und den Griechen, der Gemeinde, dem Volk Gottes, mit der Aufforderung zur Buße. Matthäus Jude, zeigt den Juden den Messias Markus Jude, den Römern, den Dienern geschrieben, den Pragmatikern. Lukas (Heide) den Griechen, den Theoretikern geschrieben, Jesus als Mensch vorgestellt. - Die vier Evangelien gerichtet an.. Matthäus  (Apostel), Jesus als König, geschrieben den Juden. Schwerpunkt auf die unbestimmte Zeitangabe. Markus   (Prophet), Jesus als Knecht, geschrieben den Römern. Lukas   (Prophet), Jesus, der reine Mensch, geschrieben den Heidenvölkern. Schwerpunkt die chronologische Abfolge der Geschehnisse mit Blick auf den Einzelnen. Schwerpunkt auf die unbestimmte Zeitangabe. Johannes  (Apostel) Jesus, der ewige Gott (das, was im Mittelpunkt der Heilsgeschichte steht, das, was noch gesagt werden soll. Auch Sondergut genannt, da es vieles enthält, was in den anderen Evangelien nicht erwähnt wird.). Schwerpunkt nach Themen gegliedert. Man braucht nicht die ganze Bibel zu lesen, um ein gläubiger Mensch zu werden. Es reicht, die Frohe Botschaft anhand eines Evangeliums zu hören, um Gott zu erkennen und sich zu bekehren. Das Verständnis der Frohen Botschaft hat Gott in jeden Menschen hineingelegt, denn ER möchte, dass jeder gerettet wird. Entweder durch das Erkennen Gottes in der Schöpfung, wie es für die Heidenvölker bis an Pfingsten 32.nChr. möglich war. Oder durch das Hören des Evangeliums (der Gnade), wie es durch die Evangelisten, Apostel und Propheten ab 32 n.Chr. verkündet wird. Wer das Evangelium hört, bekommt die Chance, sich durch das vergossene Blut Jesu Christi von Sünde, Hölle, Tod und Teufel retten zu lassen. Gleich bedeutet mit dem Erlangen des Ewigen Lebens,  jetzt und sofort hier auf der Erde. Für viele Menschen bedeutet die Frohe Botschaft  seit 2000 Jahren die ersehnte Rettung aus der Not hier auf Erden. Was als "Opium fürs Volk" durch die Feinde Gottes verschrien wird, hat sich immer wieder in Millionen Menschenleben als unüberwindliche Lebenskraft herausgestellt. Die Hoffnung   (feste Zuversicht) auf das Ewige Leben hat Menschen Kraft gegen durch Verfolgung, Hunger, Krankheit, Folter und alle anderen Nöte zu gehen. Dabei ist es nicht der menschliche Geist, der in einer Art Selbsterlösung seine Not vergisst. Vielmehr geschehen durch die Bekehrung verschiedene Dinge, die eine übernatürliche Kraft im Menschen wecken. Führen wir uns vor Augen, wie dies heute, zur Zeit des Evangeliums der Gnade , geschehen kann: Hören und verstehen des Evangeliums, Erkennen, dass man Erlösung braucht. Eingeständnis, dass man bisher in Sünde, in der Auflehnung gegen Gott und seine Gebote (auch in Unkenntnis) gelebt hat. Empfangen des Heiligen Geistes, der in alle Wahrheit und Erkenntnis (nach und nach) einführen will. Taufe als Bestätigung vor Gott und den Menschen, seinen weiteren Lebensweg mit Jesus zu gehen, IHM zu dienen und nachzufolgen. Das Evangelium nach Matthäus Der Autor ist Matthäus, der Zöllner. Er beschreibt seine Bekehrung in Matthäus 9,9-13. Dort wird er als Zöllner vom Herrn in die Nachfolge berufen. Er macht darauf ein Fest und lädt seine ehemaligen Freude dazu ein, damit sie den Erlöser kennenlernen. Und er wird später Apostel, also einer der Zwölf, Matthäus 10,3. Das Evangelium nach Markus Jetzt gehen wir zum Markusevangelium über. Der Autor ist Johannes Markus, so wird er in Apostelgeschichte 12,12 genannt. Johannes war sein jüdischer und Markus sein römischer Name. Oft hatten Juden damals eben zwei Namen, einen jüdischen und einen nichtjüdischen Namen.Petrus nennt ihn in 1. Petrus 5,13 mein Sohn. Das heißt also, dass er zu Petrus eine besondere Beziehung hatte und wohl durch ihn zum Glauben gekommen war. Er war Diener des Apostel Paulus auf dessen ersten Missionsreise, Apostelgeschichte 13,5. Aber es wurde ihm dann in den unwirtlichen Gegenden der Türkei zu ungemütlich und so hat er seinen Dienst aufgegeben, Apostelgeschichte 13,13. Er hat im Dienst versagt und deshalb wollte Paulus ihn auf die zweite Reise nicht mehr mitnehmen, Apostelgeschichte 15,37f. Also jemand, der im Dienst versagt hatte, schreibt das Evangelium über den vollkommenen Diener. Es ist interessant, wie das Biographische des Autors sich mit dem Inhalt des Evangeliums verbindet. Aber er wird völlig wieder hergestellt. Jahre später sehen wir ihn, in Philemon 24, Kolosser 4,10-11 und 2. Timotheus 4,11 als Mitarbeiter von Paulus. Und er wird sogar in 2. Timotheus 4,11 so gelobt: “Nimm Markus mit, denn er ist mir nützlich zum Dienst.”Er war ein Verwandter des Leviten Barnabas, Kolosser 4,10. Barnabas war ein Levit, also ein Tempeldiener und das könnte bedeuten, dass auch Markus levitisches Blut hatte. Also ein Levit schreibt über den vollkommenen Diener. Das Evangelium nach Lukas Autor ist der Arzt Lukas, Kolosser 4,14. Er hat Menschenkenntnis, Mitgefühl für die Kranken und Armen und das macht deutlich, warum gerade im Lukasevangelium so besonders viele Beschreibungen über Kranke und Arme, also solche, die am Rand der Gesellschaft waren, enthält. Er ist der einzige Bibelschreiber, von dem wir wissen, dass er kein Jude war. In Kolosser 14,14 werden drei und drei Grüße weiter gegeben. Von der einen Dreiergruppe wird gesagt, dass sie aus der Beschneidung sind, das sind Juden. Und dann kommt noch mal eine Dreiergruppe, das sind demnach keine Juden, und da ist Lukas drin. Und es gibt auch eine frühchristliche Überlieferung, die das auch bestätigt. Also schon etwas ganz Besonderes, der einzige nichtjüdische Autor, oder einzige nichtisraelitische Autor eines Bibelbuches. Das erklärt auch, warum im Lukasevangelium die Gnade für alle Völker so wichtig ist. Und nur Lukas bringt das Geschlechtsregister, das bis auf Adam zurück geht, eben um zu zeigen, dass der Erlöser mit der ganzen Menschheit verwandt ist und nicht nur mit Israel. Lukas ist ein Historiker. In den ersten fünf Versen beschreibt er, wie er den verschiedenen Zeugnissen nachgegangen ist und wie ein Historiker die Quellen gesammelt und zusammengeführt hat. Und gerade diese Sorgfalt ist eine menschliche Garantie für eine glaubwürdige Überlieferung. Und gerade die moderne Archäologie hat Lukas als Historiker darstellen in einer ganz umwerfenden Art und Weise können. Zu diesem Thema gibt es gute Literatur. Besonders durch die Grabungen in Griechenland und der Türkei hat man zeigen können, wie Lukas in der Apostelgeschichte in kleinsten Details so verblüffend exakt ist, menschlich gesehen, so dass man zum Urteil kommen musste, er steht als Historiker wirklich auf der höchsten Linie. Das Evangelium nach Johannes Jetzt gehen wir noch zum Johannesevangelium. Der Autor ist Johannes, der Fischer, der in Matthäus 1,24 sein Netz flickte, als der Herr Jesus ihn in die Nachfolge berief. Das Johannesevangelium wurde am Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben, wie wir gleich sehen werden, als die Irrlehre der Gnostiker eine unwahrscheinliche Bedrohung für die Christen war. Eine Irrlehre, die die Person Jesu Christi angriff, seine wahre Menschwerdung und auch seine Gottheit. Und Johannes muss die Gläubigen wieder zu den Fundamenten des Glaubens zurückführen. Er muss also das Netz flicken, kann man sagen, das kaputtgeht. Er ist ein wirklicher Netzflicker. Und in Markus 3,17 hat er zusammen mit seinem Bruder Jakobus den Beinamen Boanerges bekommen, Donnersöhne. Das war von Natur kein sanfter Mensch, sondern ein explosiver und er hat ja auch den Wunsch, einen besonderen Platz zu haben, Matthäus 20,20-28. Das ist auch das Problem des Hochmuts. Aber Johannes ist es, der zum Beispiel in Johannes 3 so wunderbar über die Neugeburt schreibt. Er war der Jünger, von dem es heißt: den Jesus liebte. Ich habe hier die Stellen aufgeführt aus dem Johannesevangelium. Er war der Jünger, der beim letzten Passah im Schoß Jesu lag. Übrigens, wie geht das, ein Erwachsener im Schoß Jesu? Also ich weiß, wie man kleine Kinder so auf den Schoß nimmt. Hier geht es um die Sitzordnung beim Abendmahl, beim letzten Passah. Man saß an einem Triklinum, das ist ein Tisch, der aus drei Teilen besteht und rund um diese Dreiteilung waren die Polster, worauf man beim Essen nach römischer Sitte lag. Und da konnte Johannes grad neben dem Herrn auf Platz 2 so auf dem Polster liegen, dass er, was sage ich, auf Platz 1, der Herr war auf Platz 2, das war immer der Ehrenplatz. Auf Platz 1 konnte Johannes so liegen, dass er mit dem Kopf an die Brust des Herrn kam. Ganz natürlich. Er hatte also den Herzschlag des Herrn so erlebt und er schreibt über Jesus Christus, den Sohn Gottes, im Schoß des Vaters, Johannes 1,18. Das drückt diese ewige Gemeinschaft der Liebe zwischen dem ewigen Vater und dem ewigen Sohn aus. Chronologie des NT

  • Chronologie des Alten Testaments

    Zur Chronologie des Alten Testaments (berechnet von Rogee Liebi) 1. Von Adam bis Noah Aus 1Mo 5 entnehmen wir folgende Jahreszahlen: a.E.A. v. Chr. 1. Adam 130 + 800 = 930 0 – 930 4119 – 3189 2. Seth 105 + 807 = 912 130 – 1042 3989 – 3077 3. Enosch 90 + 815 = 905 235 – 1140 3884 – 2979 4. Kenan 70 + 840 = 910 325 – 1235 3794 – 2884 5. Mahalaleel 65 + 830 = 895 395 – 1290 3724 – 2829 6. Jared 162 + 800 = 962 460 – 1422 3659 – 2697 7. Henoch 65 + 300 = 365 622 – 987 3497 – 3132 8. Methusalah 187 + 782 = 969 687 – 1656 3432 – 2463 9. Lamech 182 + 595 = 777 874 – 1651 3245 – 2468 10. Noah 500 + 450 = 950 1056 – 2006 3063 – 2113 Die Sintflut erfolgte, als Noah 600 Jahre alt war (1Mo 7,6). Die 1656 Jahre lange Zeitperiode ab Erschaffung Adams (a.E.A.) bis zum Ausbruch der Sintflut errechnet man wie folgt: 130+105+90+70+65+162+65+187+182+600 = 1656 ➔ 2463 + 1656 = 4119 ➔ Erschaffung Adams: 4119 v. Chr. Das Todesjahr Methusalahs fiel auf das Jahr der Sintflut. Zur Deutung der Namen (vgl. 1Chron 1,1-3): „Adam“ = Mensch; „Seth“ = Ersatz, von schith = setzen, stellen; „Enosch“ = sündiger Mensch; „Kenan“ = Schmid; von anderer Wurzel: Weinender; „Mahalalel“ = Gott ist lobenswürdig; „Jered“ = Abstieg, von jarad herabsteigen; „Henoch“ = Geweihter; „Methusalah“ = Mann des Wurfgeschosses (methu = Mann, schalach = werfen) oder: Ist er tot, so wird er es senden (meth = tot, uschalach = so wird er senden), „Lamech“ = gewalttätiger Mensch/starker junger Mann (gemäss arab. jilmak); „Noah“ = Trost, Ruhe (vgl. Wortspiele: 5,29; 8,4; 8,9; 8.21 (Duft der Ruhe) ➔ Evangeliumsbotschaft (vgl. Wortdeutungen Daniels in Dan 5,25-29): Der Mensch (Adam) kam in die Stellung (Seth) eines sterblichen Sünders (Enosch). Er weinte (Kenan). Der lobenswerte Gott (Mahalalel) stieg herab (Jered). Er lebte in geweihter Hingabe (Henoch). Sein Tod sendet (Methusalah) dem gewalttätigen Menschen (Lamekh) Trost und Ruhe (Noah). Methusalah: höchstes in der Bibel erwähntes Alter: 969 (5,27); Tod im Jahr der Flut ➔ Namensbedeutung: „Wenn er stirbt, so sendet er es.“ 2Pet 2,5: „Noah, der achte“. In der Zeit von Adam bis Noah muss der älteste noch lebende Patriarch als besonders verantwortlicher Verheissungsträger betrachtet werden. Es gab deren acht (Henoch und Lamech wurden von ihren Vätern überlebt). 2. Von Noah bis Abraham Aus 1Mo 11,10-26, 21,5 und 25,7 entnehmen wir folgende Jahreszahlen: n.E.A. v. Chr. 1. Sem 100 + 500 = 600 1558 - 2158 2561 – 1961 2. Arpakschad 35 + 403 = 438 1658 - 2096 2461 – 2023 3. Schelach 30 + 403 = 433 1693 - 2126 2426 – 1993 4. Eber 34 + 430 = 464 1723 - 2187 2396 – 1932 5. Peleg 30 + 209 = 239 1757 - 1996 2362 – 2123 6. Regu 32 + 207 = 239 1787 - 2026 2332 – 2093 7. Serug 30 + 200 = 230 1819 - 2049 2300 – 2070 8. Nahor 29 + 119 = 148 1849 - 1997 2270 – 2122 9. Terach 70 + 135 = 205 1878 - 2083 2241 – 2036 10. Abraham 100 + 75 = 175 2008 - 2183 2111 – 1936 Arpaksad wurde zwei Jahre nach der Flut geboren (1Mo 11,10): 2461 v. Chr. Tarah starb mit 205 Jahren (1Mo 11,32). Damals war Abraham 75 Jahre alt (1Mo 12,4). Somit war Tarah 130 Jahre alt, als Abraham geboren wurde. Abrahams ältester Bruder wurde geboren, als Tarah 70 Jahre alt war (1Mo 11,27). Damals begann Abrahams Vater, Kinder zu zeugen. Abraham war zwar nicht der Erstgeborene, aber, weil die messianische Linie über ihn verlief, wurde er in 1Mo 11,27 als Erster genannt. Die Zeitperiode von der Sintflut bis zur Geburt Abrahams errechnet man daher wie folgt: 2+35+30+34+30+32+30+29+130 = 352 2111 + 352 = 2463 ➔ Sintflut: 2463 v. Chr. Die abnehmenden Lebensalter der Patriarchen nach der Flut lassen sich mit einer Exponentialfunktion beschreiben (vgl. S. Scherer: Die Suche nach Eden, S. 170; Gitt: Das biblische Zeugnis der Schöpfung, S. 117)! ➔ 1. Dies ist ein starkes Argument für die Echtheit der Zahlenangaben (im Altertum waren solche Funktionen in Israel unbekannt). 2. Da manche zeitabhängige biologische Prozesse mit Exponentialfunktionen beschrieben werden können, weist dies auf einen (noch unbekannten) biologischen Prozess hin, der für diese Abnahme verantwortlich ist. 3. Von Abraham bis zum Auszug aus Ägypten Abrahams Geburt (1Mo 11,32; 12,4) 2111 v. Chr. Abrahams Einzug nach Kanaan 75 Jahre später (1Mo 12,4) 2036 Abraham heiratet mit 85 Jahren die Ägypterin Hagar (1Mo 16,3) 2026 Isaaks Geburt 100 Jahre nach der Geburt Abrahams (1Mo 21,5) 2011 Austreibung Hagars und Ismaels (1Mo 21,9-21) 2006 Isaaks Verheiratung mit 40 Jahren (1Mo 25,20) 1971 Geburt Esaus und Jakobs 20 Jahre später (1Mo 25,26) 1951 Abrahams Tod 175 nach der Geburt (1Mo 25,7) 1936 *) Jakob geht nach Paddan-Aram 77jährig 1874 Jakobs Heirat mit Lea und Rahel 7 Jahre später 1867 7 Jahre Dienst um Rahel 1860 6 Jahre später: Rückkehr nach Kanaan 1854 24 Jahre später: Joseph steht vor dem Pharao (30jährig) 1830 7 Jahre Überfluss 1823 2 Jahre später: Jakob zieht nach Ägypten 1821 17 Jahre später: Jakobs Tod 1804 *) Joseph war 30 Jahre alt, als er vor dem Pharaoh stand (1Mo 41,46). Nach 7 Jahren Überfluss war er 37 (1Mo 41,53). Im 2. Jahr der Hungersnot, als Jakob 130 Jahre alt war (1Mo 47,9), kam er nach Ägypten (1Mo 46). ➔ 39. Lebensjahr Josephs. ➔ Jakob war bei der Geburt Josephs 91. Jakob hatte Laban 14 Jahre gedient, als Joseph geboren wurde (1Mo 30,25). ➔ Jakob ging mit 77 nach Paddan-Aram. Josephs Tod mit 110 Jahren 54 Jahre später (1Mo 50,26) 1750 v. Chr. Geburt Moses 64 Jahre dazu (Exodus – 80; 2Mo 7,7; Apg 7,30) 1686 Moses Flucht 40 Jahre später (Exodus – 40; Apg 7,23) 1646 40 Jahre später: Auszug aus Ägypten (1012 + 594) 1606 Vom Einzug Abrahams (1Mo 12,4-5) und von der Bundesverheissung in Sichem (1Mo 12,6-8) sowie dem Aufenthalt in Ägypten (1Mo 12,9-20) bis zum Auszug aus Ägypten (2Mo 12) und der gleich danach erfolgten Gesetzgebung am Sinai (2Mo 19) liegt eine Periode von 430 Jahren (2036 – 1606 = 430). Galater 3,16-17: 16 Dem Abraham aber waren die Verheißungen zugesagt und seinem Samen. Er sagt nicht: "und den Samen", als von vielen, sondern als von einem: "und deinem Samen", welcher Christus ist. 17 Dieses aber sage ich: Einen vorher von Gott bestätigten Bund macht das 430 Jahre danach entstandene Gesetz nicht ungültig, um die Verheißung aufzuheben. 2Mo 12,40-41: 40 Und die Wohnzeit der Kinder Israel [hebr. bnei jisrael = Israeliten], die sie in Ägypten zugebracht haben, ist 430 Jahre. 41 Und es geschah am Ende der 430 Jahre, und es geschah an diesem selbigen Tag, daß alle Heere des HERRN aus dem Land Ägypten auszogen. 1Mo 15,13-15 (vgl. Apg 7,6-7): 13 Und er sprach zu Abram: (a) Gewißlich sollst du wissen, daß dein Same ein Fremdling sein wird in einem Lande, das nicht das ihre ist; (b) und sie werden ihnen dienen, (b') und sie werden sie bedrücken, (a') 400 Jahre. 14 Aber ich werde die Nation auch richten, welcher sie dienen werden; und danach werden sie ausziehen mit großer Habe. 15 Und du, du wirst zu deinen Vätern eingehen in Frieden, wirst begraben werden in gutem Alter. 16 Und in der vierten Generation werden sie hierher zurückkehren; denn die Ungerechtigkeit der Amoriter ist bis hierher noch nicht voll. Diese Prophetie hat den „Samen“ Abrahams im Auge. Die Verheissung ist als Introversion formuliert. Die Geschichte des Samens begann mit Isaak, insbesondere ab der Austreibung Ismaels, als Isaak als der alleinige Erbe ausgewiesen wurde (vgl. 1Mo 17,23: Sohn Abrahams; 1Mo 21,9: Sohn der ägyptischen Magd). 2006 – 1606 = 400 1821 zog Jakobs Familie nach Ägypten hinab. Somit war Israel von da an für 215 Jahren in Ägypten (1821 – 1606 = 215). Dies entsprach 4 Generationen (2Mo 1,2; 6,16-20): 1. Levi, 2. Kehath, 3. Amram, 4. Mose 4. Von Ägypten bis Kanaan Mehrheitstext (MT): Apg 13: 17 Der Gott dieses Volkes Israel erwählte unsere Väter und erhöhte das Volk in der Fremdlingsschaft im Land Ägypten, und mit erhobenem Arm führte er sie von dannen heraus; 18 und eine Zeit bei 40 Jahren pflegte er sie in der Wüste. 19 Und nachdem er sieben Nationen im Lande Kanaan vertilgt hatte, ließ er sie deren Land erben. 20 Und nach diesem, bei 450 Jahren, gab er ihnen Richter bis auf Samuel, den Propheten. 21 Und von da an begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn Kis', einen Mann aus dem Stamme Benjamin, 40 Jahre lang. 22 Und nachdem er ihn weggetan hatte, erweckte er ihnen David zum König, welchem er auch Zeugnis gab und sprach: "Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird.“ Nestle-Aland: Apg 13: 17 Der Gott dieses Volkes Israel erwählte unsere Väter und erhöhte das Volk in der Fremdlingsschaft im Lande Ägypten, und mit erhobenem Arm führte er sie von dannen heraus; 18 und eine Zeit bei 40 Jahren pflegte er sie in der Wüste. 19 Und nachdem er sieben Nationen im Lande Kanaan vertilgt hatte, ließ er sie deren Land erben 20 für 450 Jahre. Und danach gab er ihnen Richter bis auf Samuel, den Propheten. 21 Und von da an begehrten sie einen König, und Gott gab ihnen Saul, den Sohn Kis', einen Mann aus dem Stamme Benjamin, 40 Jahre lang. 22 Und nachdem er ihn weggetan hatte, erweckte er ihnen David zum König, welchem er auch Zeugnis gab und sprach: "Ich habe David gefunden, den Sohn Isais, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen Willen tun wird.“ Der Nestle-Aland-Text ist falsch! Vom Exodus bis zum Beginn der Richterzeit: Auszug aus Ägypten 1606 v. Chr. 40 Jahre Wanderung in der Wüste; Moses Tod 1606 – 1566 Einzug in Kanaan 1566 6 Jahre Landeroberung unter Josua 1566 – 1560 14 Jahre bis zur Fremdherrschaft unter Mesopotamien 1560 – 1546 5. Die Zeit der Richter Gewaltherrschaft und Ruhe: Kuschan-Rischathaim, Mesopotamien (Ri 3,8) 8 Jahre 1546 – 1538 v. Chr. Ruhe (Ri 3,11) 40 Jahre 1538 – 1498 Eglon von Moab (Ri 3,14) 18 Jahre 1498 – 1480 Ruhe (Ri 3,30) 80 Jahre 1480 – 1400 Jabin, Kanaan (Ri 4,3) 20 Jahre 1400 – 1380 Ruhe (Ri 5,31) 40 Jahre 1380 – 1340 Midian und Amalek (Ri 6,1) 7 Jahre 1340 – 1333 Ruhe (Ri 8,28) 40 Jahre 1333 – 1293 Abimelech, Israel (Ri 9,22) 3 Jahre 1293 – 1290 Richterzeit von Tola (Ri 10,2) 23 Jahre 1290 – 1267 Richterzeit von Jair (Ri 10,3) 22 Jahre 1267 - 1245 Ammon (Ri 10,8) 18 Jahre 1245 – 1227 Richterzeit von Jephta (Ri 12,7) 6 Jahre 1227 - 1221 Richterzeit von Ibzan (Ri 12,9) 7 Jahre 1221 – 1214 Richterzeit von Elon (Ri 12,11) 10 Jahre 1214 – 1204 Richterzeit von Abdon (Ri 12,14) 8 Jahre 1204 – 1196 Philister und Simson (Ri 13,1) 40 Jahre 1196 – 1156 Richterzeit von Eli (1Sam 4,18) 40 Jahre 1156 – 1116 Richterzeit von Samuel (1Sam 7,2) 20 Jahre 1116 – 1096 Gewaltherrschaft: 8+18+20+7+3+18+40 = 114 Ruhe und Richterzeit: 40+80+40+40+23+22+6+7+10+8+40+20 = 336 336+114 = 450 MT Apg 13,20 20 Und nach diesem, bei 450 Jahren, gab er ihnen Richter bis auf Samuel, den Propheten. 1Kön 6,1 1 Und es geschah im 480. Jahre nach dem Auszug der Kinder Israel aus dem Land Ägypten, im 4. Jahre der Regierung Salomos über Israel, im Monat Ziw, das ist der zweite Monat, da baute er dem HERRN das Haus. Viele Chronologen fassen die 480 Jahre aus 1Kön 6 als Zeitangabe ohne Einschübe auf. Dadurch ergibt sich eine 114 Jahre spätere Datierung für den Auszug aus Ägypten. Das Problem der Zahlen im Richterbuch versuchen sie so zu lösen: Man nimmt an, dass gewisse Richter zur gleichen Zeit bzw. überlappend gewirkt haben. So kann man diese Geschichtsperiode verkürzen. Doch: Diese Auffassung steht im krassen Widerspruch zu Apg 13,17-22! Es gibt jedoch eine wunderbare Lösung, die allen Zahlenangaben der Bibel völlig gerecht wird: In 1Kön 6,1 steht nicht „im 594. Jahr nach dem Auszug“, sondern „im 480. Jahr nach dem Auszug“. Daraus ergibt sich: Die „verlorene Zeit“ unter der göttlichen Zucht (Gewaltherrschaften) während der Richterzeit wurde in der Tempel-Chronologie des Könige-Buches offensichtlich bewusst nicht mitgerechnet! ➔ 480+114 = 594 Wüstenreise: 40 Jahre Eroberung des Landes: x Jahre von da an bis zum ersten Richter: y Jahre Zeit der Richter: 450 Jahre Saul: 40 Jahre David: 40 Jahre Salomo bis zum Beginn des Tempelbaus: 4 Jahre 574 Jahre + x + y Aus 4Mo 9,1 und Jos 14,7-10 ergibt sich: 2. Jahr nach dem Auszug (4Mo 9,1) = Jahr der Kundschafter in Kanaan (4Mo 13-14; = 1605 v. Chr.). Damals war Kaleb 40 Jahre alt (Jos 14,7). 45 Jahre später war das Land unter Josua erobert (1560 v. Chr.). Folglich dauerte die Landnahme 6 Jahre. x = 6 Jahre. ➔ 6 + 574 = 580 594 – 580 = y ➔ y = 14 6. Könige über die 12 Stämme Saul 40 Jahre (Apg 13,21) 1096 – 1056 v. Chr. David 40 Jahre (1Kön 2,11) 1056 – 1016 Salomo 40 Jahre (2Chr 9,30) 1016 – 976 976 + 40 + 40 + 40 = 1096 ➔ 1096 v. Chr. = Beginn des Königtums in Israel Die falschen Zahlen von Thiele (THIELE: The Mysterious Numbers of the Hebrew Kings): Saul 1051 – 1011 v. Chr. David 1011 - 971 Salomo 971 - 931 Thiele versuchte unter dem Druck der assyrischen Chronologie, die jedoch Lücken und gewisse Widersprüche enthält (vgl. JONES: The Chronology of the Old Testament), die biblischen Jahresangaben über die Zeit von der Reichsteilung bis zum Untergang Jerusalems (586 v. Chr.), u.a. durch erfundene Co-Regentschaften zusammenzustauchen. Dabei musste er gewisse Zahlen in der Bibel als fehlerhaft bezeichnen. Dadurch setzte er die Reichsteilung 44 Jahre zu spät an (931 statt korrekt 975 v. Chr.). Jedoch: Die Zahlenangaben der Bibel lassen sich alle völlig widerspruchsfrei und ohne Korrekturen in ein geschlossenes System bringen! Vgl. LIEBI: Die Chronologie der Königreiche Israel und Juda, Excel-Tabelle, 2006. (Gratis zu bestellen über rogerliebi@swissonline.ch ). 7. Könige Israels (Nordreich) Texte: 1. und 2. Könige Regierungszeit in Jahren; 9 Dynastien bzw. 10 Dynastien (mit der Parallelherrschaft von Tibni; 2Kön 16:21) Name, Dynastie Regierungszeit v. Chr. 1. Jerobeam I. 22 975 – 954 2. Nadab 2 954 – 953 3. Baesha 24 953 – 930 4. Ela 2 930 – 929 5. Simri 7 Tage 929 6. Omri 12 929 – 918 7. Ahab 22 918 – 897 8. Ahasia 2 898 – 897 (mit Ahab!) 9. Joram 12 897 – 886 10. Jehu 28 886 – 858 11. Joahas 17 857 – 841 12. Joas 16 840 – 825 13. Jerobeam II. 41 825 – 785 Interregnum 784 – 773 14. Sekaria 6 Monate 773 15. Shallum 1 Monat 772 16. Menachem 10 772 – 762 17. Pekachja 2 761 – 760 18. Pekach 20 759 – 740 Interregnum 739 – 731 19. Hosea 9 731 – 722/721 Total: 241 Jahre, 7 Monate und 7 Tage Im 9. Jahr Hoseas (= 6. Jahr Hiskias; 2Kön 18,10) ging das Nordreich unter (2Kön 17). 8. Könige Judas (Südreich) (Texte: 1. und 2. Könige; 2. Chronika) 1. Rehabeam 17 976 – 959 2. Abijam 3 958 – 956 3. Asa 41 956 – 915 4. Josaphat 25 915 – 890 5. Joram 8 7 889 – 887 6. Ahasia 1 TBJ 886 7. Athalia 7 6 885 – 879 8. Joas 40 879 – 840 9. Amazia 29 839 – 811 10. Ussia (Asaria) 52 810 – 759 11. Jotam 16 758 – 743 12. Ahas 16 742 – 727 13. Hiskia 6 727 – 722/21 (2Kön 18,10: 6. Jahr Hiskias = 9. Jahr Hoseas) Total: 261 Jahre ➔ Diskrepanz von fast 20 Jahren wegen zweier Interregnum-Perioden im Königreich Israel. 13. Hiskia 29 727 – 698 14. Manasse 55 697 – 643 15. Amon 2 642 – 641 16. Josia 31 641 – 610 17. Joahas 3 Monate 609 18. Jojakim 11 609 - 598 19. Jojachin 3 Monate und 10 Tage 598/597 20. Zedekia 11 597 - 586 Im 11. Jahr Zedekias (2Kön 24,18) ging das Südreich unter. Dieses Jahr entsprach dem 19. Jahr Nebukadnezars (2Kön 25,2.8): = 586 v. Chr. 9. Unterschiedliche Zählungen in Juda und in Israel In Juda rechnete man mit einem Thronbesteigungsjahr (TBJ), in Israel jedoch nicht. Das TBJ fällt mit dem angefangenen Jahr des Vorgängers zusammen! Die biblischen Regierungsjahre werden immer von Nisan – Nisan gerechnet (März/April – März/April). Quelle: Babylon. Talmud, Rosch Haschanah 1.1 / AT TBJ 1 2 3 4 1 2 3 4 5 Juda Israel Rehabeam 17 Jerobeam 22 21 Abiam 3 Nadab 2 1 Asa 41 Baesa 24 23 Josaphat (25) 18 Elah 2 1 Omri 12 11 Ahab 22 21 Ahasia 2 1 Total: 79 Total: 86 79 1Kön 22,52: Das 18. Jahr Josaphats = das 2. Jahr Ahasja Achtung: Bei der Zählung in Israel (Nordreich) begeht der Bibelleser leicht den Fehler, dass er das angebrochene Regierungsjahr eines bestimmten Königs und das angebrochene erste Regierungsjahr des jeweiligen Nachfolgers als 2 Jahre anstatt als nur 1 Jahr berechnet wird: Übergang von Jerobeam I. zu Nadab: 1 2 Dies sind aber nicht 3 Kalender-Jahre, sondern nur 2! Jahr 22 (Jerobeam) und Jahr 1 (Nadab) fallen in das gleiche Jahr: 22/1 2. Bei der Zählung in Juda geschieht dies nicht. Man hätte den gleichen Fall so gerechnet: 22/TBJ 1 10. Von der Reichsteilung bis zum Untergang Jerusalems Hes 4,4-5 4 Und du, lege dich auf deine linke Seite und lege darauf die Ungerechtigkeit des Hauses Israel: Nach der Zahl der Tage, die du darauf liegst, sollst du ihre Ungerechtigkeit tragen. 5 Denn ich habe dir die Jahre ihrer Ungerechtigkeit zu einer Anzahl Tage gemacht: 390 Tage; und du sollst die Ungerechtigkeit des Hauses Israel tragen. 975 Jahre – 586 Jahre = (inklusiv!) 390 Jahre Nach dem Untergang des Nordreiches (722 v. Chr.) ging die Geschichte Israels (10 Stämme) im Süden (bei den 2 Stämmen) weiter, weil es viele Überläufer gab: 2Chr 15,9; 30,10-14; 34,9. Die Könige Judas werden z.T. als „Könige Israels“ bezeichnet (vgl. 2Chr 12,6; 21,2; 28,19)! 11. Das Babylonische Exil 606 Erste Wegführung ins Exil nach Babylon (Dan 1,1) 597 Zweite Wegführung (Hes 1,1-2) 586 Dritte Wegführung; Zerstörung Jerusalems und des salomonischen Tempels (2Chron 36) 582 Vierte Wegführung (Jer 52,30) 12. Der Untergang Jerusalems: 586 v. Chr. 2Kön 25,8; Jer 52,12: 19. Jahr Nebukadnezars = Jahr der Zerstörung Jerusalems = 11. Jahr Zedekias (2Kön 25,2; Jer 52,5) = 586 v. Chr., gemäss mehreren (!) astronomischen Angaben in zeitgenössischen Keilschriftdokumenten von Nebukadnezar (Planetenkonstellation etc.)! Das ist ein ganz entscheidender Schnittpunkt zwischen biblischer und ausserbiblischer Chronologie! 13. Problemlösungen Das 36. Jahr Asas 2Chr 16: 1 Im 36. Jahr der Regierung / des Königreiches [malkhuth] Asas zog Basha, der König von Israel, wider Juda herauf; und er baute Rama, um Asa, dem König von Juda, niemand aus- und eingehen zu lassen. 1Kön 16: 6 Und Basha legte sich zu seinen Vätern, und er wurde begraben zu Tirza. Und Ela, sein Sohn, ward König an seiner Statt. ... 8 Im 26. Jahre Asas, des Königs von Juda, wurde Ela, der Sohn Bashas, König über Israel zu Tirza, zwei Jahre. 2Chron 16,1 zählt ab Rehabeams Gründung des südlichen Königreiches (malkhuth): 975 – 36 = (inklusiv!) 940 940 = 16. Jahr von Asa Ein Jahr nach dem grossen Überlauf aus dem Norden im 15. Jahr Asas (2Chron 15,9-10) führte Basha Krieg gegen Asa und sicherte die Grenze (1Chron 16,1b)! Ahasjas Alter 2Kön 8: 26 22 Jahre war Ahasja alt, als er König wurde, und er regierte ein Jahr zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Athalja, die Tochter Omris, des Königs von Israel. 2Chron 22: 2 42 Jahre war Ahasja alt, als er König wurde, und er regierte ein Jahr zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Athalja, die Tochter Omris. Wörtlich steht: „Ein Sohn von 22 Jahren bzw. 42 Jahren war Ahasja ...“ Omri gründete seine Dynastie 929 v. Chr. Ahasja bestieg den Thron im Jahr 887 als Vizekönig. 929 – 887 = 42 ➔ Ahasja war bei der Thronbesteigung ein Sohn von 42 Jahren als Vertreter der Dynastie seines Urgrossvaters Omri. Er war damals 22 Jahre alt. Sauls Alter 1Sam 13: 1 Saul war... Jahre alt, als er König wurde; und er regierte zwei Jahre über Israel. 2 Und Saul wählte sich 3000 aus Israel; ... 1Sam 13 wörtlich: 1 Saul war Sohn eines Jahres in seinem Regieren. Und als er zwei Jahre über Israel regiert hatte, 2 da wählte sich Saul 3000 aus Israel; ... Der Text spricht nicht über Sauls Alter. Es fehlt keine Zahl im hebräischen Text. Aussage von 1Sam 13,1: Saul hatte, bevor er begann, grosse Aktionen zu starten, zunächst 1 Jahr ganz ruhig regiert. Jojakins Alter 2Chron 36: 9 8 Jahre war Jojakin alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem. Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN. 2Kön 24: 8 18 Jahre war Jojakin alt, als er König wurde, und er regierte drei Monate zu Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Nechuschta, die Tochter Elnathans, von Jerusalem. Wörtlich steht: „Ein Sohn von 8 bzw. 18 Jahren war Jojakin...“ Jojakins Vater wurde im Jahr 606 (= 3. Jahr Jojakims; Dan 1,1) Vasallen-König von Babylon. 598 wurde Jojakin sein Nachfolger. 606 – 598 = 8 ➔ Der 18-jährige Jojakin war so als babylonischer Vasallenherrscher „ein Sohn von 8 Jahren“. 14. Die 4 x 70 Jahrwochen in der Geschichte Israels 1Kön 6,1: 4. Jahr Salomos (1012 v. Chr.) = 480. Jahr nach dem Auszug aus Ägypten ➔ 14. Jahr Salomos (1002 v. Chr.) = 490. Jahr ➔ Exodus bis 14. Jahr Salomos = 1606 – 1002 = 604 ➔ 604 - 114 (Gewaltherrschaft) = 490 A. Geburt Abrahams bis Exodus: Entstehung Israels 2111 – 1606 = 505 ➔ Von Abrahams Heirat mit Hagar bis zur Geburt des verheissenen Samens (Isaak) vergingen 15 Jahre (s.o.). Dies war eine Geschichte des Unglaubens und der Sünde. Gott sprach 13 Jahre lang nicht mehr mit Abraham (Ende von 1Mo 16 – Anfang von 1Mo 17 = 13 Jahre zwischen den Kapiteln; 99 – 86 = 13). ➔ 505 – 15 = 490 B. Exodus bis 14. Jahr von Salomo: Besitz des Landes 1606 – 1002 = 604 ➔ 604 – 114 = 490 C. 14. Jahr Salomos bis 445 v. Chr.: Gericht und Abfall 445 v. Chr. = Beginn des Wiederaufbaus der Stadt Jerusalem unter Nehemia = Beginn der 70 Jarwochen Daniels (Dan 9,24-27) 1002 – 445 = 557 ➔ Gefangenschaft in Babylonien: 606 – 539 = 67 ➔ 557 – 67 = 490 D. Vom Wiederaufbau Jerusalems bis zum Millennium: Wiederherstellung und Versöhnung Dan 9: 24 Siebzig Jahrwochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt, um die Übertretung zum Abschluß zu bringen und den Sünden ein Ende zu machen, und die Ungerechtigkeit zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit einzuführen, und Gesicht und Propheten zu versiegeln, und ein Allerheiligstes zu salben. 1 Jahrwoche (hebr. shavua) = 7 Jahre. 70 x 7 Jahre = 490 Jahre. 490 Jahre sollen vergehen bis die Weltherrschaft des Messias in Frieden und Gerechtigkeit anbrechen wird. Das Volk Israel soll eine vollständige Wiederherstellung erfahren. Dan 9: 25a So wisse denn und verstehe: Vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und zu bauen, bis auf den Messias, den Fürsten, sind 7 Jahrwochen und 62 Jahrwochen. Erlass zum Aufbau Jerusalems (Neh 2): Nisan (März/April) 445 v. Chr. Auftreten Jesu als Messias-Fürst: Palmsonntag (Joh 12), Nisan (März/April) 32 n. Chr. (15. Jahr des Kaisers Tiberius [Luk 3,1]; Tiberius: ab 14 n. Chr.; 15 + 3 [Luk 13,6-9] ➔ 32 n. Chr.) 7 + 62 JW = 69 JW 1 Jahrwoche = 7 Jahre à 360 Tage (vgl. Off 11,2-3; 1260 : 3,5 = 360) 69 x 7 x 360 T = 173’880 T Passt exakt hinein! Vgl. LIEBI: Jerusalem - Hindernis für den Weltfrieden? S. 34ff. 1. Nisan 445 v. Chr. = 14. März 445 v. Chr. 10. Nisan 32 n. Chr. = 6. April 32 n. Chr. Dazwischen: exakt 173'880 Tage! Vgl. ANDERSON: The Coming Prince. Dan 9: 25bStrassen und Gräben werden wiederhergestellt und gebaut werden, und zwar in Drangsal der Zeiten. Vgl. die dauernde militärische Bedrohung Israels während des Wiederaufbaus in Neh 2ff. Dan 9: 26a Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Messias ausgerottet/weggetan werden und nichts haben. Nach den ersten 7 JW (= 49 Jahre, während derer Jerusalem vollständig wiederaufgebaut wurde) folgten die 62 JW. Exakt am Ende dieser Zeit trat Jesus als Fürst auf. Fünf Tage danach wurde er gekreuzigt. Er richtete kein weltweites Friedensreich auf. Dan 9: 26b Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, Im Jahr 70 n. Chr. zerstörten die Römer (= das Volk; „der kommende Fürst“ aus diesem Volk, Dan 7,20ff, ist noch zukünftig) Jerusalem und den Tempel. Daniel 9: 25c ... und das Ende davon wird durch die überströmende Flut sein; und bis ans Ende: Krieg, Festbeschlossenes von Verwüstungen. 27 Und er wird einen festen Bund mit den Vielen schließen für eine Jahrwoche; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen. Und wegen der Beschirmung der Gräuel wird ein Verwüster kommen, und zwar bis Vernichtung und Festbeschlossenes über das Verwüstete ausgegossen werden. Die 70. Jahrwoche kommt erst in der Endzeit. Zwischen der 69. und der 70. Jahrwoche liegt eine Zeitspanne, gekennzeichnet von Krieg und Verwüstung über Jerusalem (vgl. Liebi: Jerusalem – Hindernis für den Weltfrieden?). 15. Die Zeit nach dem Exil 539: Eroberung Babyloniens durch die Perser und Meder (im Herbst) 539/538: Heimkehredikt des Kores, in der Folge jüdische Heimkehr aus dem Exil (Esra 1ff); Israel = persisches Provinzgebiet 537 Altar auf dem Tempelberg in Jerusalem aufgerichtet (Esra 3,3) 536 Grund des Zweiten Tempels gelegt (Esra 3,8.10) 522 Baustopp (Esra 4,23-24) 520 Haggai und Sacharja weissagen (Esra 5,1ff), Edikt des Darius Hystaspis I. (Esra 6,1ff.), 516 Tempel vollendet (Esra 6,14-15) 457 Rückkehr des Priesters Esra, Belehrung über das Gesetz, Reformen 445 Rückkehr Nehemias, Bau der Stadtmauern von Jerusalem (Neh 1ff.) ca. 420 Maleachi, der letzte Schriftprophet des AT: Aufruf zur Umkehr, Ankündigung des Messias und seines Vorläufers (3,1; 3,22-24/4,5-6) 16. Literatur ANDERSON, Robert: The Coming Prince, Grand Rapids, Michigan, Reprint of the 10th Edition, 1980. GITT, Werner: Das biblische Zeugnis der Schöpfung, Neuhausen-Stuttgart 3. Aufl. 1990. JONES, Floyd Nolen: The Chronology of the Old Testament, 15th edition, Master Books. FINEGAN, Jack: Handbook of Biblical Chonology, Revised Edition, Peabody, Massachusetts 1998. KÜLLING, Samuel: Sind die Genealogien in Gen 5 und 11 historisch und lückenlos? Riehen 1996. LIEBI, Roger: Jerusalem - Hindernis für den Weltfrieden? 5. Aufl., Berneck 2003. LIEBI, Roger: Die Chronologie der Königreiche Israel und Juda, Exceltabelle, 2006. MAURO, Philip: Die Chronologie der Bibel, Neustadt/Weinstrasse 1971. SCHERER, Siegfried: Die Suche nach Eden, Neuhausen- Stuttgart 1991. THIELE, Ernst R.: The Mysterious Numbers of the Hebrew Kings, Grand Rapids, Michigan 1994. Roger Liebi, Mai 2006

  • Die Autoren der Psalmen

    Die Psalmen wurden im 3. Jahrhundert v.Chr. mit der Septuaginta vom Hebräischen ins Griechische übersetzt. Psalm heißt so viel wie Rupfen oder auch Singen, was auf die instrumentale Aufführung mit Gesang verweist. Die Psalmen können auch mit "Prekär" übersetzt werden: Wenn nur noch Beten hilft. Struktur der Psalmen Davidspsalmen: 3-41  ; 51-72  ; 86  ; 108-110  ; 138-145 Korachpsalmen: 42-49  ; 84  + 85  ; 87  + 88 Asafpsalmen: 50  + 73-83 JHWH-König-Psalmen: ( 47  +) 93-99 Großes Hallel  (Lobpsalmen): 111-118 Stufenlieder/ Wallfahrtspsalmen: 120-134 Kleines Hallel: 146-150 Elohistischer  Psalter: 42-83* Die Autoren König David 73 Psalmen König Salomo Psalm 127 Asaf (Musikmeister an Davids Hof) 12 Psalmen Söhne Koras 10 Psalmen, (Ps 87 große Psalmendichtung, schlechte Vorfahren müssen nicht prägen). Ethan Psalm 89 Heran Psalm 88 (Musikdirektor) Mose Psalm 90 Propheten Hagai und Sacharia Psalm 145-147 (Propheten) Die Autoren sind durch verschiedene Hinweise zu ermitteln. Wie zum Beispiel König David, der in Apo 4/25 erwähnt wird.   25 der du durch den Heiligen Geist durch den Mund unseres Vaters, deines Knechtes David, gesagt hast: »Warum tobten die Nationen und sannen Eitles die Völker?  (Pslam 2) Alle Psalmen wurden zwischen Mose und Maleachi geschrieben. Nicht später. Widmungen Ps 39 ans Judentum Ps 72/7 für Salomo Musik David war ein musikalisches Phänomen, er spielte Laute mit Gesangbegleitung. Er konnte König Saul, der dämonische Depressionen hatte, beruhigen. . .. und der böse Geist wich von ihm.. Musiktherapie. Loben zieht nach oben, danken schützt vor Wanken. 2.Sam23 1 Und dies sind die letzten Worte Davids: Ausspruch Davids, des Sohnes Isais, Ausspruch des Mannes, der hochgestellt ist, des Gesalbten des Gottes Jakobs und des Lieblings in den Gesängen[1] Israels: 2 Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. 3 Es hat gesprochen der Gott Israels, der Fels Israels hat zu mir geredet: David war sich bewusst, dass die Psalmen unter der Inspiration Gottes von ihm geschrieben waren. Die musikalische Aufführung seiner Psalmen wurde durch drei Chefmusiker geleitet, es gab 4000 Tempelmusiker. Foto: Shean Robertson

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